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  • GmbH-Beteiligung: Nur Kapitalbeteiligung oder Sonderbetriebsvermögen?

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    BFH Urt. v. 25.9.2025 – IV R 12/23

     

    Eine Tochter-Kapitalgesellschaft erfüllt eine wesentliche wirtschaftliche Funktion ihrer Mutter-Personengesellschaft im Sinne der Rechtsprechung zur Qualifizierung von Kapitalbeteiligungen als notwendiges Sonderbetriebsvermögen II nicht bereits dadurch, dass sie der Muttergesellschaft allein aufgrund deren finanzieller Beteiligung die Teilhabe an den von ihr erzielten Vermögensmehrungen ermöglicht. Die Annahme von Sonderbetriebsvermögen II setzt neben der wirtschaftlichen Verflechtung zwischen der Personengesellschaft und der Kapitalgesellschaft kumulativ voraus, dass der Mitunternehmer die Kapitalgesellschaft beherrscht. Er muss seine bei der Kapitalgesellschaft bestehende Machtstellung in den Dienst des Unternehmens der Personengesellschaft stellen.


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  • Umgehung des Steuerberaterprivilegs mittels eines eingetragenen Vereins?

    Christian Thurow

    FG Köln Urt. v. 7.8.2025 – 13 K 1624/22 (Revision zugelassen)

     

    Im angloamerikanischen Raum ist die Rechts- und Steuerberatung durch Studierende im Rahmen von Law- oder Tax Clinics („Steuerrechtskliniken“ zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft) seit Jahren verbreitet. Dabei erfolgt die kostenlose Beratung durch Studierende der jeweiligen Themengebiete und unter Aufsicht von erfahrenen Berufsträgern. Auch in Deutschland wurde nun der Versuch unternommen, eine solche studentische Tax Law Clinic in der Form eines gemeinnützigen Vereins zu betreiben. Und obwohl es in dem Urteil des Finanzgerichts (FG) Köln auf den ersten Blick um die Frage der Gemeinnützigkeit geht, ist das eigentliche Thema die Grenze der zulässigen Steuerberatung.


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  • Onlinehandel: Widerrufsmöglichkeit per Button

    Mattis Vor dem Berge

    Neue Verpflichtung für Unternehmen im Online-Fernabsatzgeschäft

     

    Ab dem 19.6.2026 gilt eine gesetzliche Neuerung, die den Onlinehandel wesentlich verändern dürfte. Verbraucher sollen Verträge künftig ebenso leicht widerrufen können, wie sie sie abschließen. Der Gesetzgeber schafft dafür eine neue, verpflichtende Funktion: den Widerrufsbutton. Hinter dieser scheinbar einfachen Schaltfläche verbirgt sich ein Prozess, der Unternehmen technische, organisatorische und inhaltliche Anpassungen abverlangt. Wer rechtzeitig handelt, reduziert Risiken und sorgt zugleich für klare und transparente Abläufe im digitalen Vertragsmanagement.


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  • Postzugang eines Verwaltungsakts: Viertagesfrist (seit 1.1.2025)

    BC-Redaktion

    BFH Beschl. v. 17.2.2026 – IX B 95/25

     

    Legt der Steuerpflichtige einen Briefumschlag vor, der einen Aufdruck der Deutschen Post AG mit einem Datum ausweist, das vier Tage nach der Aufgabe zur Post liegt, ist die Bekanntgabevermutung des § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO entkräftet.


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  • Handelsrechtliche Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    Neuer IDW-Entwurf

     

    Ein Entwurf einer neuen IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung (IDW ERS FAB 22) zur einheitlichen oder getrennten handelsrechtlichen Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente wurde vom Fachausschuss Unternehmensberichterstattung des IDW (FAB) verabschiedet. Bis zum 31.7.2026 besteht die Möglichkeit, Stellung zu dem Entwurf zu nehmen.


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  • Betriebsaufspaltung aufgrund Vermietung von Photovoltaik-Dachflächen

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Düsseldorf Urt. v. 19.2.2025 – 5 K 814/22 G, F (Revision eingelegt, Az. BFH: III R 12/25)

     

    Das Finanzgericht (FG) Düsseldorf hat mit seinem Urteil vom 19.2.2025 entschieden, dass die Vermietung von Dachflächen zur Nutzung als Photovoltaik-Dachflächen nicht zu einer Betriebsaufspaltung führt, wenn die vermieteten Dachflächen nur eine untergeordnete Bedeutung für die Betriebsführung haben.


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  • Cybersicherheit: NIS-2-Umsetzung zum 6.3.2026 (!)

