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  • Zur Gewinngrenze für die Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags nach § 7g EStG

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 18.6.2026 – III R 38/23

     

    Unter dem Begriff „Gewinn“ in § 7g Abs. 1 S. 2 Nr. 1 EStG ist der steuerliche Gewinn im Sinne von § 2 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 EStG zu verstehen.

    Bei der Prüfung der 200.000 €-Gewinngrenze sind deshalb alle außerbilanziellen Korrekturen zu berücksichtigen. Das betrifft auch die nach § 4 Abs. 5b EStG hinzuzurechnende Gewerbesteuer.


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  • Passiver Rechnungsabgrenzungsposten setzt künftige Gegenleistung voraus

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Patrick Reinhardt

    FG Münster Urt. v. 17.3.2026 – 2 K 2199/23 E (Revision nicht zugelassen)

     

    Das Finanzgericht (FG) Münster hat entschieden, dass im Fall einer Zahlung für einen Bergschadensverzicht kein passiver Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) gebildet werden darf. Der Entscheidung ist zu entnehmen, dass ein bloß wirtschaftlicher Bezug der Zahlung zu zukünftigen Zeiträumen nicht genügt. Der Zahlungsempfänger muss nach dem Abschlussstichtag noch eine rechtlich durchsetzbare Gegenleistung erbringen.


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  • Pensionsrückstellungen: Neue Grundsätze für fondsabhängige Zusagen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    BMF 17.9.2026, IV C 6 – S 2176/00030/001/054

     

    Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat sich zur steuerlichen Behandlung von fonds- und wertpapierabhängigen Pensionszusagen geäußert und damit auf die Rechtsprechung des BFH reagiert. Danach können auch für beitragsorientierte Leistungszusagen ohne garantierte Mindestleistungen Pensionsrückstellungen gebildet werden. Maßgeblich sind grundsätzlich die Wertverhältnisse am Bilanzstichtag; zugesagte Mindestleistungen bleiben zu berücksichtigen.


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  • Reinvestitionsrücklage: Übertragung stiller Reserven auf Wirtschaftsgüter einer KGaA

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 21.5.2026 – IV R 21/23

     

    Stille Reserven aus einer bei einer Mitunternehmerschaft gebildeten Rücklage nach § 6b Abs. 3 EStG können auch auf Anschaffungskosten von Wirtschaftsgütern einer KGaA übertragen werden, an der die Mitunternehmer als persönlich haftende Gesellschafter beteiligt sind.


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  • IFRS 18: Ausweis von Währungsdifferenzen aus konzerninternen Darlehen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Patrick Reinhardt

     

    IFRS 18 bringt ab 2027 neue Vorgaben für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung mit sich. Erträge und Aufwendungen sind künftig betriebswirtschaftlichen Kategorien zuzuordnen. Bei konzerninternen Fremdwährungsdarlehen entsteht eine Besonderheit: Darlehen und Zinsen werden konsolidiert, während Währungsdifferenzen erfolgswirksam verbleiben können. Damit stellt sich die Frage nach ihrer sachgerechten Kategorisierung.


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  • Rückstellungen für Arbeitsfreistellungen und sonstige Zusatzleistungen im Zusammenhang mit Arbeitsverträgen

    Christian Thurow

    BMF 4.9.2026, IV C 6 – S 2137/00025/007/039

     

    Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat in einem Schreiben den Rahmen für die Rückstellungsbildung bei Arbeitsfreistellungen und sonstigen mit dem Arbeitsvertrag in Zusammenhang stehenden Leistungen gesetzt.

    Zunächst weist das BMF darauf hin, dass es sich bei Arbeitsverträgen und damit im Zusammenhang stehenden sonstigen Vereinbarungen um Dauerschuldverhältnisse handelt, die von den Beteiligten noch nicht vollständig erfüllt worden sind. Bei der Rückstellungsbildung ist zuerst zu prüfen, ob die jeweiligen Verpflichtungen vor oder nach dem vertraglich festgelegten Ende der Arbeitsleistungen zu erfüllen sind.


