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Einkommen-/Lohnsteuer
   

  • Abschläge für Kinder in der Pflegeversicherung: Lohnsteuerliche Folgen der Beitragskorrektur

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

    BMF 28.11.2025, IV C 5 – S 2379/00005/001/018

     

    Der Arbeitgeber ist grundsätzlich zu einer Korrektur des bisherigen Lohnsteuerabzugs bei seinen Arbeitnehmern verpflichtet, wenn er erkennt, dass er die Lohnsteuer bisher nicht vorschriftsmäßig einbehalten hat und dadurch zu wenig Lohnsteuer erhoben worden ist (§ 41c Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG).


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  • Keine Fünftelregelung bei teilweiser Kapitalisierung von Versorgungsbezügen

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 22.11.2023 – VI R 5/21

     

    Als nach der sog. Fünftelregelung ermäßigt zu besteuernde, außerordentliche Einkünfte kommen bei einem Arbeitnehmer insbesondere Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten in Betracht. Fünftelregelung bedeutet: Die Steuer wird für 1/5 dieses Arbeitslohns berechnet und anschließend mit Fünf multipliziert. Die hierfür erforderliche mehrjährige Tätigkeit liegt vor, wenn sie sich mindestens über zwei Kalenderjahre erstreckt und einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten umfasst. Allerdings sind solche außerordentlichen Einkünfte nicht gegeben, wenn eine auf einem Rechtsgrund beruhende Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit in zwei oder mehr Kalenderjahren gezahlt wird.


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  • Wegzugsbesteuerung und „lediglich vorübergehende Abwesenheit“

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 21.12.2022 – I R 55/19

     

    Im Gegensatz zum bekannten Sprichwort „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ findet die Willensbildung manchmal erst dann statt, während man sich bereits auf dem Weg befindet. So steht bei einem Umzug ins Ausland nicht immer fest, ob es sich um eine temporäre oder dauerhafte Verlagerung des Wohnsitzstaats handelt. Dies kann Folgen für die Wegzugsbesteuerung haben.


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  • FAQs zur Inflationsausgleichsprämie

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

    Aktualisierung des BMF vom 5.4.2023

     

    Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmern eine Inflationsausgleichsprämie bis zu einem Betrag von insgesamt 3.000 € im Zeitraum vom 26.10.2022 bis zum 31.12.2024 zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn steuer- und beitragsfrei auszahlen (§ 3 Nr. 11c EStG, § 1 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SvEV). Das Bundesministerium der Finanzen hat auf seiner Internetseite FAQs (Frequently Asked Questions, deutsch: häufig gestellte Fragen) zur Inflationsausgleichsprämie eingestellt und Anfang April 2023 zu zwei aufgetretenen Zweifelsfragen Aktualisierungen vorgenommen.


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  • Betriebsausgaben und Zwangsaufwendungen

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 28.1.2026 – X R 21/23

     

    Bei Verlusten, die durch Straftaten verursacht werden, muss objektiv zweifelsfrei feststehen, dass das auslösende Moment für die in Frage stehende Wertabgabe im betrieblichen und nicht im privaten Bereich liegt.

    Allein der Umstand, dass ein Vermögensverlust durch einen Angehörigen verursacht wurde, schließt die betriebliche Veranlassung nicht zwingend aus. In derartigen Fällen bedarf der objektive, tatsächliche oder wirtschaftliche Zusammenhang mit dem Betrieb zur Abgrenzung von den nicht abziehbaren Kosten der privaten Lebensführung jedoch einer besonders sorgfältigen Prüfung.


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  • Besteuerung der Energiepreispauschale bei Arbeitnehmern

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 11.6.2026 – VI R 15/24

     

    Die Energiepreispauschale von 300 €, die Arbeitgeber im Jahr 2022 an ihre Arbeitnehmer ausgezahlt haben, unterliegt der Einkommensteuer. Die Besteuerung ist verfassungsgemäß.


