Aus der NJW
„Learning on the Job wird schwieriger“

KI revolutioniert nicht nur den Kanzleialltag, sondern auch die Ausbildung junger Anwälte und Anwältinnen. Denn Aufgaben, mit denen Berufsanfänger früher an die Mandatsarbeit herangeführt wurden, erledigt die KI mittlerweile schneller und effizienter. Wie wird das „Training on the job“ des juristischen Nachwuchses künftig organisiert und finanziert? Und was bedeutet das für das Geschäftsmodell großer Kanzleien? Fragen an Dr. Philip Kempermann, einen von drei Managing-Partnern bei Heuking.

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Interview
Die Termine der 42. Kalenderwoche

Wann müssen Rechtsschutzversicherer Klagen der Käufer von Diesel-Autos mit manipulierter Abgasreinigung finanzieren? Das klärt der BGH. Die Pleite des Zahlungsdienstleisters Wirecard, der den Löwenanteil seiner Umsätze frei erfunden haben soll, ist einer der größten Wirtschaftskrimis der Bundesrepublik. Ob Aktionäre etwas von dem noch vorhandenen Geld abbekommen, wird ebenfalls in Karlsruhe verhandelt. Aber auch andere Gerichte haben interessante Verfahren auf der Terminrolle.

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Agenda
Bürokratie verschlanken – Beispiel beA

Bürokratie verschlanken und Arbeitsabläufe verbessern – das sind Ziele, die aktuell sehr oft formuliert werden. Im Zusammenhang mit dem besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA) gäbe es einiges aufzuräumen.

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Recht Digital
Kein NATO-Bündnisfall

Mitte September drangen mehrere russische Drohnen in den polnischen Luftraum ein. Daraufhin wurde Art. 4 Nordatlantikvertrag aktiviert, nicht aber Art. 5. Zu Recht, dessen Voraussetzungen lagen nicht vor. Gleichwohl hat die NATO-Luftverteidigung funktioniert und eine Handvoll Drohnen abgeschossen.

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Gerechtigkeit & Loseblatt - Die Woche im Recht, Folge 68

Eine Frau aus Bayern klagt gegen den Rundfunkbeitrag, weil ihr die Öffentlich-Rechtlichen nicht ausgewogen genug berichten. Außerdem kippt der BGH überraschend einen Vergleich mit VW-Managern und die ehemalige Bonner Professorin Ulrike Guérot verliert erneut im Kündigungsstreit.

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Podcast
75 Jahre Bundesgerichtshof

Als im Oktober 1950 der BGH im Erbgroßherzoglichen Palais feierlich eingeweiht wurde, schrieb ihm Bundespräsident Heuss ins Stammbuch: „Dessen Wirken steht in dem geschichtlichen Auftrag, eine große, dann bös zerrissene Überlieferung aufzunehmen und sie mit freiem und festen Sinn neu zu entwickeln.“ 

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NJW-Editorial
Die Termine der 41. Kalenderwoche

Über einen etwaigen Impfschaden durch eine Spritze gegen Corona verhandelt der BGH. Verkündet wird dort zudem ein Urteil über die Werbung mit Preisnachlässen. Am BVerwG geht es ebenfalls um die Pandemie, dreimal sogar – nämlich um Verdienstausfall bzw. die Kosten der Lohnfortzahlung in der Quarantäne. Und auch sonst ist nach dem Ende der sommerlichen Feriensaison allerhand los in der Justiz.

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Agenda
Schmerzensgeld „unlimited“?

Mitte August hat das LG Göttingen einem schwerst beeinträchtigten Mädchen ein Schmerzensgeld in Höhe von 1 Mio. EUR wegen gravierender Behandlungsfehler bei der Geburt zugesprochen – die höchste Summe, die das Gericht nach eigenem Bekunden bislang ausgeurteilt hat. Auch wenn das Urteil nicht rechtskräftig ist, haben wir uns mit dem Medizinrechtsexperten Dr. Marcus Vogeler über immer teurer werdende Personenschäden in der Arzthaftung unterhalten.

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Interview
Morden Beamte privat?

Die Versorgung eines Beamten im Ruhestand ist verfassungsrechtlich garantiert. Sie gilt mit der Einschränkung: Nur die Verurteilung durch ein deutsches Gericht kann für Bundes- und die meisten Landesbeamten unmittelbar zur Aberkennung des Ruhegehalts führen. Das BVerwG hält am eindeutigen Wortlaut des Gesetzes fest.

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Standpunkt
Graubereiche im Rechtsstaat

Auf ihrer unermüdlichen Suche nach Strafbarkeitslücken, getragen auch von der vielzitierten „neuen Lust am Strafen“, widmet sich die Rechtspolitik öffentlichkeits- oder zumindest medienwirksam aktuell dem sogenannten Catcalling, worunter die nicht-physische, vor allem verbale sexuelle Belästigung verstanden wird; auch sexuell konnotierte Gesten oder aufdringliche Blicke können darunter fallen.

