Dienstag, 26.8.2025
Richterwahl: Früherer BVerfG-Präsident Papier kritisiert Vorschlagsrecht

Noch immer ist der Koalitionsstreit um die Neubesetzung dreier Richterstellen am BVerfG nicht gelöst. Ex-Gerichtspräsident Papier sieht auch für die Zukunft regelmäßiges "parteipolitisches Gezänk" voraus, wenn sich bei einer jahrzehntealten Übereinkunft nicht etwas ändert.

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Montag, 25.8.2025
Wahlausschluss von AfD-Kandidat Joachim Paul erneut bestätigt

Der AfD-Politiker Joachim Paul möchte seine Teilnahme an der Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen gerichtlich durchsetzen. Er scheitert damit auch in zweiter Instanz vor dem OVG Koblenz.

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Wenn der Richter halluziniert: US-Gerichte erstmals bei KI-Einsatz erwischt

Anwältinnen und Anwälte, die in ihren Schriftsätzen auf frei erfundene Urteile hereinfallen und sich damit vor Gericht blamieren, gibt es inzwischen häufiger. Doch in den USA wurden jetzt erstmals auch Gerichte beim KI-Einsatz erwischt.

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Rechtsfahrgebot missachtet: Radfahrer haftet trotz Fahrradschutzstreifen mit

Auch Fahrradfahrende müssen im Straßenverkehr in der Regel äußerst rechts fahren. Laut LG Lübeck gilt das auch dann, wenn sie auf einem Fahrradschutzstreifen in einem Kreisel unterwegs sind - ansonsten droht die Mithaftung

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Quadratwurzelmaßstab gilt: Was die Straßenreinigung sehr großer Grundstücke kosten darf

Kommunen können Straßenreinigungsgebühren nach dem sogenannten Quadratwurzelmaßstab bemessen, ohne dass es für sehr große Grundstücke in Ortsrandlage eine Kappungsgrenze oder eine Billigkeitsregelung in der Satzung braucht. Laut OVG Lüneburg verstößt das nicht gegen die Abgabengerechtigkeit.

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Offener Brief: Aufnahmezusagen für gefährdete Afghanen endlich umsetzen

Noch immer warten gut 2.000 Afghanen, denen Deutschland eine Aufnahmezusage gemacht hat, in Pakistan auf ihre Ausreise. Die Bundesregierung möge nun endlich tätig werden, fordern nun 58 Organisationen, darunter der Deutsche Anwaltverein und die Neue Richter*innenvereinigung, in einem offenen Brief.

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Gesetzentwurf: Elektronische Fußfesseln bei häuslicher Gewalt

Erneuter Vorstoß gegen häusliche Gewalt: Familiengerichte sollen Täter zum Tragen elektronischer Fußfesseln und zur Teilnahme an Anti-Gewalt-Trainings verpflichten können. Das Justizministerium will das Gewaltschutzgesetz entsprechend ändern.

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Massagen der besonderen Art: Bei Prostitutionsverdacht erst mal dichtmachen!

In einem Massagesalon wurde ausweislich zahlreicher Google-Rezensionen Prostitution ausgeübt. Die Behörde machte nicht nur den einen Salon dicht, sondern auch gleich alle anderen, die der Betreiber führte. Zu Recht, wie das VG Köln nun entschied.

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Upps: Urteilsberichtigung darf keine neuen Parteien schaffen

Ein AG erließ irrtümlich einen Unterhaltsbeschluss gegen den Vater eines Kindes, obwohl die Mutter herangezogen werden sollte. Statt den Fehler prozessual sauber zu korrigieren, "berichtigte" die Rechtspflegerin den Beschluss – und machte die Mutter zur Schuldnerin. Das geht so aber laut OLG Frankfurt a. M. nicht.

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Reform des Jurastudiums: "Wir haben das schon immer so gemacht" ist kein Argument

Im Mai 2023 veröffentlichte das Bündnis iur.reform seine Studie zur Reform der juristischen Ausbildung. Doch was ist seither passiert? Mit-Initiatorin Sophie Dahmen spricht über Neinsager, eine fehlgeleitete JuMiKo und wie es mit der Initiative weitergeht.

