Anfang vergangenen Jahres nahm in Düsseldorf mit dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität eine deutschlandweit bislang einmalige Behörde ihre Arbeit auf. An ihrer Spitze steht die Juristin Stephanie Thien. Wir wollten von ihr wissen, welche Vorteile eine zentrale Steuerfahndung hat und ob ihre Behörde bereits erste Erfolge vorweisen kann.
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Anwohner wenden sich vor dem BVerwG gegen den Verlauf der Höchstspannungsleitung zwischen dem Norden und Süden der Bundesrepublik. Das BAG befasst sich mit Zuschlägen für Überstunden. Wie groß eine Wohnung sein darf, wenn ein Jobcenter Miete und Heizung zahlen soll, klärt das BSG. Vor dem BFH geht es um Betreuungskosten für Kinder und um Steuern auf Kapitalerträge.
Mehr lesenWährend das BAG gerade erst auf Grundlage von EntgTranspG und AGG eine spannende Entscheidung zu Equal Pay gefällt hat (Urteil vom 23.10.2025 – 8 AZR 300/24), müssen Unternehmen sich bereits auf die Entgelttransparenzrichtlinie 2023/970 der EU einstellen. Unabhängig von der konkreten Umsetzung in Deutschland lassen sich schon jetzt zwei wesentliche Punkte festmachen.
Mehr lesenDie Entscheidung dieser Woche kam aus München, wo das Landgericht OpenAI verurteilte, weil ChatGPT Liedtexte von Herbert Grönemeyer und anderen abspeichere. Außerdem müssen sich Wirecard-Aktionäre in der Gläubigerreihe hinten anstellen und das BVerfG liefert frischen Examensstoff.
Mehr lesenDer Beratende Rat der Europäischen Richter (CCJE) hat im Jahr 2022 eine Stellungnahme zur Meinungsfreiheit von Richtern veröffentlicht. Demnach sollten diese es in einer demokratischen Gesellschaft vermeiden, in öffentliche Kontroversen verwickelt zu werden, und sich jeder politischen Aktivität enthalten, die ihre Unabhängigkeit und Neutralität oder das Ansehen der Justiz gefährden könnte. Diese klugen Worte kamen mir wieder in den Sinn, als ich eine Entscheidung des LG Bonn zunächst mit Erstaunen, dann mit Kopfschütteln, schließlich mit Ärger gelesen habe (GRUR-RS 2025, 27401).
Mehr lesenEntscheidungen, in denen es um Ernährungsgewohnheiten von Insassinnen und Insassen unserer Justizvollzugsanstalten geht, scheinen gerade Konjunktur zu haben.
Mehr lesenIn den sonst so stillen Anwaltskämmerlein glimmen dieser Tage nicht die Kerzen, sondern glühen die Faxgeräte. Zwar ist bald Weihnachten und nicht Ostern, aber der Gesetzgeber schickt sich an, der Anwaltschaft nicht Geschenke unter den Baum, sondern zwei dicke Eier ins Nest zu legen.
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Ist Amazon so groß, dass es maximale Pflichten erfüllen muss? Der EuGH entscheidet. Was die tschechische Polizei an Informationen sammeln darf, klären die Europarichter ebenfalls – was auch dem deutschen Gesetzgeber Fingerzeige zum Streit um eine Vorratsdatenspeicherung geben könnte. Am BFH geht es um die Absetzbarkeit von Stellplatzkosten bei doppelter Haushaltsführung. Und darum, wann Steuerberater beispielsweise Klageschriften digital übermitteln müssen.
Mehr lesenDer Deutsche Bauernkrieg gilt als eine der größten sozialen Erhebungen im 16. Jahrhundert. Dieses Jahr jährt er sich zum 500. Mal. Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen erinnern an die Ereignisse, die sich vor allem gegen soziale und wirtschaftliche Missstände wendeten. Dass sie auch rechtlich überaus interessant sind, weiß der Frankfurter Rechtshistoriker Prof. Dr. David von Mayenburg, der seit Langem zu juristischen Implikationen dieses Aufstands forscht; im September sind seine „Rechtsgeschichten des Bauernkriegs“ erschienen. Wir haben nachgefragt.
