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  • Reinvestitionsrücklage und formeller Bilanzenzusammenhang

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 2.7.2025 – XI R 27/22

     

    Mittels einer sog. 6b-Rücklage lassen sich stille Reserven bei der Veräußerung bestimmter Anlagegüter auf Neuanschaffungen übertragen. Doch wie ist zu verfahren, wenn eine solche Rücklage zu Unrecht gebildet wurde und für das Jahr der Rücklagenbildung bereits die Bestandskraft eingetreten ist?


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  • Fragen und Antworten zu Konzernprüfungen nach ISA [DE] 600 (Revised) aktualisiert

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Julia Busch

    Ergänzung von Überlegungen zur Wesentlichkeit, zur Kommunikation und zu Besonderheiten bei der Auslagerung von Dienstleistungen

     

    Bereits im Dezember 2023 und ergänzend im Oktober 2024 veröffentlichte der Arbeitskreis „ISA-Implementierung“ des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) Fragen und Antworten zu Konzernprüfungen mit Hilfestellungen zum Anwendungsbereich und zur Umsetzung des ISA [DE] 600 (Revised) sowie zur Prüfungsplanung, Risikobeurteilung und zu Prüfungshandlungen. Diese Fragen und Antworten wurden nun um weitere Überlegungen zur Wesentlichkeit, zur Kommunikation bzw. zum Informationsaustausch und auch zur Auslagerung von Dienstleistungen ergänzt.


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  • Praxisfragen zur EU-Regulierung der Abschluss- und Nachhaltigkeitsprüfung

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

     

    Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat sich jüngst umfassend zur Thematik der EU-Regulierung der Abschlussprüfung und zur Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung geäußert. Ein detaillierter Fragen-Antworten-Katalog (FAQ) liefert eine Übersicht über die aktuellen europäischen Standards und Vorgaben und bietet eine praktische Orientierung für Unternehmen, Abschlussprüfer und andere Interessierte, die sich mit den relevanten Fragestellungen vertraut machen möchten.


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  • Zulässigkeit einer retrograden Bewertung von unfertigen Erzeugnissen in der Handelsbilanz

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Die jüngste Ausgabe der IDW Life vom Oktober 2025 befasst sich mit dieser praktischen Frage der Vorratsbewertung und -bilanzierung.


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  • Auswirkungen des Wachstumsboostergesetzes auf die Bilanzierung latenter Körperschaftsteuern

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

     

    Im Rahmen des sog. „Wachstumsboostergesetzes“ wurde beschlossen, dass der Körperschaftsteuersatz ab 2028 sukzessive reduziert wird. Der Fachausschuss Unternehmensberichterstattung (FAB) des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) äußert sich nun zu den Auswirkungen auf die Bilanzierung latenter Körperschaftsteuer sowohl in HGB- als auch in IFRS-Abschlüssen.


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  • Fallstudie zur befreienden Anwendung der IFRS im Einzelabschluss von Tochterunternehmen

    Christian Thurow

     

    Das DRSC hat einen Bericht über eine durchgeführte Fallstudie zu einem potenziellen Wahlrecht zur befreienden Anwendung der IFRS im Einzelabschluss von Tochterunternehmen veröffentlicht. Das Fazit fällt dabei nicht eindeutig aus.


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  • Neuberechnung latenter Steuern aufgrund Absenkung der Steuersätze

    Bettina Scholz-Vollrath und Julia Hörl

    Auswirkungen des Investitionssofortprogramms

     

    Mit dem neuen Investitionssofortprogramm hat die Bundesregierung steuerliche Anreize gesetzt, die für Unternehmen insbesondere die Möglichkeit zu degressiven Abschreibungen und Förderungen für die E-Mobilität bringen. Ein weiteres Kernstück ist die schrittweise Senkung des Körperschaftsteuersatzes, die eine Neubewertung der latenten Steuern erfordert und Tax-Reporting-Prozesse vor neue Herausforderungen stellt.


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  • Neue Kapitalkostenempfehlung für die Marktrisikoprämie

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Sebastian Schöffel

    Neue Bandbreitenempfehlung des FAUB für Marktrisikoprämie beträgt 5,25% bis 6,75% vor persönlichen Steuern (4,50% bis 5,75% nach persönlichen Steuern).

