Dienstag, 2.12.2025
Keine Sonderbehandlung mehr für E-Scooter: Justizministerium plant strengere Haftung
Noch sind E-Scooter von den strengen Haftungsregeln für Kraftfahrzeuge ausgenommen. Wenn es nach dem Justizministerium geht, nicht mehr lange. Ein neuer Gesetzesentwurf soll die Haftung verschärfen. Mehr lesen
Analphabetischer Geschäftsführer meldet Steuern an: Unverständnis schützt nicht vor Strafe

Laut dem LG Stuttgart vertraute ein analphabetischer Geschäftsführer seinem Schwager blind, als dieser ihm die Steuererklärungen zur Signatur vorsetzte. Der BGH zweifelt am Freispruch von der Steuerhinterziehung: Wie blind war das Vertrauen wirklich? 

Mehr lesen
Schwierige Sache: Nicht ohne Anwalt gegen Gesichtserkennungssoftware

Wenn der Tatverdacht nahezu allein auf einer polizeilichen Gesichtserkennungssoftware basiert, sei der Fall zu komplex für einen unverteidigten Angeklagten, so das AG Reutlingen. Zahlreiche rechtliche Fragen rund um die algorithmische Identifizierung machten eine Selbstvertretung undenkbar. 

Mehr lesen
Vetorecht für Digitalminister soll Doppelentwicklungen von IT-Projekten vermeiden

Das Bundesdigitalministerium kann bald IT-Projekte anderer Ministerien stoppen, indem es seine Zustimmung verweigert. Ziel: weniger Insellösungen und mehr Effizienz in der Verwaltung.

Mehr lesen
Absicherung der Justiz: Handeln, bevor es zu spät ist

Ein Team des Verfassungsblogs hat untersucht, wie anfällig die deutsche Justiz für autoritär-populistische Strategien ist. Die Studie zeigt: Der Rechtsstaat wird nicht nur in Karlsruhe verteidigt – und es ist dringend. Doch wie lässt sich die dritte Gewalt schützen?

Mehr lesen
Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei in Dienst gestellt

Um Spionage, Sabotage und Störungen des Luftverkehrs besser unterbinden zu können, baut die Bundesregierung Abwehrkapazitäten auf und rechtliche Hürden ab. Fachleute sagen: Besser spät als nie.

Mehr lesen
Reichsbürger-Prozess: Angeklagte nach 3 Jahren aus U-Haft entlassen

Eine der Angeklagten im Frankfurter Prozess um die mutmaßlichen Reichsbürger um Heinrich XIII. Prinz Reuß ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Haftbefehl gegen die Lebensgefährtin des Prinzen wurde am Montag aufgehoben.

Mehr lesen
Späte Gerechtigkeit? Neue Schiedsgerichte zur NS-Raubkunst

Jahrzehnte nach Ende der Nazi-Zeit streiten Erben jüdischer Opfer immer noch um die Rückgabe geraubter Kunstwerke. Ab 1. Dezember soll es leichter werden, die Streitfälle zu klären. Funktioniert das?

Mehr lesen
Zu hohe Provisionen? Niederländische Gerichte in App-Store-Streit mit Apple zuständig

Zwei Stiftungen hatten gegen behauptetes wettbewerbswidriges Verhalten von Apple geklagt. Ihnen waren die Provisionen im niederländischen App-Store zu hoch. Nun hat der EuGH entschieden: Bislang allerdings nur, dass die niederländischen Gerichte zuständig sind.

Mehr lesen
Neue AfD-Jugend: Befürworter eines Verbotsverfahrens fühlen sich bestärkt

Völkischen Nationalismus und Parallelen zur Hitlerjugend sieht Thüringens Verfassungsschutz-Chef beim neuen AfD-Nachwuchs. Auch einige Politiker werben für ein schnelles Verbotsverfahren gegen die Partei.

