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  • Unternehmensschließungen weiter sehr hoch

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Neue Creditreform-Zahlen mahnen zur Vorsicht: Substanzverluste

     

    Nach Creditreform-Angaben vom 18.8.2026 verlor die deutsche Wirtschaft im Jahr 2025 ca. 188.000 Unternehmen; damit ist die Zahl der Schließungen so hoch wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Auch Betriebe mit an sich guter Bonität geben auf.


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  • Haftung eines Alleingesellschafters einer britischen Limited nach dem Brexit

    Christian Thurow

    BGH Urt. v. 14.7.2026 – II ZR 202/25

     

    Lange Zeit wurden englische Limited-Gesellschaften als günstige und unbürokratische Alternative zu einer GmbH angepriesen. Verlockend war, dass das Haftungskapital lediglich ein britisches Pfund betragen konnte. Durch den Brexit hat sich die Haftungslage jedoch grundlegend verändert, wie der BGH nun in einem aktuellen Urteil bestätigt hat.


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  • Gesetzentwurf zur Einführung einer Kassenpflicht: Maßnahmen mit großer Tragweite

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Ablösung der Papierbelege und verbesserte Auswertungsmöglichkeiten der Finanzverwaltung

     

    Den Referentenentwurf (RefE) für ein „Gesetz zur Einführung einer Kassenpflicht, zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung und zur weiteren Digitalisierung des Steuerrechts“ hat das BMF am 7.8.2026 veröffentlicht. Insbesondere ist neben der Ablösung von Papierbelegen eine Vielzahl von Maßnahmen enthalten, die im Zusammenhang mit Kasseneinnahmen Steuerhinterziehungen aufdecken können.


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  • Bilanzierung des Namensrechts von Influencern

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Berlin-Brandenburg Urt. v. 22.4.2026 – 1 K 1124/25 (Revision eingelegt, Az. BFH: X R 17/26)

     

    Das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg urteilte zur Aktivierungs- und Abschreibungsfähigkeit des kommerzialisierbaren Teils von Namensrechten.

     


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  • Tax Compliance Management System: Vom Schutzinstrument zum Steuerungsinstrument

    Sanja Mitrovic und Laura Zwirner

     

    Tax Compliance Management Systeme werden in der Praxis vorrangig unter dem Gesichtspunkt der steuerstrafrechtlichen Absicherung diskutiert. Ihr betriebswirtschaftlicher Nutzen geht jedoch weit darüber hinaus, im operativen Vollzug, in der Prozessqualität und in der Unternehmens-Governance.


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  • Einkommensteuerreformgesetz 2027: Regierungsentwurf

    BC-Redaktion

    Beschluss der Bundesregierung vom 2.9.2026

     

    Am 2.7.2026 hat die Bundesregierung ihr 34‑Punkte‑Programm für „Aufschwung und Beschäftigung“ vorgelegt (siehe hierzu die Zusammenfassung von Zwirner/Vodermeier). Bezüglich der geplanten Entlastungen in der Einkommensteuer lag am 21.7.2026 ein Diskussionsentwurf (geleakter Vorschlag eines Referentenentwurfs) vor. Dieser wurde durch einen Referentenentwurf vom 18.8.2026 in Teilen erheblich revidiert, während sich im Regierungsentwurf wenige weitere Änderungen befinden.

    Im Folgenden wird eine Auswahl der für das Rechnungswesen bedeutsamen steuerlichen Neuregelungen auf Basis des Regierungsentwurfs vom 2.9.2026 aufgeführt.

     

     

     


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  • Deutscher Corporate Governance Kodex: Regierungskommission schlägt kompaktere Fassung vor

    Prof. Dr. Christian Zwirner

     

    Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex will den DCGK 2022 verschlanken: Zahlreiche Empfehlungen sollen entfallen, vereinfacht oder zu unverbindlichen Anregungen herabgestuft werden. Inhaltlich bleibt es jedoch bei den bestehenden Standards guter Unternehmensführung. Die Konsultation läuft bis zum 4.9.2026.


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  • Besteuerung des Abwicklungs- bzw. Insolvenzzeitraums bei Kapitalgesellschaften und Anwendung der Mindestbesteuerung

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    BFH Urt. v. 15.4.2026 – I R 21/25 (I R 36/18)

     

    Kommt es bei einem über drei Jahre hinausgehenden Abwicklungs-/Insolvenzzeitraum unter Anwendung von § 11 Abs. 1 S. 2 KStG zu sog. Zwischenveranlagungen, handelt es sich dabei nicht um vorläufige Veranlagungen, die später durch eine einheitliche Veranlagung für den gesamten Abwicklungs-/Insolvenzzeitraum zu ersetzen sind, sondern um endgültige Veranlagungen.


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  • Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    Gemeinsamer Vorstoß von Bundesfinanz- und Bundesjustizministerium

     

    Mit einem gemeinsamen Aktionsplan will die Bundesregierung verstärkt gegen Steuer- und Finanzkriminalität vorgehen. Hierzu haben das Bundesfinanz- und das Bundesjustizministerium am 16.7.2026 verschiedene Maßnahmen vorgestellt. Zentral dafür sind besser vernetzte Finanz- und Ermittlungsbehörden sowie die Erhöhung der Abschreckung und des Entdeckungsrisikos. Dafür sollen unter anderem die strafbefreiende Wirkung der Selbstanzeige wegfallen und die Fälle der schweren Steuerhinterziehung mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr belegt werden.