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  • Ableitung von Lizenzraten in der Markenbewertung: Kaufpreisallokationen als zusätzlicher Anhaltspunkt

    Sanja Mitrovic und Laura Zwirner

     

    Marken zählen zu den wichtigsten immateriellen Werttreibern eines Unternehmens. In der Bewertungspraxis kommt häufig die Lizenzpreisanalogie zum Einsatz. Besonders anspruchsvoll ist dabei die Bestimmung einer angemessenen Lizenzrate. Ergänzend zu Vertragsdatenbanken und Profit-Split-Überlegungen können veröffentlichte Markenwerte aus Kaufpreisallokationen (Allokation = Zuteilung, Zuordnung, Zuweisung) herangezogen werden, um implizite Lizenzraten retrograd (zurückschreitend) abzuleiten.


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  • Bilanzierung von KI-Systemen und Softwareentwicklung nach HGB – Eigenentwicklung und Lizenzmodelle im Vergleich

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Unternehmenspraxis – das Handelsrecht hingegen kennt weder Software noch KI als eigenständige Bilanzierungsobjekte. Maßgeblich sind die allgemeinen Grundsätze für immaterielle Vermögensgegenstände. Ob und in welchem Umfang zu aktivieren ist, hängt entscheidend von der Beschaffungsform ab: Eigenentwicklung, entgeltlicher Erwerb oder cloudbasierter Bezug.


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  • Bilanzierung des Namensrechts von Influencern

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Berlin-Brandenburg Urt. v. 22.4.2026 – 1 K 1124/25 (Revision eingelegt, Az. BFH: X R 17/26)

     

    Das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg urteilte zur Aktivierungs- und Abschreibungsfähigkeit des kommerzialisierbaren Teils von Namensrechten.

     


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  • Deutscher Corporate Governance Kodex: Regierungskommission schlägt kompaktere Fassung vor

    Prof. Dr. Christian Zwirner

     

    Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex will den DCGK 2022 verschlanken: Zahlreiche Empfehlungen sollen entfallen, vereinfacht oder zu unverbindlichen Anregungen herabgestuft werden. Inhaltlich bleibt es jedoch bei den bestehenden Standards guter Unternehmensführung. Die Konsultation läuft bis zum 4.9.2026.


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  • Fortführung der Geschäftstätigkeit: Erweiterte Prüfungspflichten und neue Berichtsanforderungen

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    ISA 570 (Revised 2024)

     

    Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat ISA [E-DE] 570 (Revised 2024) „Fortführung der Geschäftstätigkeit“ veröffentlicht, der IDW PS 270 n.F. ersetzt. Zentrale Neuerungen: Der Betrachtungszeitraum beginnt künftig 12 Monate ab Abschlussgenehmigung (nicht ab Stichtag), was zu einer faktischen Verlängerung führt. Neu ist die Pflicht zu einem separaten Abschnitt „Fortführung der Geschäftstätigkeit“ im Bestätigungsvermerk – auch ohne wesentliche Unsicherheit. Der Standard verschärft die Risikobeurteilung und reagiert damit auf internationale Unternehmensinsolvenzen.


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  • Übermittlung einer E-Bilanz: Keine Pflicht für die atypisch stille Gesellschaft

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Hessen Urt. v. 11.9.2025 – 4 K 1163/24 (Revision eingelegt, Az. BFH: IV R 15/25)

     

    Das Finanzgericht (FG) Hessen hat ein Urteil zur Verpflichtung zur Einreichung einer E-Bilanz bei einer atypisch stillen Gesellschaft gefällt und sich dabei auch mit Fragen zur Gewinnermittlung beschäftigt.


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  • HEUBECK-Richttafeln 2018 G bleiben vorerst „Best Estimate“ für Pensionsbewertungen

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    DAV-Ergebnisbericht

    Die Deutsche Aktuarvereinigung e.V. (DAV) legt mit ihrem aktuellen Ergebnisbericht ein Monitoring der HEUBECK-Richttafeln 2018 G für den Zeitraum 2016 bis 2024 vor. Fazit: Die RT 2018 G erfüllen weiterhin die Anforderungen an einen bestmöglichen Schätzwert zur Abbildung von Versorgungsverpflichtungen in den Arbeitgeberbilanzen.


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  • Handelsrechtliche Bilanzierung virtueller Aktienoptionen als Entgelt für Beratungsleistungen

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    In einer aktuellen „Fachlichen Frage“ befasst sich das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) im Mitglieder-Magazin „IDW Life“ mit der bilanziellen Behandlung virtueller Aktienoptionen, die ein Beratungsunternehmen anstelle einer Barvergütung für erbrachte Beratungsleistungen erhält. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wann eine Umsatzrealisierung beim Leistungserbringer erfolgen darf und unter welchen Voraussetzungen der Leistungsempfänger hierfür eine Rückstellung zu bilden hat.


