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  • Handels- und steuerbilanzielle Behandlung des Erwerbs eigener Anteile

    Prof. Dr. Christian Zwirner, Michael Vodermeier und Patrick Reinhardt

    BMF 16.10.2026, IV C 2 – S 2742/00111/003/021

     

    Mit diesem Schreiben hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) die bisherigen Vorgaben zur steuerrechtlichen Behandlung des Erwerbs eigener Anteile aus seinem Schreiben vom 27.11.2013 (BStBl. I 2013, 1615) konkretisiert. Bei kurzfristigem Eigenhandel mit eigenen Anteilen ist für die Veränderung des steuerlichen Einlagekontos nicht jeder einzelne An- und Verkauf maßgeblich, sondern die Bestandsveränderung zum jeweiligen Bilanzstichtag.


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  • Nachweis einer kürzeren Nutzungsdauer bei der Gebäudeabschreibung

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG München Urt. v. 26.6.2026 – 8 K 1147/23 (rkr.)

     

    Das Finanzgericht (FG) München hat in seinem Urteil die Gebäudeabschreibung auf einen kürzeren Zeitraum als dem, der dem gesetzlichen Abschreibungssatz nach § 7 Abs. 4 S. 2 EStG zugrunde liegt, zugelassen.


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  • Neue Anforderungen des IDW an die Berichterstattung im Bestätigungsvermerk

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Der Abschlussprüfer muss künftig im Rahmen der gesetzlichen Abschlussprüfung beurteilen, ob das geprüfte Unternehmen im vorangegangenen Geschäftsjahr zur Offenlegung eines Ertragsteuerinformationsberichts verpflichtet war und ob es dieser Verpflichtung nachgekommen ist. Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) erläutert die Anforderungen an die erforderlichen Prüfungshandlungen sowie die Berichterstattung im Bestätigungsvermerk und im Prüfungsbericht.


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  • Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    LfSt Niedersachsen, Verfügung vom 26.8.2026

     

    Das Landesfinanzamt (LfSt) Niedersachsen hat die Grundsätze zur Bildung und Bewertung von Rückstellungen für künftige Aufwendungen aus der gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen zusammengefasst. Die Verfügung bestätigt im Kern die bisherige Handlungspraxis, präzisiert jedoch insbesondere den Umfang der berücksichtigungsfähigen Unterlagen und Kosten sowie die Berechnungsmethodik.


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  • PwC-Studie: Managed Accounting & Reporting Services 2026

    Christian Thurow

     

    Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hat im Oktober 2026 eine Studie zur Transformation des Rechnungswesens veröffentlicht. Neben Themen wie strategische Bedeutung des Rechnungswesens und Fachkräftemangel fokussiert die Studie auch auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Rechnungswesen.


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  • Leitlinien zur KI-Transformation im Finanzwesen

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Appell anlässlich des 80. Deutschen Betriebswirtschafter-Tags (DBT)

     

    Aktuell im September/Oktober 2026 vorgelegte Stellungnahmen ordnen die Wirkungen der rasend schnellen KI-Transformation zwischen Goldgräber- und Weltuntergangsstimmung ein. Ein am 6.10.2026 in Düsseldorf anlässlich des 80. DBT 2026 vorgelegtes 10-Leitlinien-Papier veranschaulicht aus der Sicht von Rechnungslegung, Abschlussprüfung und Unternehmensführung (Accounting, Auditing & Governance), wie groß einerseits der Transformationsbedarf in Unternehmen ist, um Chancen zu wahren bzw. nicht abgehängt zu werden – und wie umfassend andererseits im Risikomanagement die Aufgabenstellungen sind, um Risiken beherrschbar zu halten.


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  • Zur Gewinngrenze für die Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags nach § 7g EStG

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 18.6.2026 – III R 38/23

     

    Unter dem Begriff „Gewinn“ in § 7g Abs. 1 S. 2 Nr. 1 EStG ist der steuerliche Gewinn im Sinne von § 2 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 EStG zu verstehen.

    Bei der Prüfung der 200.000 €-Gewinngrenze sind deshalb alle außerbilanziellen Korrekturen zu berücksichtigen. Das betrifft auch die nach § 4 Abs. 5b EStG hinzuzurechnende Gewerbesteuer.