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    IDW unterstützt mit neuem Knowledge Paper

     

    Schon bis zum 6.3.2026 (!) müssen bzw. mussten sich betroffene Unternehmen nach dem NIS-2-Umsetzungsgesetz beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registrieren. Das Institut der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) hat wenige Tage zuvor ein neues Knowledge Paper veröffentlicht, um Unternehmen bei der Stärkung ihrer Cybersicherheit zu unterstützen.


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  • Ausblick 2026: Bedeutende BFH-Entscheidungen im Steuerrecht

    Prof. Dr. Christian Zwirner

     

    Anlässlich der Jahrespressekonferenz 2026 am 24.2.2026 veröffentlichte der Bundesfinanzhof (BFH) seinen Jahresbericht 2025. Der Jahresbericht gibt Einblicke in die Geschäftsentwicklung, zentrale Entscheidungen und laufende Revisionen. Für 2026 erwartet der BFH wichtige Urteile in den Bereichen Einkommen-, Körperschaft-, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Bilanzsteuerrecht, Grunderwerb- sowie Kraftfahrzeugsteuer und Verfahrensrecht.


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  • Übertragung von Betriebsvermögen unter Nießbrauchsvorbehalt

    Frank Moormann

    Teil 2: Anwendung neuer BFH-Rechtsprechung im Fall von Mitunternehmerschaften

     

    Wenn im Rahmen der Unternehmensnachfolge Betriebsvermögen auf die nächste Generation übertragen wird, geschieht dies häufig unter dem Vorbehalt des Nießbrauchs. Nachdem in der Vorausgabe die Situation bei Einzelunternehmen beleuchtet wurde (siehe BC-Newsletter vom 5.2.2026), wird an dieser Stelle darauf eingegangen, wie es sich verhält, wenn im Rahmen der Unternehmensnachfolge Anteile an einer Mitunternehmerschaft unter Nießbrauchsvorbehalt übertragen werden. Auch in diesem Bereich hat sich die Rechtslage durch jüngere Rechtsprechung gewandelt, was bei Gestaltungen zu berücksichtigen ist.


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  • Feier des Arbeitgebers anlässlich der Verabschiedung eines Arbeitnehmers: Arbeitslohn?

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 19.11.2025 – VI R 18/24

     

    Führen Aufwendungen des Arbeitgebers für einen Empfang anlässlich der Verabschiedung eines Arbeitnehmers in den Ruhestand bei dem zu Verabschiedenden zu Arbeitslohn? Und wenn nein, in welchem Umfang? Der BFH stellt hierzu verschiedene Kriterien auf.


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  • Omnibus-Änderungen zu CSRD und CSDDD im EU-Amtsblatt veröffentlicht

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    Richtlinie (EU) 2026/470 bringt deutliche Entlastungen bei Nachhaltigkeitsberichten und Lieferkettenpflichten

     

    Die EU hat am 26.2.2026 die Richtlinie (EU) 2026/470 im Amtsblatt veröffentlicht. Die Omnibus-Änderungen begrenzen den Anwendungsbereich der EU-Richtlinie für Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD – Corporate Sustainability Reporting Directive) und verschieben zentrale Fristen des europäischen „Lieferkettengesetzes“ (CSDDD). Die Änderungsrichtlinie tritt am 20. Tag nach der Veröffentlichung in Kraft.


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  • Zur Anpassung von Deckungsrückstellungen von Pensionskassen (VVaG) bei Genehmigung ratierlicher Anpassung durch die BaFin

    Christian Thurow

    FG Berlin-Brandenburg Urt. v. 18.11.2025 – 8 K 8017/23 (Revision zugelassen)

     

    Eine Anpassung der sogenannten Sterbetafeln kann bei Versicherungen eine Erhöhung der Deckungsrückstellungen nötig machen. Umstritten ist, ob die Änderung der Sterbetafeln wertbegründend oder werterhellend ist und in welchem Zeitraum die Zuführung zu erfolgen hat.


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  • Nachhaltigkeitstransformation bleibt trotz nachlassender Dynamik noch Chefsache

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Sustainability Transformation Monitor: Neue Studienergebnisse vom 26.2.2026

     

    Unsichere politische Rahmenbedingungen und fehlende Marktanreize bremsen die Nachhaltigkeitstransformation zunehmend aus. In 73% der Unternehmen ist die Verantwortung für die Nachhaltigkeitstransformation aber weiterhin auf Vorstands- oder Geschäftsführungsebene verankert. Die selbstgesteckten Klimaziele haben überwiegend Bestand. Spezifische Reportinginformationen sind für die Zielerreichung weiterhin erforderlich.


