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Aktuelle Fachnachrichten

 

  • Auswirkungen des Nahost-Kriegs auf die Berichterstattung zum 31.12.2025

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    Hinweise des IDW zu Auswirkungen auf die Rechnungslegung und Berichterstattung

     

    Der am 28.2.2026 ausgebrochene Krieg zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits sowie die sich hieraus in der Folgezeit ergebenden Auswirkungen betreffen die Wirtschaft und damit auch die Berichterstattung und Rechnungslegung der Unternehmen. Die Hinweise des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) geben eine wertvolle Hilfestellung zum Umgang mit der Situation hinsichtlich der Jahres- und Konzernabschlüsse zum 31.12.2025.


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  • Zur Ausübung des Vorsteuerabzugs

    BC-Redaktion

    BFH Beschl. v. 26.2.2026 – V B 11/25

     


    Zur Klärung der Rechtsfrage, ob der Vorsteuerabzug aus einer unvollständigen Rechnung bereits für den Besteuerungszeitraum des Leistungsbezugs geltend gemacht werden kann, wenn die Rechnungsberichtigung erst nach Ablauf des Voranmeldungs- und Besteuerungszeitraums des Leistungsbezugs zugeht, wird die Revision zugelassen.

    [Leitsatz d. Red.]


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  • Verdeckte Gewinnausschüttung: Anscheinsbeweis für Privatnutzung eines betrieblichen Pkw

    BC-Redaktion

    BFH Beschl. v. 17.12.2025, I B 17/24

    Mit Blick auf die mögliche Privatnutzung eines Firmenwagens durch einen Gesellschafter-Geschäftsführer werden strengere Maßstäbe als bei Arbeitnehmern angesetzt. Selbst wenn für den Gesellschafter-Geschäftsführer offiziell ein Nutzungsverbot ausgesprochen wurde, schließt dies nicht aus, dass er tatsächlich das Firmen-Kfz privat nutzt. Aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung spricht der Beweis des ersten Anscheins dafür, dass ein (Allein-)Gesellschafter-Geschäftsführer einen ihm zur Verfügung stehenden betrieblichen Pkw auch für private Fahrten nutzt.

    [Leitsatz d. Red.]


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  • Ertragsteuerrechtliche Organschaft: Gewinnabführungsvertrag muss gebucht und rechtzeitig umgesetzt werden

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 5.11.2025, I R 37/22

     

    1. Für die Anerkennung einer steuerlichen Organschaft reicht es nicht aus, dass die Gewinnabführungsverpflichtungen nur tatsächlich erfüllt werden. Zusätzlich müssen diese Forderungen und Verbindlichkeiten auch in den Jahresabschlüssen der Unternehmen gebucht werden.
    2. Die Gewinnabführungsverpflichtungen müssen zeitnah erfüllt werden. Als Richtwert gilt eine Frist von zwölf Monaten nach Fälligkeit der Ansprüche. Eine Erfüllung erst Jahre später ist zu spät und führt zur Nichtanerkennung der Organschaft.

    [Leitsätze d. Red.]


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  • KI-Einsatz in Rechtsabteilungen: Erkenntnisse für Rechnungswesen und Controlling

    Christian Thurow

    Future Ready Lawyer Studie 2026

     

    Der Informationsdienstleister Wolters Kluwer hat in der Kalenderwoche 11 die Future Ready Lawyer Studie 2026 veröffentlicht. Diese befasst sich mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Rechtsabteilungen und Kanzleien. Doch auch für Bilanzbuchhalter und Controller bietet die Studie einige interessante Erkenntnisse.


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  • GmbH-Beteiligung: Nur Kapitalbeteiligung oder Sonderbetriebsvermögen?

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    BFH Urt. v. 25.9.2025 – IV R 12/23

     

    Eine Tochter-Kapitalgesellschaft erfüllt eine wesentliche wirtschaftliche Funktion ihrer Mutter-Personengesellschaft im Sinne der Rechtsprechung zur Qualifizierung von Kapitalbeteiligungen als notwendiges Sonderbetriebsvermögen II nicht bereits dadurch, dass sie der Muttergesellschaft allein aufgrund deren finanzieller Beteiligung die Teilhabe an den von ihr erzielten Vermögensmehrungen ermöglicht. Die Annahme von Sonderbetriebsvermögen II setzt neben der wirtschaftlichen Verflechtung zwischen der Personengesellschaft und der Kapitalgesellschaft kumulativ voraus, dass der Mitunternehmer die Kapitalgesellschaft beherrscht. Er muss seine bei der Kapitalgesellschaft bestehende Machtstellung in den Dienst des Unternehmens der Personengesellschaft stellen.


