Donnerstag, 24.8.2023
Gesetzeslücke bei Schenkungsteuer ermöglicht steuerfreie Wertverschiebungen
Die disquotale Einlage in die ungebundene Kapitalrücklage einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) stellt keinen schenkungsteuerpflichtigen Vorgang dar. So das FG Hamburg, das auf eine Gesetzeslücke bei der Schenkungsteuer verwies. Mehr lesen
Mittwoch, 23.8.2023
Gesetzentwurf: Mehr Freiheit beim Nachnamen
Die Bundesregierung hat am Mittwoch den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Ehenamens- und Geburtsnamensrechts beschlossen. Kernstück der Reform ist die Einführung echter Doppelnamen für Ehepaare und Kinder. Aus mehr als zwei Nachnamen sollen Doppelnamen aber auch künftig nicht gebildet werden. Mehr lesen
70-Jahre-Altersgrenze diskriminiert Notare nicht

Der Senat für Notarsachen des BGH hat entschieden, dass die Altersgrenze für Notare mit EU-Recht vereinbar ist. Es herrsche kein Nachwuchsmangel im Notariat, zudem müssten jüngere Kolleginnen und Kollegen eine planbare Aussicht auf wirtschaftlich leistungsfähige Notariate haben.

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Nach dem BGH-Urteil: OLG Karlsruhe verurteilt Hersteller für fahrlässigen Einsatz einer Abschalteinrichtung

Am Ende ließ das OLG Karlsruhe offen, ob ein unvermeidbarer Verbotsirrtum der Automobilherstellerin vorlag. Nach ihrem Vortrag sei nicht klar geworden, ob die Verantwortlichen sich tatsächlich geirrt hätten. Die Vermutung schuldhaften Handelns habe sie nicht nicht widerlegt.

 

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"Das eigene Verfahren aktiv generiert": Weimarer Familienrichter wegen Rechtsbeugung verurteilt
Der Familienrichter, der 2021 die Corona-Maskenpflicht an zwei Weimarer Schulen für unzulässig erklärte, ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das LG Erfurt sprach den Juristen am Mittwoch der Rechtsbeugung schuldig: Er habe ein Urteil gefällt, das er per se so beabsichtigt habe. Mehr lesen
Elektronischer Rechtsverkehr: Bundesregierung beschließt digitale Verfassungsbeschwerde
Anwältinnen und Anwälte müssen künftig auch Verfassungsbeschwerden digital einreichen. Die Bundesregierung hat den Regierungsentwurf zur Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs mit dem BVerfG beschlossen. Auch Bürger können sich danach digital an das BVerfG wenden, sind dazu aber nicht verpflichtet. Mehr lesen
Neues Staatsangehörigkeitsrecht: Schneller zum deutschen Pass
Einwanderer sollen schneller eingebürgert werden können. Die Bundesregierung beschloss am Mittwoch den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts. Fristen werden danach verkürzt, Mehrstaatigkeit erlaubt. Wer nicht für seinen Lebensunterhalt aufkommen kann, muss mit höheren Hürden rechnen. Mehr lesen
Mandantenmails: Bremens Anwälte wehren sich gegen maximale Verschlüsselungspflicht

Wenn es nach der Bremer Datenschutzbehörde geht, dürfen Anwälte mit Mandanten künftig nur noch Ende-zu-Ende verschlüsselt per E-Mail kommunizieren. Nur noch bis Ende des Jahres würden Übergangslösungen akzeptiert. Die Bremer RAK versucht zu vermitteln – bislang ohne Erfolg.

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Ziviljustiz: Immer weniger Verfahren an Amts- und Landgerichten
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat Zahlen über die Belastung der Justiz im vergangenen Jahr veröffentlicht. Die Zahl der Zivilverfahren ist demzufolge – nach einem Zwischenhoch wegen der Dieselklagen – weiter zurückgegangen. Blickt man 20 Jahre zurück, zeigt sich ein regelrechter Einbruch. Mehr lesen
Kanzleramt legt Entwurf zu BND-Gesetz vor

Das Kanzleramt will das BND-Gesetz reformieren - und dabei Vorgaben des BVerfG umsetzen. Dabei geht es um die Einschränkung der Übermittlung personenbezogener Daten durch Nachrichtendienste an Polizei und Staatsanwaltschaften. Aktivisten befürchten neue verfassungswidrige Regeln. 