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Kolumne
Gerechtigkeit & Loseblatt - Die Woche im Recht, Folge 67

Anwaltsnotare dürfen künftig länger arbeiten, doch das wird den Nachwuchsmangel kaum beheben. Außerdem: Immer mehr Staaten erkennen Palästina an, doch was bedeutet das rechtlich? Und Samuel Koch, der seit seinem Unfall bei "Wetten, dass..?" im Rollstuhl sitzt, siegt vor dem BSG.

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Podcast
Perdu

Liebe Kolleginnen und Kollegen, jetzt mal ehrlich: Zahlen Sie den jährlichen Kammerbeitrag mit einem Lächeln auf den Lippen oder eher zähneknirschend mit geballter Faust in der Robe? Ja, es gibt gute Gründe für diese Abgabe vulgo dieses Sonderopfer. 

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Glosse
Gesetzgebung durch KI?

Künstliche Intelligenz schreibt keine Gesetze. Aber sie könnte helfen, den oft undurchsichtigen Paragrafendschungel zu entwirren. Eine im Auftrag des Bundesfinanzministeriums unter Federführung der d-fine GmbH erstellte Machbarkeitsstudie zu einer KI-gestützten Anwendung zur Identifikation des Vereinfachungspotenzials von Regelungen (www.d-fine.com/KI-Studie-Rechtsvereinfachung) zeigt, dass der Einsatz von KI hierbei realisierbar ist. Politisch ist er womöglich geboten.

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NJW-Editorial
„Ich vermisse die Berufspolitik nicht“

Die meisten kennen Dr. Volker Wissing nur als Politiker. Doch vor seiner Karriere erst in der Landes-, dann in der Bundespolitik war er in der Justiz tätig und kennt auch den Alltag in einer Anwaltskanzlei nur zu gut. Wir wollten von ihm wissen, ob er den Politikbetrieb bereits vermisst und welche Wünsche der Anwalt Wissing an die Bundesjustizministerin hat.

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Interview
Die Termine der 40. Kalenderwoche

Darf man den Rundfunkbeitrag verweigern, wenn man das Programm von Radio und Fernsehen nicht für ausgewogen hält? Ein Fall für das BVerwG. Auch geht es dort um die Qualifikation von Lehrern an Waldorf- und anderen Privatschulen. Der BGH urteilt über den finanziellen Vergleich mit früheren Top-Managern des VW-Konzerns im Dieselskandal. Und Freitag ist Feiertag.

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Agenda
Konsultation zur Vorratsdatenspeicherung

Seit Jahren beschäftigt sich der EuGH mit der Thematik, die EU-High-Level-Gruppe „Datenschutz und Strafverfolgung“ hatte es in ihren vor etwa einem Jahr erschienenen Empfehlungen vorgeschlagen: Nun befasst sich die EU-Kommission eingehend mit einer möglichen Harmonisierung der Vorratsdatenspeicherung und hat dazu eine Konsultation durchgeführt. Leider wird diese den Anforderungen an eine objektive Meinungsfindung nicht gerecht.

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Bericht aus Brüssel
Zusammen in der Pflicht

Die BRAO-Reform ist jetzt auch schon wieder drei Jahre her, am 1. August 2022 trat sie in Kraft. Trotz verschiedener Änderungen hat sie sich als gute Grundlage für die gemeinsame Berufsausübung von Rechtsanwälten untereinander oder mit anderen Berufsgruppen erwiesen, mit weitgehender Integration in das Gesellschaftsrecht, das durch die BRAO nur berufsrechtlich überformt wird. 

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Kolumne
Gerechtigkeit & Loseblatt - Die Woche im Recht, Folge 66

Großkanzleien sind elitär, das ist nichts Neues. Doch dabei geht es nicht nur um Noten, sondern auch um soziale Herkunft, behauptet eine Studie – was steckt dahinter? Außerdem: Die Union will beim Bürgergeld sparen, aber darf sie das überhaupt? Und was denkt man in Israel über den Völkermord-Vorwurf?

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Podcast
Waldorf

Vielleicht kennt der eine oder die andere aus der Leserschaft das Szenario: Die Ferien sind vorbei, und der Nachwuchs verkündet beim Abendessen, in dem er lustlos rumstochert, dass er bzw. sie bis auf Weiteres nicht mehr in die Schule geht. Eltern zucken bei solchen Ansagen gern mal zusammen, aber nur innerlich, weil man das Kind, das wohl gerade die nächste Entwicklungsstufe nimmt, nicht verschrecken will. 

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Glosse
Bürokratieabbau im Lieferkettenrecht?

Am 3.9. hat die Bundesregierung ihren Entwurf zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) beschlossen. Im Koalitionsvertrag war noch von der Abschaffung des LkSG die Rede. Gemeint war aber bloß, dass mittelfristig ein neues „Gesetz über die internationale Verantwortung“ an die Stelle des LkSG treten soll. Alles andere wäre mit der Pflicht zur Umsetzung der als CSDDD bekannten europäischen Lieferkettenrichtlinie nicht vereinbar. 

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NJW-Editorial