Dienstag, 14.3.2023
Studierende können Energiepreispauschale ab 15. März beantragen

Ab morgen können Studierende sowie Fachschülerinnen und Fachschüler die Energiepreispauschale beantragen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion hervor, wie der parlamentarische Pressedienst mitgeteilt hat. Die 200-Euro-Einmalzahlung könne über eine dafür entwickelte Onlineplattform beantragt werden.

Mehr lesen
Neue Spitzengespräche über Wahlrecht erfolglos

Im Streit um eine Reform des Wahlrechts zwischen Ampel-Koalition und Opposition sind Kompromissverhandlungen bislang erfolglos geblieben. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich sei auf den Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz (CDU) zugegangen, ein Gespräch am Montagnachmittag sei aber erfolglos geblieben, erklärte heute der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Abgeordneten im Bundestag, Thorsten Frei (CDU).

Mehr lesen
Freiwilliger Rücktritt nach Ende von psychischem Ausnahmezustand?

Bricht ein Täter seinen Angriff ab, nachdem es das Opfer geschafft hat, ihn aus einer psychischen Ausnahmelage herauszuholen, spricht dies nicht zwingend gegen die Freiwilligkeit seines Rücktritts. Zusätzlich muss feststehen, dass es ihm psychisch unmöglich gewesen wäre, die Tat zu vollenden, wie der Bundesgerichtshof betont hat.

Mehr lesen
Beamtin hat keinen Anspruch auf Sabbatjahr

Kann die einjährige Freistellung eines Beamten mit zumutbaren personellen und organisatorischen Maßnahmen nicht kompensiert werden und ist eine ordnungsgemäße Aufgabenwahrnehmung im Tätigkeitsbereich des Beamten ohne diesen nicht mehr gewährleistet, kann der Dienstherr das Sabbatjahr ablehnen. Dies entschied kürzlich das Verwaltungsgericht Koblenz.

Mehr lesen
10.000 Euro Schadensersatz wegen Verletzung des DS-GVO-Auskunftsanspruchs

Das Arbeitsgericht Oldenburg hat ein Unternehmen dazu verurteilt, einem ehemaligen Arbeitnehmer aus Art. 82 DS-GVO immateriellen Schadensersatz in Höhe von 10.000 Euro zu zahlen, weil es einem Auskunftsanspruch nach Art. 15 Abs. 1 DS-GVO nicht nachgekommen ist. Bereits die Verletzung der DS-GVO selbst führe zu einem auszugleichenden immateriellen Schaden, eine nähere Darlegung des Schadens sei nicht erforderlich.

Mehr lesen
Montag, 13.3.2023
BGH sieht Kredit-Klausel bei Kauf von Mercedes-Diesel kritisch

Haben Diesel-Käufer mit dem Abschluss ihres Autokredits auf sämtliche Schadenersatz-Forderungen verzichtet? Eine Klausel der Mercedes-Benz Bank legt dies nahe – aber der Bundesgerichtshof spielt wohl nicht mit: In der Verhandlung eines Musterfalls äußerte er sich sehr kritisch. Die Vorsitzende Eva Menges sagte am Montag, ihr Senat halte die Klausel nach ersten Beratungen tendenziell für unwirksam.

Mehr lesen
Ampel einigt sich auf Bundestagsverkleinerung

Seit Jahren wird um eine Verkleinerung des Bundestags gerungen. Jetzt hat sich die Ampelkoalition abschließend verständigt. Danach soll der Bundestag nach der nächsten Wahl von derzeit 736 auf dauerhaft 630 Abgeordnete schrumpfen – und damit nicht ganz so stark wie ursprünglich geplant. Bei der Union und der Linken regt sich bereits Widerstand. Verfassungsklagen stehen im Raum.

Mehr lesen
EGMR beschließt Verfahrenserleichterungen für Beschwerden aus Erdbebengebiet

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat mit Blick auf das Erdbeben am 06.02.2023 in Teilen Syriens und der Türkei eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, welche die Handhabe der aus der türkischen Region kommenden Fälle durch das Gericht betreffen. Insbesondere sollen die formellen Voraussetzungen für Beschwerdeführer erleichtert und prozessuale Fristen unter Umständen verlängert werden.

Mehr lesen
Schuldunfähigkeitsprüfung für die Unterbringung von Straftätern

Um die Unterbringung eines Straftäters in ein psychiatrisches Krankenhaus anzuordnen, bedarf es einer gründlichen Prüfung und Darlegung der seelischen Störung und deren Ausprägung und Auswirkung auf die Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit in der konkreten Tatsituation. Der Bundesgerichtshof hob ein Urteil auf, aus dessen Feststellungen sich nicht nachvollziehbar ergab, warum statt der Strafe die Unterbringung angeordnet wurde. 

Mehr lesen
BRAK unterstützt geplante digitale Videodokumentation im Strafprozess

In der Debatte um die geplante audiovisuelle Dokumentation der strafgerichtlichen Hauptverhandlung unterstützt die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) nachdrücklich den Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums. Durch die digitale Dokumentation werde mehr Rechtssicherheit geschaffen, insbesondere im Interesse der Angeklagten, denen in einem Verfahren ganz erhebliche Grundrechtseingriffe drohten, so die BRAK.