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  • Passiver Rechnungsabgrenzungsposten setzt künftige Gegenleistung voraus

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Patrick Reinhardt

    FG Münster Urt. v. 17.3.2026 – 2 K 2199/23 E (Revision nicht zugelassen)

     

    Das Finanzgericht (FG) Münster hat entschieden, dass im Fall einer Zahlung für einen Bergschadensverzicht kein passiver Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) gebildet werden darf. Der Entscheidung ist zu entnehmen, dass ein bloß wirtschaftlicher Bezug der Zahlung zu zukünftigen Zeiträumen nicht genügt. Der Zahlungsempfänger muss nach dem Abschlussstichtag noch eine rechtlich durchsetzbare Gegenleistung erbringen.


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  • Pensionsrückstellungen: Neue Grundsätze für fondsabhängige Zusagen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    BMF 17.9.2026, IV C 6 – S 2176/00030/001/054

     

    Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat sich zur steuerlichen Behandlung von fonds- und wertpapierabhängigen Pensionszusagen geäußert und damit auf die Rechtsprechung des BFH reagiert. Danach können auch für beitragsorientierte Leistungszusagen ohne garantierte Mindestleistungen Pensionsrückstellungen gebildet werden. Maßgeblich sind grundsätzlich die Wertverhältnisse am Bilanzstichtag; zugesagte Mindestleistungen bleiben zu berücksichtigen.


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  • Reinvestitionsrücklage: Übertragung stiller Reserven auf Wirtschaftsgüter einer KGaA

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 21.5.2026 – IV R 21/23

     

    Stille Reserven aus einer bei einer Mitunternehmerschaft gebildeten Rücklage nach § 6b Abs. 3 EStG können auch auf Anschaffungskosten von Wirtschaftsgütern einer KGaA übertragen werden, an der die Mitunternehmer als persönlich haftende Gesellschafter beteiligt sind.


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  • IFRS 18: Ausweis von Währungsdifferenzen aus konzerninternen Darlehen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Patrick Reinhardt

     

    IFRS 18 bringt ab 2027 neue Vorgaben für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung mit sich. Erträge und Aufwendungen sind künftig betriebswirtschaftlichen Kategorien zuzuordnen. Bei konzerninternen Fremdwährungsdarlehen entsteht eine Besonderheit: Darlehen und Zinsen werden konsolidiert, während Währungsdifferenzen erfolgswirksam verbleiben können. Damit stellt sich die Frage nach ihrer sachgerechten Kategorisierung.


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  • Rückstellungen für Arbeitsfreistellungen und sonstige Zusatzleistungen im Zusammenhang mit Arbeitsverträgen

    Christian Thurow

    BMF 4.9.2026, IV C 6 – S 2137/00025/007/039

     

    Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat in einem Schreiben den Rahmen für die Rückstellungsbildung bei Arbeitsfreistellungen und sonstigen mit dem Arbeitsvertrag in Zusammenhang stehenden Leistungen gesetzt.

    Zunächst weist das BMF darauf hin, dass es sich bei Arbeitsverträgen und damit im Zusammenhang stehenden sonstigen Vereinbarungen um Dauerschuldverhältnisse handelt, die von den Beteiligten noch nicht vollständig erfüllt worden sind. Bei der Rückstellungsbildung ist zuerst zu prüfen, ob die jeweiligen Verpflichtungen vor oder nach dem vertraglich festgelegten Ende der Arbeitsleistungen zu erfüllen sind.


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  • Ableitung von Lizenzraten in der Markenbewertung: Kaufpreisallokationen als zusätzlicher Anhaltspunkt

    Sanja Mitrovic und Laura Zwirner

     

    Marken zählen zu den wichtigsten immateriellen Werttreibern eines Unternehmens. In der Bewertungspraxis kommt häufig die Lizenzpreisanalogie zum Einsatz. Besonders anspruchsvoll ist dabei die Bestimmung einer angemessenen Lizenzrate. Ergänzend zu Vertragsdatenbanken und Profit-Split-Überlegungen können veröffentlichte Markenwerte aus Kaufpreisallokationen (Allokation = Zuteilung, Zuordnung, Zuweisung) herangezogen werden, um implizite Lizenzraten retrograd (zurückschreitend) abzuleiten.