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1&1 gewinnt: Google-Anmeldung muss auch ohne Gmail möglich sein

Der deutsche Mailservice-Anbieter GMX/Web.de hat einen Teilerfolg gegen den US-Technologieriesen Google errungen. Das LG Mainz untersagte es Google, den eigenen Mailservice Gmail zu bevorzugen, wenn Nutzer ein Android-Handy einrichten und dafür ein Google-Konto erstellen müssen.

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Barley zu Spekulationen um Richterkandidatur: Noch viel vor in Europa

Die SPD hat nach dem Rückzug von Brosius-Gersdorf eine neue Kandidatin für das BVerfG. Unklar ist, wen. Es kursierte der Name einer Europapolitikerin – die sich nun zu Wort meldet.

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Maryland statt El Salvador: Kilmar Abrego Garcia darf vorerst nach Hause

Kilmar Abrego Garcia wurde in den USA festgenommen, nach El Salvador abgeschoben, nur um im Anschluss wegen wieder in die USA gebracht zu werden. Nun ist er aus einer Haftanstalt vorerst auf freien Fuß gesetzt worden.

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Nun also doch: Berliner Mohrenstraße umbenannt

Nach jahrelangem Streit ist die Berliner Mohrenstraße in Anton-Wilhelm-Amo-Straße umbenannt worden. Das OVG Berlin-Brandenburg hatte dafür am Freitagabend kurzfristig den Weg frei gemacht, nachdem die Umbenennung in letzter Minute noch einmal auf der Kippe gestanden hatte.

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Freitag, 22.8.2025
Verfassungswidrig? Kulturpass vor dem Aus

18-Jährige bekamen 2023 und 2024 vom Bund ein eigenes kleines Budget für kulturelle Aktivitäten. Laut Bundesrechnungshof ist der Kulturpass aber verfassungsrechtlich nicht gedeckt. Das hat Folgen.

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Konkurrenz unter Betreibern von Shisha-Bars eskaliert: Tumult im Gerichtssaal nach Mord-Urteil

Lebenslange Haft wegen Mordes - so lautet das Urteil nach einem eskalierten Streit zweier Großfamilien in Stade. Die Fehde wurde im Gerichtssaal fortgesetzt. Beamte mussten Pfefferspray einsetzen.

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Homeoffice: Warum Nachwuchsjuristen Flexibilität fordern – und Arbeitgeber darauf hören sollten
Immer mehr Arbeitgeber beordern ihre Mitarbeiter zurück ins Büro, doch die pochen auf Flexibilität – nicht zuletzt der juristische Nachwuchs. Eine Blockadehaltung hilft da nicht weiter, meint Carl-Wendelin Neubert. Mehr lesen
DAV spricht sich gegen höhere Wertgrenze für Kostenbeschwerden von 300 Euro aus

Das Bundesjustizministerium erwägt laut DAV, die Rechtsmittelstreitwerte in der ZPO und anderen Gesetzen zu erhöhen, so auch die Wertgrenze für Kostenbeschwerden. Die soll danach von 200 auf 300 Euro steigen. Das kritisiert der DAV als zu hoch.

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"Reine Selbstüberschätzung": Anästhesist verursacht Tod einer Patientin

Ein 78-jähriger Berliner Facharzt für Anästhesie ist nach dem Tod einer Patientin zu drei Jahren und drei Monaten Haft wegen Körperverletzung sowie zu einem lebenslangen Berufsverbot verurteilt worden. Laut LG Berlin I überschätzte er sich und missachtete grundlegende medizinische Standards.

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Erst in der DDR, heute erneut: Vaterschaftsfeststellung scheitert nach fast 50 Jahren zum zweiten Mal

Ein in der DDR geborener, heute 54-Jähriger wollte einen Mann als seinen leiblichen Vater feststellen lassen, den seine Mutter deshalb bereits in der DDR erfolglos verklagt hatte. Er bekam dafür aber keine Verfahrenskostenhilfe – wegen einer EGBGB-Regelung. Seine Verfassungsbeschwerde hielt das BVerfG für unzulässig.

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