Mehr lesen
Gewöhnlicher Aufenthaltsort bei betreutem Erblasser

Befand sich ein Erblasser bis zu seinem Tod mehr als zehn Jahre in einem Pflegeheim, hatte er dort seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt. Das gilt laut Oberlandesgericht München auch, wenn er in dieser Zeit wegen Demenz betreut wurde und der Betreuer das Aufenthaltsbestimmungsrecht ausübte. Selbst dann wäre jedenfalls das Nachlassgericht am Ort des Pflegeheims örtlich zuständig.

Mehr lesen
Labile Frauen zu Selbstmord überredet: Auf lebenslang lautendes Urteil rechtskräftig

Die Verurteilung eines Mannes, der emotional instabile junge Frauen aus sexueller Motivation zum Selbstmord überredet hat, wegen Mordes in mittelbarer Täterschaft ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat seine Revision gegen das entsprechende Urteil des Limburger Landgerichts verworfen. Der Mann muss nun lebenslang in Haft. Die besondere Schwere der Schuld wurde festgestellt und die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet. 

Mehr lesen
Stellen-Nichtantritt durch Langzeitarbeitslosen muss kein sozialwidriges Verhalten sein

Tritt ein Langzeitarbeitsloser eine Stelle nicht an, weil er dafür umziehen müsste und die Mietkaution für die neue Wohnung nicht bezahlen kann, so kann das Jobcenter keine Grundsicherungsleistungen zurückverlangen, wenn es zuvor die Übernahme der Kaution abgelehnt hatte. Der unterlassene Arbeitsantritt könne dann nämlich nicht als sozialwidriges Verhalten gewertet werden, so das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen.

Mehr lesen
Koalition prüft Korrektur der Strafen für Kinderpornografie

Die Ampel-Koalition erwägt, die verschärften Strafen für Kinderpornografie zu korrigieren und Bagatellfälle davon auszunehmen. Vertreter aller drei Koalitionsfraktionen sprachen sich in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ") von heute dafür aus. Eine Sprecherin des Bundesjustizministeriums sagte dem Blatt, der gesetzgeberische Handlungsbedarf und mögliche Handlungsoptionen würden geprüft.

Mehr lesen
Steinmeier besorgt über geplante Justizreform in Israel
Die geplante Justizreform in Israel beunruhigt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der von der Regierung geplante "Umbau des Rechtsstaates" bereite Sorge – "gerade weil wir Deutsche immer mit großer Bewunderung auf den starken und lebendigen Rechtsstaat in Israel geschaut haben", sagte Steinmeier am Freitag in Berlin bei einem Empfang zum 50-jährigen Bestehen der Universität Haifa. Mehr lesen
Freitag, 10.3.2023
Terminplan für Bundeshaushalt geplatzt

Wochenlang haben sie verhandelt und teils öffentlich gestritten, jetzt ist der Haushaltskonflikt in der Bundesregierung eskaliert: Bundesfinanzminister Christian Lindner kann den vorgesehenen Zeitplan für den Etat 2024 nicht einhalten. Der FDP-Politiker hat den eigentlich für die kommende Woche geplanten Kabinettstermin auf unbestimmte Zeit verschoben. Ganz bewusst nennt er keinen neuen Stichtag.

Mehr lesen
Keine Erstattung von Corona-Entschädigungen trotz Betriebsschließung

Ein wegen eines Corona-Ausbruchs behördlich geschlossener Betrieb hat für die Weiterbezahlung der Mitarbeiter dann keinen Erstattungsanspruch gegenüber dem Bundesland, wenn die Arbeitnehmer einen Anspruch auf Zahlung des Arbeitslohns aus dem BGB haben. Dies zeigen die Urteile des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen in Münster in zwei Musterverfahren.

Mehr lesen
Neue Richtervereinigung begrüßt geplante Cannabis-Legalisierung

Die Neue Richtervereinigung (NRV) begrüßt die Pläne der Regierung, Cannabis reguliert für Erwachsene freizugeben. Mit Blick auf die zu erwartende Legalisierung fordert sie, schon jetzt den Besitz von Cannabis zum Eigenkonsum (bis zu 30 Gramm) straffrei zu stellen. Eine Kriminalisierung sei nicht mehr zu rechtfertigen. Anpassungen fordert der Verband auch im Fahrerlaubnisrecht und bei den §§ 315c, 316 StGB.

Mehr lesen
Keine Auskunft zu Lobbyaktivitäten von Ex-Bundeskanzler Schröder

Die Internetplattform "FragDenStaat" wird keine Auskunft zu möglichen Lobbyaktivitäten aus dem Büro von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) erhalten. Das geht aus einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg hervor. Die Richter schlossen sich der Auffassung des Verwaltungsgerichts Berlin an, wonach das Büro derzeit nicht besetzt sei und der Auskunftsanspruch daher zurzeit ins Leere gehe.

Mehr lesen
BVerwG entscheidet über Rosneft-Klage nächsten Dienstag

Das Bundesverwaltungsgericht wird am 14.03.2023 über die Klage gegen die Treuhandverwaltung zweier deutscher Tochterfirmen des russischen Ölkonzerns Rosneft entscheiden, nachdem es insgesamt vier Tage ausführlich über die Klage verhandelt hat. Der Bund hatte die im September 2022 übernommene Treuhandverwaltung mit einer Gefahr für die Versorgungssicherheit begründet.

Mehr lesen