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Änderung beim Geschlechtseintrag soll einfacher werden

Künftig soll jeder Mensch in Deutschland sein Geschlecht und seinen Vornamen selbst festlegen und einfach beim Standesamt ändern können. Das Bundeskabinett will am Mittwoch das Selbstbestimmungsgesetz beschließen. Es richtet sich an transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen.

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Strompreisbremsen-Finanzierung: Erste Zahlen zur Abschöpfung von Überschüssen

Im Energiekrisenjahr 2022 wurden Erlöse von Anlagenbetreibern, die einen bestimmten Betrag überschreiten (so genannte Überschusserlöse) zur Finanzierung der Strompreisbremse abgeschöpft. Laut Bundeswirtschaftsministerium lag die Abschöpfungssumme für die Zeit vom 01.12.2022 bis 31.03.2023 bei ungefähr 417 Millionen Euro.

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Urteil gegen Verleger wegen Volksverhetzung rechtskräftig

Nationales und sozialistisches Gedankengut, Hetze gegen Asylbewerber: Auch der BGH sah in den Schriften eines Verlegers die Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung. Es bleibt bei einer Bewährungsstrafe. 

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Notar schuldet Pflichtteilsberechtigtem kein Nachlassverzeichnis

Ein Notar übernimmt den Auftrag, ein Nachlassverzeichnis zu erstellen, bleibt aber untätig. Dann kann nur der Erbe die Notarbeschwerde einreichen. Die für die Haftung entwickelten Kriterien, wonach auch mittelbar Betroffene geschützt werden, sind auf die Untätigkeit nicht übertragbar, so der BGH.

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Dienstag, 22.8.2023
Kein Geldautomat auf öffentlichem Gehweg

Das Aufstellen eines Geldautomaten auf einem öffentlichen Gehweg bedarf einer Sondernutzungserlaubnis. Es bestehe ein öffentliches Interesse daran, dass öffentliche Gehwege nicht den Charakter einer privatwirtschaftlichen Nutzfläche erhielten, entschied das VG Berlin.

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Springer und Ex-"Bild"-Chef Reichelt legen Arbeitsrechtsstreit bei

Der Medienkonzern Axel Springer und der frühere -“Bild“-Chef Julian Reichelt haben ihren arbeitsrechtlichen Streit auf Rückzahlung der millionenschweren Abfindung beigelegt. Man habe sich außergerichtlich geeinigt, teilte das Medienhaus in Berlin heute mit. Einzelheiten wurden nicht bekannt gemacht.

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Corona-Sonderzulage an niedersächsische Beamte ist pfändbar

Die Corona-Sonderzulage an niedersächsische Beamte stellt keine unpfändbare Erschwerniszulage dar, weil sie nicht wegen einer tatsächlichen besonderen Belastung nur an einen bestimmten Personenkreis gewährt wird. Dies hat der Bundesgerichtshof für den Fall eines Lehrers entschieden.

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Rundfunkbeitragspflicht auch bei "schlechten Programminhalten"

Gegen die Rundfunkbeitragspflicht kann nicht eingewandt werden, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk wegen mangelnder Programm- und Meinungsvielfalt seinen verfassungsmäßigen Funktionsauftrag verfehle. Dies hat kürzlich der VGH München entschieden, der jetzt die Begründung veröffentlichte.

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Nach Sanierung: Erklärung zu Mieterhöhung muss Drittmittel auflisten

Erhöht ein Vermieter nach einer Modernisierung die Miete, muss er Mietern in der Erklärung dazu nachvollziehbar etwaige Drittmittel wie eine staatliche Förderung für energetische Sanierungen offenlegen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.

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Maskenaffäre: Prozess gegen Tandler startet im Oktober

Zwei Schlüsselfiguren der Maskenaffäre in Bayern, Andrea Tandler und ihr Geschäftspartner, müssen sich vom 04.10.2023 an wegen steuerrechtlicher Vorwürfe vor Gericht verantworten. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München I hat das Hauptverfahren eröffnet, wie das Gericht heute mitteilte.

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