Mehr lesenAls ein kluger wissenschaftlicher Mitarbeiter von mir am BVerfG zurück in die ordentliche Gerichtsbarkeit ging, sagte er zum Abschied zu mir: „Lieber Herr Voßkuhle, ich habe sehr viel bei ihnen gelernt und ich habe sehr viel gesehen. Ob ich alles sehen wollte, was ich gesehen habe, da bin ich mir noch nicht so sicher.“ Seine Worte klingen bis heute in mir nach.
Mehr lesenDiese eine Welt ohne Schranken, in der alle Menschen glücklich miteinander leben: Sie bleibt ein unerreichbares Ideal. Die real existierenden Probleme der No-borders-no-nations-Ideologie werfen mit wachsender Durchlässigkeit nationaler Grenzen ihre schroffen Schatten auf die Gesellschaft der Wohlmeinenden. Die Rede ist vom Menschenhandel.
Mehr lesen2021 forderte das BVerfG gesetzliche Regeln für die Triage, nun kippt es sie wieder – wie passt das zusammen? Außerdem: Die EU nimmt vorerst Abstand von Chatkontrollen, die JuMiKo diskutiert neue Straftatbestände und ein Ratgeber soll das Jurastudium erleichtern.
Mehr lesenWenn die Hauptverhandlung aus Sicht des Angeklagten aus dem Ruder läuft und eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch erster Klasse, dann kann sich je nach Lage der Dinge und Bereitschaft, für einen gewissen Zeitraum die Vor- und Nachteile des Strafvollzugs zu genießen, anbieten, die Flucht, nein, nicht außer Landes, sondern in die Verhandlungsunfähigkeit anzutreten.
Mehr lesenNach einem Gesetzentwurf der Bundesregierung soll die streitwertabhängige Zuständigkeitsverteilung zwischen Amts- und Landgerichten in Zivilsachen neu justiert werden (Erhöhung des Zuständigkeitsstreitwerts der Amtsgerichte von 5.000 EUR auf 10.000 EUR).
Mehr lesenWerden Jugendliche straffällig, ist grundsätzlich das Jugendgericht zuständig. In immer mehr Bundesländern wird es in bestimmten Fällen jedoch durch ein Schülergericht ersetzt, berichtet Leitende Oberstaatsanwältin Monika Schramm von der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg im Gespräch mit der NJW. Ihre Behörde begleitet das Projekt nunmehr seit 25 Jahren. Wir wollten von ihr wissen, welche Überlegungen dahinterstehen und inwiefern auch die Justiz davon profitieren kann.
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Die vom BVerfG angeordnete Reform der Grundsteuer hat bei zahlreichen Immobilieneignern zu höheren Abgaben geführt – und bei Mietern ebenso. Der BFH stellt sie auf den Prüfstand. Der EuGH urteilt, ob die Union ihre Kompetenzen überschritten hat, als sie den Mitgliedstaaten Mindestlöhne vorgeschrieben hat. Vor dem BGH geht es um die unter Datenschützern umstrittene Überwachungssoftware „Pegasus“ und die mutmaßlich betrügerische Pleite des Zahlungsdienstleisters Wirecard.
Mehr lesenKI-Systeme versprechen Effizienzgewinne und sind doch fehlerbehaftet. Dies zeigen jüngere Gerichtsentscheidungen, die eine mangelnde anwaltliche Sorgfalt teilweise deutlich rügen.
Mehr lesenIm Koalitionsvertrag vereinbarten Union und SPD die zeitnahe Umsetzung der sogenannten Anti-SLAPP-Richtlinie. Der entsprechende Referentenentwurf erntete Lob und Kritik. Wie weit geht er wirklich?
Mehr lesenSollte die Polizei wegen eines X-Posts vor der Haustür anrücken? Das diskutieren Simon Pschorr und Sebastian Sobota im Gespräch. Unterdessen hat der EuGH die Ideen zweier Senate des BAG zu Massenentlassungen abserviert und der Strafrechtsprofessor Holm Putzke hat Streit mit der Münchener Anwaltskammer.
Mehr lesenDie aus den bitteren Erfahrungen der schweren Menschenrechtsverletzungen während des Zweiten Weltkriegs geborene Europäische Menschenrechtskonvention wurde am 4.11.1950 in Rom unterzeichnet und trat nach Ratifizierung von zehn Staaten, darunter auch Deutschland, in Kraft.
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