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  • Befreiung von der Konzernrechnungslegungspflicht nach § 290 Abs. 5 HGB – Bedeutung assoziierter Unternehmen

    Prof. Dr. Christian Zwirner, Dr. Julia Busch und Patrick Reinhardt

    Wesentlichkeitsüberlegungen bei der Befreiung mangels konsolidierungspflichtiger Tochterunternehmen

     

    Die Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 290 Abs. 5 HGB stellt eine Ausnahme von der grundsätzlichen Konzernrechnungslegungspflicht des Mutterunternehmens dar. Voraussetzung hierfür ist, dass für sämtliche Tochterunternehmen Konsolidierungswahlrechte in Anspruch genommen werden können. In der Regel betrifft dies Fallkonstellationen, bei denen sämtliche Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung sind. Im Zusammenhang mit dieser Befreiungsmöglichkeit stellt sich jedoch die Frage, ob sich die Beurteilung der untergeordneten Bedeutung ausschließlich auf die Tochterunternehmen beschränkt oder ob auch assoziierte Unternehmen in die Beurteilung einzubeziehen sind. Die Beantwortung dieser Frage ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Einbeziehung eines assoziierten Unternehmens die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in einem Konzernabschluss wesentlich beeinflussen würde.


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  • Behandlung von Financial-Due-Diligence-Kosten – Aktivierung als Anschaffungsnebenkosten?

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Bei Unternehmenstransaktionen stellt sich regelmäßig die Frage, ob Kosten einer Financial Due Diligence (Due Diligence: sorgfältige Prüfung) als Anschaffungsnebenkosten einer Beteiligung aktiviert werden müssen oder sofort als Betriebsausgaben abzugsfähig sind. Die Antwort hängt maßgeblich davon ab, wann die grundsätzliche Erwerbsentscheidung als getroffen gilt – ein Zeitpunkt, der in Rechtsprechung und Literatur unterschiedlich beurteilt wird. Eine sorgfältige Dokumentation des Akquisitionsprozesses ist daher in jedem Fall empfehlenswert.


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  • Darlehen versus Entnahmen – Auswirkungen auf die Besteuerung von Personengesellschaften

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Bei der Besteuerung von Personengesellschaften und Gesellschaftern wirken sich Entnahmen und die Gewährung von Gesellschafterdarlehen mitunter unterschiedlich aus. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Liquidität den Gesellschaftern zur Verfügung gestellt werden kann.


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  • Niedriger gemeiner Wert: Hohe Anforderungen an das Sachverständigengutachten

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    FG Berlin-Brandenburg Urt. v. 8.10.2025 – 3 K 3093/24

     

    Das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg hat klargestellt, dass ein Gutachten zum Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts eines Grundstücks oder einer Immobilie nur dann überzeugt, wenn es methodisch korrekt und widerspruchsfrei ist. Im Streitfall genügte das vorgelegte Privatgutachten nicht, weil Bodenwert, Liegenschaftszins und Baumängel nicht nachvollziehbar bewertet wurden.


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  • Passivierung von Verbindlichkeiten im Insolvenzverfahren

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    BFH Urt. v. 21.4.2026 – IX R 34/24

     

    Ein Verzicht des Gläubigers auf die Anmeldung seiner Forderung zur Insolvenztabelle löst weder handels- noch steuerbilanziell ein Passivierungsverbot für den Schuldner aus. Die von der Finanzverwaltung geforderte gewinnwirksame Ausbuchung ist damit nicht geboten.


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  • Bilanzierung von ertragsteuerlichen Nebenleistungen nach IFRS

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Julia Busch

    DRSC Interpretation 5 (IFRS) verabschiedet und veröffentlicht

     

    Der Fachausschuss Finanzberichterstattung des DRSC hat im April 2026 die DRSC Interpretation Nr. 5 (IFRS) zur Bilanzierung von ertragsteuerlichen Nebenleistungen nach IFRS verabschiedet und Ende Mai 2026 veröffentlicht. Die Erstanwendung ist parallel zur Erstanwendung von IFRS 18 vorgesehen.


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