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  • Miet- und Pachtzinsen für die Nutzung des fremden beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögens: Gewerbesteuerliche Hinzurechnung

    Christian Thurow

    Thüringer FG Urt. v. 5.2.2026 – 1 K 183/22 (Revision zugelassen)

     

    Die gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Miet- und Pachtzinsen für (un)bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens ist nur vorzunehmen, soweit die Erträge bei der Ermittlung des Gewinns „abgesetzt“ worden sind. Hierbei rückt nun die Ermittlung der Herstellungskosten in den Fokus, wie aus einem Urteil des Thüringer Finanzgerichts hervorgeht.


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  • FAQ-Katalog der BStBK: Praxisleitfaden für digitale Aufbewahrung

    Prof. Dr. Christian Zwirner

     

    Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) hat einen neuen FAQ-Katalog (FAQ – Frequently Asked Questions, deutsch: häufig gestellte Fragen) zur digitalen Aufbewahrung veröffentlicht. Der Leitfaden bietet Antworten auf zentrale Fragen rund um handels- und steuerrechtliche Aufbewahrungspflichten (inkl. GoBD – Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff), DSGVO-Aspekte sowie die Archivierung von Dokumenten. Behandelt werden Themen wie Aufbewahrungsfristen, digitale Signaturen, E-Mails, Vorsysteme und Systemmigrationen. Unternehmen erhalten praktische Hilfestellungen, um rechtliche Anforderungen zu erfüllen und Prozesse effizienter zu gestalten.

     


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  • Vorsteuerabzug trotz verspäteter Rechnung

    Tim Zumbach und Carina Bögner

    EuG Urt. v. 11.2.2026 – Rs. T 689/24Dyrektor Krajowej Informacji Skarbowej

     

    Das EuG-Urteil vom 11.2.2026 fügt sich in eine Reihe von Entscheidungen ein, mit denen das Gericht die Bedeutung der steuerlichen Neutralität betont. Bereits in früheren Verfahren hatte der Gerichtshof klargestellt, dass formale Mängel heilbar sind, solange keine Gefährdung des Steueraufkommens besteht. Mit der aktuellen Entscheidung wird diese Linie konsequent fortgeführt und weiter präzisiert.


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  • Keine rückwirkende Erhöhung des Fördersatzes für Forschungszulagen durch das Wachstumschancengesetz

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Baden-Württemberg Urt. v. 14.3.2025 – 5 K 2302/24 (Revision eingelegt, Az. BFH: III R 24/25)

     

    Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat mit Urteil vom 14.3.2025 entschieden, dass die Erhöhung des Fördersatzes für KMUs durch das Wachstumschancengesetz nicht rückwirkend gilt.


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  • Aktivierung der Beteiligung an einer Instandhaltungsrückstellung

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 15.1.2026 – IV R 19/23

     

    Muss ein bilanzierender Gewerbetreibender für eine im Betriebsvermögen gehaltene Immobilie Zahlungen in eine von der Wohnungseigentümergemeinschaft gebildete Instandhaltungsrückstellung aktivieren? Oder besteht hier eine sofortige Abzugsfähigkeit? Der BFH beantwortet diese Frage nun eindeutig.


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  • Umsatzsteuer-Voranmeldungen als Einzeltaten der versuchten Steuerhinterziehung

    Christian Thurow

    BGH Urt. v. 10.12.2025 – 1 StR 387/25

     

    „Aus Eins mach Zehn, Und Zwey laß gehn … Und Neun ist Eins, Und Zehn ist keins“ (Goethe). Für Normalsterbliche ist dieses Hexen-Einmal-Eins nur schwer nachvollziehbar, wie an Fausts lakonischer Antwort „Mich dünkt, die Alte spricht im Fieber“ deutlich wird. Auch die Richter des BGH bedienen sich einer gewissen Zahlenmagie, wenn aus sechs Umsatzsteuer-Voranmeldungen drei versuchte Steuerhinterziehungen werden.


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  • (Vorbeugende) Schutzmaßnahmen gegen Insolvenzanfechtung – Warnsignale frühzeitig erkennen und rechtzeitig handeln!

    Dr. Michael H. Thiel und Annika Rüttgers

     

    Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen droht auch im Jahr 2026 aufgrund derzeit anhaltender wirtschaftlicher Belastungen, etwa steigender Kosten, schwindender Rücklagen und/oder globaler Lieferkettenveränderungen, weiterhin deutlich zu steigen und damit auch das Risiko, von der Insolvenz von Geschäftspartnern, z.B. Lieferanten, Händlern oder anderen Dritten, als deren Gläubiger betroffen zu sein (Stichwort: Ausfall von Forderungen und Rückzahlung von vereinnahmten Geldern (Insolvenzanfechtung)).

     


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