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  • Fortführung der Geschäftstätigkeit: Erweiterte Prüfungspflichten und neue Berichtsanforderungen

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    ISA 570 (Revised 2024)

     

    Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat ISA [E-DE] 570 (Revised 2024) „Fortführung der Geschäftstätigkeit“ veröffentlicht, der IDW PS 270 n.F. ersetzt. Zentrale Neuerungen: Der Betrachtungszeitraum beginnt künftig 12 Monate ab Abschlussgenehmigung (nicht ab Stichtag), was zu einer faktischen Verlängerung führt. Neu ist die Pflicht zu einem separaten Abschnitt „Fortführung der Geschäftstätigkeit“ im Bestätigungsvermerk – auch ohne wesentliche Unsicherheit. Der Standard verschärft die Risikobeurteilung und reagiert damit auf internationale Unternehmensinsolvenzen.


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  • Übermittlung einer E-Bilanz: Keine Pflicht für die atypisch stille Gesellschaft

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Hessen Urt. v. 11.9.2025 – 4 K 1163/24 (Revision eingelegt, Az. BFH: IV R 15/25)

     

    Das Finanzgericht (FG) Hessen hat ein Urteil zur Verpflichtung zur Einreichung einer E-Bilanz bei einer atypisch stillen Gesellschaft gefällt und sich dabei auch mit Fragen zur Gewinnermittlung beschäftigt.


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  • Virtueller Houdini – wenn KI-Programme sich selbst entfesseln

    Christian Thurow

     

    Der Entfesselungskünstler Houdini war bekannt dafür, sich aus den schier unmöglichsten Situationen befreien zu können. In zwei aktuellen Beispielen haben nun KI-Programme das gleiche Talent gezeigt. Doch während Houdini für seine Aktionen Applaus und Bewunderung bekam, ist bei der sich selbst entfesselnden KI mehr Mahnung und Warnung angebracht.


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  • KI-Marktüberwachungs-und-Innovationsförderungs-Gesetz (KI-MIG) in Kraft getreten

    Christian Thurow

     

    Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist am 28.7.2026 das „Gesetz zur Marktüberwachung und Innovationsförderung von künstlicher Intelligenz“ (KI-MIG) in Kraft getreten. Durch das Gesetz wird die EU-Verordnung 2024/1689 vom 13.6.2024 zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz in nationales Recht umgesetzt.


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  • Creditreform Zahlungsindikator Sommer 2026: KMU unter Druck

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Ausweitung der Zahlungsziele

     

    In Deutschland stieg das durchschnittliche Zahlungsziel im 1. Halbjahr 2026 gemäß Creditreform-Angaben vom 3.8.2026 auf den höchsten Stand seit 2019. Während größere Unternehmen um ca. 9 Tage längere Fristen eingeräumt bekommen, sind kleine und mittlere Unternehmen zeitlich eher unter Druck, sodass von einer Zweiklassengesellschaft die Rede ist.


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  • HEUBECK-Richttafeln 2018 G bleiben vorerst „Best Estimate“ für Pensionsbewertungen

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    DAV-Ergebnisbericht

    Die Deutsche Aktuarvereinigung e.V. (DAV) legt mit ihrem aktuellen Ergebnisbericht ein Monitoring der HEUBECK-Richttafeln 2018 G für den Zeitraum 2016 bis 2024 vor. Fazit: Die RT 2018 G erfüllen weiterhin die Anforderungen an einen bestmöglichen Schätzwert zur Abbildung von Versorgungsverpflichtungen in den Arbeitgeberbilanzen.


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  • Heft 8/2026

    BC-Redaktion
    Top-Thema: KI-Tipp: Präsentationserstellung mittels Copilot
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  • Neue Verpackungsverordnung PPWR

    Dr. Corinna Boecker und Andreas Kuhn

    Erste Anforderungen gelten ab August 2026

    Mit der Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) gilt in der gesamten EU ein neuer, einheitlicher Rechtsrahmen für Verpackungen. Die zentralen Pflichten greifen ab 2026 und betreffen nahezu jedes Unternehmen, das Produkte verpackt, importiert oder vertreibt.


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  • Vorsteuerabzug aus Beratungskosten zur Geltendmachung von Schadensersatz

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    BFH Urt. v. 7.5.2026 – V R 15/24

     

    Ein Unternehmer, der eine Leistung bezieht, um eine Forderung durchzusetzen, die ihren Entstehungsgrund in einer nur beabsichtigten, jedoch nicht ausgeübten unternehmerischen Tätigkeit hat, ist aus dieser Leistung zum Vorsteuerabzug berechtigt.


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  • Aktuelles Restrukturierungs- und Sanierungsbarometer

    Daniel Emmrich

    Restrukturierung als Steuerungsinstrument

     

    Ein weiterhin herausforderndes Umfeld für Restrukturierungs- und Sanierungsfälle verlangt ein Umdenken: Im aktuellen Umfeld ist Restrukturierung kein rein defensives Kriseninstrument, sondern sollte zunehmend Teil aktiver Unternehmenssteuerung sein.


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  • Praxis der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD/ESRS: ESG-Factbooks

    Christian Thurow

    DRSC und Deloitte – Juli 2026

     

    Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) und das Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte haben in einer aktuellen Untersuchung die ESG-Factbooks, die von börsennotierten Unternehmen für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht wurden, analysiert. Eine Schwierigkeit besteht darin, dass für ESG-Factbooks und andere Zusatzveröffentlichungen derzeit weder regulatorische Vorgaben noch einheitliche Definitionen bestehen. Im Rahmen der Analyse handelt es sich bei ESG-Factbooks um eigenständige Dokumente, welche einen breiten Adressatenkreis (Investoren und andere) ansprechen und alle wesentlichen ESG-Dimensionen (Environmental, Social and Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) abdecken.

     


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