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  • Umgehung des Steuerberaterprivilegs mittels eines eingetragenen Vereins?

    Christian Thurow

    FG Köln Urt. v. 7.8.2025 – 13 K 1624/22 (Revision zugelassen)

     

    Im angloamerikanischen Raum ist die Rechts- und Steuerberatung durch Studierende im Rahmen von Law- oder Tax Clinics („Steuerrechtskliniken“ zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft) seit Jahren verbreitet. Dabei erfolgt die kostenlose Beratung durch Studierende der jeweiligen Themengebiete und unter Aufsicht von erfahrenen Berufsträgern. Auch in Deutschland wurde nun der Versuch unternommen, eine solche studentische Tax Law Clinic in der Form eines gemeinnützigen Vereins zu betreiben. Und obwohl es in dem Urteil des Finanzgerichts (FG) Köln auf den ersten Blick um die Frage der Gemeinnützigkeit geht, ist das eigentliche Thema die Grenze der zulässigen Steuerberatung.


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  • Onlinehandel: Widerrufsmöglichkeit per Button

    Mattis Vor dem Berge

    Neue Verpflichtung für Unternehmen im Online-Fernabsatzgeschäft

     

    Ab dem 19.6.2026 gilt eine gesetzliche Neuerung, die den Onlinehandel wesentlich verändern dürfte. Verbraucher sollen Verträge künftig ebenso leicht widerrufen können, wie sie sie abschließen. Der Gesetzgeber schafft dafür eine neue, verpflichtende Funktion: den Widerrufsbutton. Hinter dieser scheinbar einfachen Schaltfläche verbirgt sich ein Prozess, der Unternehmen technische, organisatorische und inhaltliche Anpassungen abverlangt. Wer rechtzeitig handelt, reduziert Risiken und sorgt zugleich für klare und transparente Abläufe im digitalen Vertragsmanagement.


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  • Postzugang eines Verwaltungsakts: Viertagesfrist (seit 1.1.2025)

    BC-Redaktion

    BFH Beschl. v. 17.2.2026 – IX B 95/25

     

    Legt der Steuerpflichtige einen Briefumschlag vor, der einen Aufdruck der Deutschen Post AG mit einem Datum ausweist, das vier Tage nach der Aufgabe zur Post liegt, ist die Bekanntgabevermutung des § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO entkräftet.


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  • Handelsrechtliche Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    Neuer IDW-Entwurf

     

    Ein Entwurf einer neuen IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung (IDW ERS FAB 22) zur einheitlichen oder getrennten handelsrechtlichen Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente wurde vom Fachausschuss Unternehmensberichterstattung des IDW (FAB) verabschiedet. Bis zum 31.7.2026 besteht die Möglichkeit, Stellung zu dem Entwurf zu nehmen.


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  • Betriebsaufspaltung aufgrund Vermietung von Photovoltaik-Dachflächen

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Düsseldorf Urt. v. 19.2.2025 – 5 K 814/22 G, F (Revision eingelegt, Az. BFH: III R 12/25)

     

    Das Finanzgericht (FG) Düsseldorf hat mit seinem Urteil vom 19.2.2025 entschieden, dass die Vermietung von Dachflächen zur Nutzung als Photovoltaik-Dachflächen nicht zu einer Betriebsaufspaltung führt, wenn die vermieteten Dachflächen nur eine untergeordnete Bedeutung für die Betriebsführung haben.


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  • Cybersicherheit: NIS-2-Umsetzung zum 6.3.2026 (!)

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    IDW unterstützt mit neuem Knowledge Paper

     

    Schon bis zum 6.3.2026 (!) müssen bzw. mussten sich betroffene Unternehmen nach dem NIS-2-Umsetzungsgesetz beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registrieren. Das Institut der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) hat wenige Tage zuvor ein neues Knowledge Paper veröffentlicht, um Unternehmen bei der Stärkung ihrer Cybersicherheit zu unterstützen.


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  • Ausblick 2026: Bedeutende BFH-Entscheidungen im Steuerrecht

    Prof. Dr. Christian Zwirner

     

    Anlässlich der Jahrespressekonferenz 2026 am 24.2.2026 veröffentlichte der Bundesfinanzhof (BFH) seinen Jahresbericht 2025. Der Jahresbericht gibt Einblicke in die Geschäftsentwicklung, zentrale Entscheidungen und laufende Revisionen. Für 2026 erwartet der BFH wichtige Urteile in den Bereichen Einkommen-, Körperschaft-, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Bilanzsteuerrecht, Grunderwerb- sowie Kraftfahrzeugsteuer und Verfahrensrecht.