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  • Gewährung steuerfreier Überlassungen von Vermögensbeteiligungen an Arbeitnehmer: Voraussetzungen

    Christian Thurow

    FG Düsseldorf Urt. v. 23.7.2026 – 8 K 12/22 H(L)) (Revision zugelassen)

     

    Gemäß § 3 Nr. 39 EStG sind Vorteile der Arbeitnehmer im Rahmen eines gegenwärtigen Dienstverhältnisses aus der unentgeltlichen oder verbilligten Überlassung von Vermögensbeteiligungen bis zu einer Grenze steuerfrei. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass das Beteiligungsprogramm allen gegenwärtigen Arbeitnehmern mit mehr als einem Jahr Betriebszugehörigkeit offensteht. Doch gilt dies wirklich für alle Arbeitnehmergruppen?


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  • Strafverteidigungskosten: Abzugsfähigkeit

    Christian Thurow

    FG Niedersachsen, Urt. v. 14.7.2026 – 13 K 108/25 (Revision eingelegt, Az. BFH: VI R 10/26)

     

    Nicht immer erschließen sich juristische Sachverhalte einem allgemeinen Rechtsempfinden. Die steuerliche Abzugsfähigkeit von Strafverteidigungskostennach § 12 Nr. 4 EStG ist hier ein gutes Beispiel.


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  • Nutzung von Elektro‑ und Hybridelektrofahrzeugen u.a. für Privatfahrten sowie für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte/erster Tätigkeitsstätte

    BC-Redaktion

    BMF 21.7.2026, IV C 6 – S 2177/00016/042/056; IV C 5 – S 2334/00087/015

     

    Das Schreiben des Bundesfinanzministeriums der Finanzen (BMF) regelt die ertragsteuerliche Erfassung der Stromkosten bei der Nutzung betrieblicher Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge an häuslichen Ladevorrichtungen. Im Mittelpunkt steht der Nachweis des betrieblichen Stromanteils über einen separaten Zähler oder vereinfacht durch eine neue Strompreispauschale, die auf den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Durchschnittspreisen basiert und für das gesamte Wirtschaftsjahr einheitlich anzuwenden ist.


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  • Verdeckte Gewinnausschüttung durch Geschäftsbesorgungsvertrag

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    FG Münster, Urt. v. 20.5.2026 – 10 K 1001/23 K,G,F (Revision nicht zuzulassen)

     

    Zahlungen von einer Kapitalgesellschaft an eine Gesellschafterin auf Grundlage eines Geschäftsbesorgungsvertrags oder Dienstvertrags sind unter bestimmten Umständen als verdeckte Gewinnausschüttung im Sinne des § 8 Abs. 3 S. 2 KStG zu qualifizieren.

     


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  • Firmenfitness – steuerliche Behandlung von Nutzungsvorteilen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    Bayerisches Landesamt für Steuern, Schreiben vom 4.3.2026

     

    Das Bayerische Landesamt für Steuern (BayLfSt) hat seine bisherige Sicht zur steuerlichen Einordnung von Firmenfitness-Angeboten präzisiert und teilweise verschärft. Besonders praxisrelevant ist dabei, dass auch Kostenbestandteile, die früher teilweise als betriebsfunktional oder nicht lohnrelevant angesehen wurden, nun in die Bewertung einbezogen werden können.


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  • Mitarbeiterbeteiligungen mit negativen Liquidationspräferenzen (sog. Hurdle-Shares): steuerliche Behandlung

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    Bayerisches Landesamt für Steuern, Verfügung vom 28.5.2026

     

    Das Bayerische Landesamt für Steuern (LfSt Bayern) hat in seiner Verfügung die jüngste Rechtsprechung des BFH berücksichtigt. Zeitpunkt der Ausgabe der Anteile sowie der Zufluss von Erlösen aus Mitarbeiterbeteiligungen sind demnach steuerlich getrennt voneinander und unabhängig zu betrachtende Sachverhalte.


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  • FAQ-Katalog zur sozialversicherungspflichtigen, aber steuerfreien Aktivrente

    Aktualisierung durch das Bundesministerium der Finanzen vom 25.6.2026

     

    Seit dem 1. 1. 2026 ist der Arbeitslohn von Arbeitnehmern, die die Regelaltersgrenze erreicht haben und weiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei. Dabei sind andere Steuerbefreiungen (etwa der Übungsleiterfreibetrag) vorrangig anzuwenden und mindern nicht den Aktivrentenfreibetrag. Auch Midijobber (Entgelt 603,01 € bis 2.000 €) profitieren in voller Höhe ihres tatsächlichen Arbeitsentgelts von der Steuerfreiheit, ohne auf die sozialversicherungsrechtlich fiktiv reduzierte beitragspflichtige Einnahme beschränkt zu sein.