     

    In seiner Sitzung am 16.9.2025 hat der Fachausschuss für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft (FAUB) des IDW beschlossen, seine Empfehlung für die Marktrisikoprämie vor persönlichen Steuern auf 5,25% bis 6,75% (4,50% bis 5,75% nach persönlichen Steuern) anzupassen und damit die Bandbreite abzusenken. Die bisherige Bandbreite aus dem Jahr 2019 betrug 6,00% bis 8,00% vor persönlichen Steuern (5,00% bis 6,50% nach persönlichen Steuern).



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  • Auswirkungen eines Prüfungshemmnisses auf den Bestätigungsvermerk

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Ein nicht behobenes Prüfungshemmnis aus dem Vorjahr wirkt sich auch auf die aktuelle Abschlussprüfung aus. Da die betroffenen Werte in die Eröffnungsbilanz einfließen und die Vergleichszahlen berühren, ist der Wirtschaftsprüfer verpflichtet, das Prüfungsurteil erneut einzuschränken. Dies betrifft sowohl den Jahresabschluss als auch den Lagebericht. Formulierungshilfen für den Bestätigungsvermerk finden sich in ISA [DE] 710 und IDW PS 405.


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  • Abgrenzung von Anlagevermögen und Umlaufvermögen

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 25.6.2025 – X R 4/23

     

    Die Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögen orientiert sich maßgeblich an der Zweckbestimmung des Wirtschaftsguts im Betrieb. Sie hängt einerseits subjektiv vom Willen des Steuerpflichtigen ab und muss sich andererseits an objektiven Merkmalen nachvollziehen lassen, zum Beispiel der Art des Wirtschaftsguts sowie der Art und Dauer der betrieblichen Verwendung.

    Zum Anlagevermögen gehören alle Wirtschaftsgüter, die dazu bestimmt sind, dem Betrieb dauerhaft zu dienen, z.B. auch im Wege einer nicht allein zur Absatzförderung dienenden Vermietung. Die Absicht, ein Wirtschaftsgut vor Ablauf seiner technischen Nutzungsdauer zu veräußern, führt nicht zwingend zu Umlaufvermögen.


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  • Bilanzierung grüner Finanzierungen

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    IDW Knowledge Paper: Update 2025

     

    Nachhaltige Finanzierungen stellen die Rechnungslegung zunehmend vor neue Herausforderungen. Mit dem Update seines Knowledge Papers zur Bilanzierung grüner Finanzierungen reagiert das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) auf aktuelle Änderungen der IFRS 9 und IFRS 7 sowie auf das EU-Endorsement (Zustimmungsverfahren) vom Mai 2025. Die neuen Regelungen bringen insbesondere bei der Klassifikation, Bewertung und Offenlegung ESG-gebundener Finanzinstrumente weitreichende Neuerungen – mit spürbaren Auswirkungen für die bilanzielle Praxis.


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  • Darstellung von Jahresabschlüssen nach dem neuen IFRS 18

    Bettina Scholz-Vollrath und Julia Hörl

    Neu: GuV-Struktur und Leistungskennzahlen

     

    Die Stakeholder-Kritik (von Interessenträgern wie z.B. Investoren), dass Finanzberichterstattungen nach IFRS nur unzureichend vergleichbar und wenig transparent sind, wurde vom Standardsetter IASB im neuen Standard IFRS 18 berücksichtigt. So wurde insbesondere eine Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung vorgegeben; außerdem verlangt IFRS 18 Angaben und Überleitungsrechnungen zu bzw. auf unternehmensindividuell definierte(n) Leistungskennzahlen (sog. MPMs). Dies sollte in den Unternehmen zeitnah konzipiert und bis Ende 2026 funktionsfähig umgesetzt sein.


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  • 30. Juni 2025 ist der Stichtag für die neue degressive AfA

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Für die Anwendung der neuen degressiven AfA in Höhe von 30% ist der 30.6./1.7. der Stichtag für die Anschaffung bzw. Herstellung beweglicher Wirtschaftsgüter.