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  • Übertragung von Betriebsvermögen unter Nießbrauchsvorbehalt

    Frank Moormann

    Teil 2: Anwendung neuer BFH-Rechtsprechung im Fall von Mitunternehmerschaften

     

    Wenn im Rahmen der Unternehmensnachfolge Betriebsvermögen auf die nächste Generation übertragen wird, geschieht dies häufig unter dem Vorbehalt des Nießbrauchs. Nachdem in der Vorausgabe die Situation bei Einzelunternehmen beleuchtet wurde (siehe BC-Newsletter vom 5.2.2026), wird an dieser Stelle darauf eingegangen, wie es sich verhält, wenn im Rahmen der Unternehmensnachfolge Anteile an einer Mitunternehmerschaft unter Nießbrauchsvorbehalt übertragen werden. Auch in diesem Bereich hat sich die Rechtslage durch jüngere Rechtsprechung gewandelt, was bei Gestaltungen zu berücksichtigen ist.


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  • Feier des Arbeitgebers anlässlich der Verabschiedung eines Arbeitnehmers: Arbeitslohn?

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 19.11.2025 – VI R 18/24

     

    Führen Aufwendungen des Arbeitgebers für einen Empfang anlässlich der Verabschiedung eines Arbeitnehmers in den Ruhestand bei dem zu Verabschiedenden zu Arbeitslohn? Und wenn nein, in welchem Umfang? Der BFH stellt hierzu verschiedene Kriterien auf.


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  • Omnibus-Änderungen zu CSRD und CSDDD im EU-Amtsblatt veröffentlicht

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    Richtlinie (EU) 2026/470 bringt deutliche Entlastungen bei Nachhaltigkeitsberichten und Lieferkettenpflichten

     

    Die EU hat am 26.2.2026 die Richtlinie (EU) 2026/470 im Amtsblatt veröffentlicht. Die Omnibus-Änderungen begrenzen den Anwendungsbereich der EU-Richtlinie für Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD – Corporate Sustainability Reporting Directive) und verschieben zentrale Fristen des europäischen „Lieferkettengesetzes“ (CSDDD). Die Änderungsrichtlinie tritt am 20. Tag nach der Veröffentlichung in Kraft.


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  • Zur Anpassung von Deckungsrückstellungen von Pensionskassen (VVaG) bei Genehmigung ratierlicher Anpassung durch die BaFin

    Christian Thurow

    FG Berlin-Brandenburg Urt. v. 18.11.2025 – 8 K 8017/23 (Revision zugelassen)

     

    Eine Anpassung der sogenannten Sterbetafeln kann bei Versicherungen eine Erhöhung der Deckungsrückstellungen nötig machen. Umstritten ist, ob die Änderung der Sterbetafeln wertbegründend oder werterhellend ist und in welchem Zeitraum die Zuführung zu erfolgen hat.


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  • Fremdüblichkeit einer auf Entgeltumwandlung beruhenden Pensionszusage

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    BFH Urt. v. 19.11.2025 – I R 50/22

     

    Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit seinem Urteil vom 19.11.2025 die steuerliche Anerkennung von arbeitnehmerfinanzierten Pensionszusagen für angestellte Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH in einigen Punkten erleichtert.


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  • Nachhaltigkeitstransformation bleibt trotz nachlassender Dynamik noch Chefsache

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Sustainability Transformation Monitor: Neue Studienergebnisse vom 26.2.2026

     

    Unsichere politische Rahmenbedingungen und fehlende Marktanreize bremsen die Nachhaltigkeitstransformation zunehmend aus. In 73% der Unternehmen ist die Verantwortung für die Nachhaltigkeitstransformation aber weiterhin auf Vorstands- oder Geschäftsführungsebene verankert. Die selbstgesteckten Klimaziele haben überwiegend Bestand. Spezifische Reportinginformationen sind für die Zielerreichung weiterhin erforderlich.


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  • Miet- und Pachtzinsen für die Nutzung des fremden beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögens: Gewerbesteuerliche Hinzurechnung

    Christian Thurow

    Thüringer FG Urt. v. 5.2.2026 – 1 K 183/22 (Revision zugelassen)

     

    Die gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Miet- und Pachtzinsen für (un)bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens ist nur vorzunehmen, soweit die Erträge bei der Ermittlung des Gewinns „abgesetzt“ worden sind. Hierbei rückt nun die Ermittlung der Herstellungskosten in den Fokus, wie aus einem Urteil des Thüringer Finanzgerichts hervorgeht.


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