Mehr lesen
Alle Jahre wieder: Neue Düsseldorfer Tabelle für 2026 veröffentlicht
Zum 1. Januar 2026 wird die Düsseldorfer Tabelle aktualisiert. Die Bedarfssätze steigen nur teilweise, eine grundlegende Änderung gibt es beim Elternunterhalt. Ab sofort ist die Tabelle auf der Internetseite des OLG Düsseldorf abrufbar. Mehr lesen
Verhandlung abgesagt: Sammelklage gegen Vodafone geht Umweg über den EuGH

Die Preiserhöhung von Vodafone war saftig, zehn Millionen Festnetz-Kunden waren betroffen. War das rechtens? Verbraucherschützer trommeln zur Sammelklage, die nun einen Umweg über Luxemburg nimmt.

Mehr lesen
Kaffee zu billig? Aldi Süd und Tchibo streiten über Preise

Tchibo wirft Aldi Süd vor, Kaffee zu preiswert zu verkaufen. In erster Instanz scheiterte der Kaffeeröster mit seiner Klage. Nun prüft der 6. Kartellsenat des OLG Düsseldorf die Frage, wie günstig Kaffee sein darf.

Mehr lesen
Montag, 1.12.2025
Kein Co-Working-Space, keine virtuelle Kanzlei: BGH verlangt dauerhaften eigenen Raum

Nach Ansicht des BGH brauchen Anwälte auch Ende 2025 noch dauerhaft einen eigenen Kanzleiraum. Dabei ging es am Montag nicht mal um eine virtuelle Kanzlei, sondern um ein Bürocenter, das Post und Anrufe entgegennimmt und stets Besprechungsräume vorhält. Völlig unzeitgemäß, findet Martin W. Huff.

Mehr lesen
Kopftuch in der Verhandlung: Muslima zu Recht als Richterin abgelehnt

Eine Rechtsanwältin muslimischen Glaubens bewarb sich um eine Stelle als Richterin. Ihr Kopftuch wollte sie in mündlichen Verhandlungen anbehalten, weswegen das Justizministerium Hessen ihre Einstellung ablehnte. Die Frau klagte – Recht bekam sie aber nicht.

Mehr lesen
djb zu Entwurf gegen Menschenhandel: Schutz der sexuellen Selbstbestimmung muss Leitprinzip sein

Den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung als Leitprinzip ernst nehmen und durchgängig umsetzen – das fordert der Juristinnenbund in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Regierung gegen Menschenhandel.

Mehr lesen
Aus für beliebten Geldwäschedienst: Bitcoin-Mixer abgeschaltet

Seit 2016 war "cryptomixer.io" aktiv – mit einem Umsatz in Milliardenhöhe. Nun hat ein internationales Ermittlerteam den "ältesten Online-Geldwäschedienst" abgeschaltet – und zugleich millionenschwere Kryptowährungen beschlagnahmt.

Mehr lesen
Bauamt versteht keinen Spaß: Wohnen im Zirkuswagen braucht Genehmigung

Der Eigentümer eines Grundstücks im Kasseler Raum wohnte darauf mit seiner Familie in Bau- und Zirkuswagen, für die er allerdings keine Baugenehmigung hatte. Solange über seinen Antrag noch entschieden wird, muss er ausziehen, sagt der Hessische VGH.

Mehr lesen
Klagen gegen Fernwärmeversorger wegen Preiserhöhungen

Verbraucherschützer sind gegen drei Fernwärmeversorger vor Gericht gezogen. Eine vierte Klage wird vorbereitet, heißt es vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.

Mehr lesen
Ein Land lässt sich nicht teilen: Georgien ist kein sicherer Herkunftsstaat

Georgien darf nicht als sicherer Herkunftsstaat eingestuft werden. Denn nach EU-Recht muss dafür der gesamte Staat sicher sein – was auf die Gebiete Abchasien und Südossetien nicht zutrifft. 

Mehr lesen