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Körperschaftsteuerliche Behandlung von Fremdwährungsverlusten in Konzernfällen

Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

Landesamt für Steuern Niedersachsen, Vfg. v. 29.5.2025, S 2750-a-St 241-980/2023-2066/2023

 

Ergänzt wurde die Verfügung vom 15.4.2020 und dabei klargestellt, dass Fremdwährungsverluste, die nach dem 31.12.2021 eingetreten sind, nicht zu den Gewinnminderungen im Sinne des § 8b Abs. 3 S. 4 und 5 KStG zählen.


 

Praxis-Info!

 

Anwendung des § 8b Abs. 3 S. 4 ff. KStG bei fremdüblicher Absicherung von Kursverlusten

Nach § 8b Abs. 3 S. 4 KStG sind Gewinnminderungen im Zusammenhang mit einer Darlehensforderung oder Gewinnminderungen aus der Inanspruchnahme von Sicherheiten, die für ein Darlehen hingegeben wurden, steuerlich unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu berücksichtigen. Hierunter fallen Gewinnminderungen im Zusammenhang mit einer Darlehensforderung, wenn das Darlehen von einem Gesellschafter gewährt wird, der zu mehr als einem Viertel mittelbar oder unmittelbar an der Körperschaft beteiligt ist, der das Darlehen gewährt wurde. Der § 8b Abs. 3 S. 4 KStG erfasst nach dem Wortlaut nur das Darlehen. Gewinnminderungen können auch infolge von Wechselkursveränderungen eintreten. Auch diese Wechselkursverluste werden vom Wortlaut der Vorschrift erfasst. Gegenläufige Erträge aus Sicherungsgeschäften können hierbei nicht saldierend einbezogen werden.

Das Abzugsverbot greift dagegen nicht, wenn ein fremder Dritter das Darlehen gewährt oder noch nicht zurückgefordert hätte („Gegenbeweis“, § 8b Abs. 3 S. 6 KStG). Der Gegenbeweis ist nur möglich, wenn nicht allein das Währungskursrisiko, sondern das gesamte Darlehen fremdüblich abgesichert ist.

Wenn isoliert nur das Währungskursrisiko fremdüblich abgesichert wurde (während andere Bedingungen des Darlehens einem Fremdvergleich nicht standhalten), kann dies nicht zu einer partiellen Nichtanwendung des § 8b Abs. 3 S. 4 KStG allein für die Währungskursverluste führen.

Dies gilt nicht für Währungskursverluste, die nach dem 31.12.2021 eintreten. Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts vom 25.6.2021 (BGBl. I 2021, 2050) wurde der § 8b Abs. 3 S. 6 KStG eingefügt. Hiernach gelten Währungskursverluste nicht (mehr) als Gewinnminderungen im Sinne von § 8b Abs. 3 S. 4 und 5 KStG.

 

WP/StB Kai Peter Künkele, Dr. Kleeberg & Partner GmbH WPG StBG, München (www.kleeberg.de)

WP Sanja Mitrovic, Dr. Kleeberg & Partner GmbH WPG StBG, München

 

 

BC 9/2026

BC20260902

 

 

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