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  • Wirtschaftlich einem Gesellschafterdarlehen gleichstehende Forderungen

    Christian Thurow

    BGH Urt. v. 22.5.2025 – IX ZR 189/24

     

    Gesellschafterdarlehen werden im Insolvenzfall nachrangig behandelt. Dies betrifft auch Forderungen, welche wirtschaftlich einem Gesellschafterdarlehen gleichstehen. Doch wann genau gilt eine Forderung als Darlehen? Der Bundesgerichtshof (BGH) hat hierzu in einem Urteil nun einige Anhaltspunkte aufgeführt.


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  • Aktivierung von Provisionsansprüchen bei Versicherungsvertretern

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    BFH Urt. v. 30.4.2025 – X R 12-13/22

     

    Der Bundesfinanzhof (BFH) hat eine Entscheidung zur steuerlichen Aktivierung von Provisionsansprüchen bei Versicherungsvertretern gefällt. Das Urteil hebt hervor, dass sich der Zeitpunkt der Aktivierung strikt nach der individuellen Vertragsgestaltung richtet und nicht zwingend an das gesetzliche Leitbild des § 92 Abs. 4 HGB gebunden ist.

     


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  • GoBD 2025: Anpassungen aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen

    Prof. Dr. Christian Zwirner,

    BMF 14.7.2025, IV D 2 – S 0316/00128/005/088

     

    Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat mit einem neuen Schreiben die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen) aktualisiert. Grund für die Änderungen sind gesetzliche Neuerungen, darunter die verpflichtende Einführung der elektronischen Rechnung (E-Rechnung) für innerdeutsche Geschäftsbeziehungen seit dem 1.1.2025. Mit den Modernisierungen werden Aufbewahrungspflichten weiter digitalisiert, die maschinelle Auswertbarkeit gestärkt und Archivierungsprozesse erleichtert.

     


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  • Übertragung von Pensionsverpflichtungen: Erstmalige Anwendung des § 4f EStG

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    BFH Urt. v. 20.3.2025 – IV R 27/22

     

    Die Abzugsbeschränkung des § 4f EStG findet erstmals Anwendung für Schuldübernahmen, Schuldbeitritte und Erfüllungsübernahmen (von Pensionsverpflichtungen), die in einem nach dem 28.11.2013 endenden Wirtschaftsjahr erfolgen.


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  • Rückstellung für künftige Wartung

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 19.2.2025 – XI R 11/22

     

    Bei der Bildung von Rückstellungen für Wartungen ist zu unterscheiden, ob die Wartungsverpflichtung aufgrund öffentlich-rechtlicher Vorschriften oder privatrechtlicher Vereinbarungen erfolgt. Doch was, wenn sich eine privatrechtliche Vereinbarung auf öffentlich-rechtliche Vorschriften beruft?


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  • Steuerliches Kapitalkonto: Wann liegt dieses vor?

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    BFH Urt. v. 16.1.2025 – IV R 28/23

     

    Der Bundesfinanzhof (BFH) befasste sich mit der Berücksichtigung von außerbilanziellen Hinzurechnungen nach § 7g EStG bei der Ermittlung des zur Verlustverrechnung zur Verfügung stehenden Eigenkapitals nach § 15a EStG. Bedeutsam ist, dass der BFH sich auch zur Definition des Kapitalkontos im Sinne des § 15a EStG äußert.


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  • Reinvestitionsrücklage: Zur Verfassungsmäßigkeit des Gewinnzuschlags nach § 6b Abs. 7 EStG

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 20.3.2025 – VI R 20/23

     

    Um wirtschaftspolitisch gewollte Reinvestitionen zu begünstigen, können nach § 6b EStG bestimmte stille Reserven mittels einer Rücklage auf eine neue Investition übertragen werden. Kommt die Neuinvestition nicht zustande oder fällt sie niedriger aus als die ursprüngliche Investition, so ist die Rücklage gewinnerhöhend aufzulösen. Dabei kommt ein Gewinnzuschlag in Höhe von 6% pro Jahr zum Tragen. Doch ist ein Zuschlag in dieser Höhe verfassungskonform?


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