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  • Bilanzierung von KI-Systemen und Softwareentwicklung nach HGB – Eigenentwicklung und Lizenzmodelle im Vergleich

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Unternehmenspraxis – das Handelsrecht hingegen kennt weder Software noch KI als eigenständige Bilanzierungsobjekte. Maßgeblich sind die allgemeinen Grundsätze für immaterielle Vermögensgegenstände. Ob und in welchem Umfang zu aktivieren ist, hängt entscheidend von der Beschaffungsform ab: Eigenentwicklung, entgeltlicher Erwerb oder cloudbasierter Bezug.


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  • Bilanzierung des Namensrechts von Influencern

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Berlin-Brandenburg Urt. v. 22.4.2026 – 1 K 1124/25 (Revision eingelegt, Az. BFH: X R 17/26)

     

    Das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg urteilte zur Aktivierungs- und Abschreibungsfähigkeit des kommerzialisierbaren Teils von Namensrechten.

     


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  • Deutscher Corporate Governance Kodex: Regierungskommission schlägt kompaktere Fassung vor

    Prof. Dr. Christian Zwirner

     

    Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex will den DCGK 2022 verschlanken: Zahlreiche Empfehlungen sollen entfallen, vereinfacht oder zu unverbindlichen Anregungen herabgestuft werden. Inhaltlich bleibt es jedoch bei den bestehenden Standards guter Unternehmensführung. Die Konsultation läuft bis zum 4.9.2026.


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  • Fortführung der Geschäftstätigkeit: Erweiterte Prüfungspflichten und neue Berichtsanforderungen

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    ISA 570 (Revised 2024)

     

    Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat ISA [E-DE] 570 (Revised 2024) „Fortführung der Geschäftstätigkeit“ veröffentlicht, der IDW PS 270 n.F. ersetzt. Zentrale Neuerungen: Der Betrachtungszeitraum beginnt künftig 12 Monate ab Abschlussgenehmigung (nicht ab Stichtag), was zu einer faktischen Verlängerung führt. Neu ist die Pflicht zu einem separaten Abschnitt „Fortführung der Geschäftstätigkeit“ im Bestätigungsvermerk – auch ohne wesentliche Unsicherheit. Der Standard verschärft die Risikobeurteilung und reagiert damit auf internationale Unternehmensinsolvenzen.


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  • Übermittlung einer E-Bilanz: Keine Pflicht für die atypisch stille Gesellschaft

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Hessen Urt. v. 11.9.2025 – 4 K 1163/24 (Revision eingelegt, Az. BFH: IV R 15/25)

     

    Das Finanzgericht (FG) Hessen hat ein Urteil zur Verpflichtung zur Einreichung einer E-Bilanz bei einer atypisch stillen Gesellschaft gefällt und sich dabei auch mit Fragen zur Gewinnermittlung beschäftigt.


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  • HEUBECK-Richttafeln 2018 G bleiben vorerst „Best Estimate“ für Pensionsbewertungen

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    DAV-Ergebnisbericht

    Die Deutsche Aktuarvereinigung e.V. (DAV) legt mit ihrem aktuellen Ergebnisbericht ein Monitoring der HEUBECK-Richttafeln 2018 G für den Zeitraum 2016 bis 2024 vor. Fazit: Die RT 2018 G erfüllen weiterhin die Anforderungen an einen bestmöglichen Schätzwert zur Abbildung von Versorgungsverpflichtungen in den Arbeitgeberbilanzen.


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  • Handelsrechtliche Bilanzierung virtueller Aktienoptionen als Entgelt für Beratungsleistungen

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    In einer aktuellen „Fachlichen Frage“ befasst sich das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) im Mitglieder-Magazin „IDW Life“ mit der bilanziellen Behandlung virtueller Aktienoptionen, die ein Beratungsunternehmen anstelle einer Barvergütung für erbrachte Beratungsleistungen erhält. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wann eine Umsatzrealisierung beim Leistungserbringer erfolgen darf und unter welchen Voraussetzungen der Leistungsempfänger hierfür eine Rückstellung zu bilden hat.


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