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  • Prüfung der Fremdüblichkeit eines Arbeitsvertrags zwischen nahen Angehörigen

    BC-Redaktion

    BFH Beschl. v. 18.11.2025 – VIII B 97/24

     

    Die steuerliche Anerkennung eines Arbeitsvertrags zwischen nahen Angehörigen scheitert nicht allein daran, dass die vertraglich vereinbarten Arbeitszeitnachweise (Stundenzettel) fehlen. Das Fehlen solcher Dokumentationen stellt kein eigenständiges Tatbestandsmerkmal für die Versagung des Betriebsausgabenabzugs dar, sondern ist lediglich ein Indiz (Kennzeichen) im Rahmen der gebotenen Gesamtwürdigung der fremdüblichen Vertragsgestaltung und -durchführung.


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  • Vorsorgepauschale für den Teilbetrag Krankenversicherung bei Dienstordnungsangestellten

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

    BMF 24.6.2026, IV C 5 – S 2367/00012/005/018; DOK: COO.7005.100.215144800

    Im Lohnsteuerabzugsverfahren ist der typisierte Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Krankenversicherung nach § 39b Abs. 2 S. 5 Nr. 3 EStG auch für gesetzlich krankenversicherte Dienstordnungsangestellte (DO-Angestellte) anzusetzen. Die Details und die Voraussetzung regelt das BMF-Schreiben.


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  • Zinsfreie Ratenvereinbarungen künftig ohne steuerpflichtige Kapitalerträge und ohne Schenkung?

    Dr. Christoph Ries

    BFH Urt. v. 24.3.2026 – VIII R 30/24

     

    Nach ständiger Rechtsprechung des BFH und der Auffassung der Finanzverwaltung sind Kaufpreisraten nach § 12 Abs. 3 BewG in einen Zins- und Tilgungsanteil aufzuteilen, wenn die Vertragsparteien eine Verzinsung ausdrücklich ausgeschlossen haben. Die in den erhaltenen Kaufpreisraten enthaltenen Zinsanteile stell(t)en nach bisheriger Auslegung steuerpflichtige Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG dar.


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  • Fortführung des Geschäftsführeramts bei Anteilsveräußerung: Klassifizierung der Vergütung

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Anna Günther

    BFH Urt. v. 3.3.2026 – IX R 1/25

     

    Der Bundesfinanzhof hat zur steuerlichen Behandlung von Zahlungen, die im Zusammenhang mit dem Verkauf von GmbH-Anteilen und der anschließenden Fortführung einer Geschäftsführertätigkeit geleistet werden, Stellung genommen. Die Entscheidung ist insbesondere für Gesellschafter-Geschäftsführer bei Unternehmensverkäufen von praktischer Bedeutung.


     


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  • Grundstückveräußerungen innerhalb von 10 Jahren

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Innerhalb von 10 Jahren sind Grundstücksveräußerungen steuerpflichtig nach § 23 EStG. Fraglich ist, welcher Zeitpunkt für die Veräußerung entscheidend ist.


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  • Fremdwährungsfestgeldanlagen: Steuerliche Behandlung von Kursgewinnen

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Rheinland-Pfalz Urt. v. 8.10.2025 – 4 V 1436/25 (rkr.)

     

    Das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz hat in seinem Urteil vom 8.10.2025 zur steuerlichen Behandlung von Fremdwährungsfestgeldanlagen und der Realisierung von Kursgewinnen nach § 20 Abs. 2 EStG entschieden.


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  • Aufwendungen des häuslichen Arbeitszimmers eines selbständig tätigen Steuerpflichtigen: Aufzeichnungspflicht

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 24.3.2026 – VIII R 6/24

     

    Die steuerliche Berücksichtigung von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer setzt eine zeitnahe Aufzeichnung der Aufwendungen voraus. In einem Urteil konkretisiert der BFH nun, was genau mit zeitnah gemeint ist.


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