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  • Steuer- und sozialversicherungsfreie Entlastungsprämie bis zu 1.000 € im Wartestand

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

     

    Am Freitag, 8.5.2026, hat der Bundesrat dem „Neunten Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften“ seine Zustimmung verweigert. Damit ist auch die darin enthaltene Regelung, dass der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern eine steuer- und sozialversicherungsfreie Entlastungsprämie von insgesamt bis zu 1.000 € gewähren kann (§ 3 Nr. 11d EStG-neu), vorerst gestoppt. Der Steuerfreibetrag von bis zu 1.000 € soll für Geld- und Sachleistungen ab dem Tag gelten, der auf die Verkündigung des Gesetzes folgt, bis zum 30.6.2027. Der steuerfreie Betrag unterliegt nicht dem sog. Progressionsvorbehalt.

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  • Heft 5/2026

    BC-Redaktion
    Top-Thema: Auswirkungen des Nahost-Kriegs auf die Rechnungslegung – Betroffene Abschlussposten sowie Berücksichtigung in Anhang und Lagebericht
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  • Innergemeinschaftliche Lieferung: Gelangensbestätigung keine Voraussetzung für Vertrauensschutz

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 18.12.2025 – V R 3/25


    Seit dem 1.10.2013 ist der Besitz einer Gelangensbestätigung keine zwingende Voraussetzung mehr für die Inanspruchnahme von Vertrauensschutz bei innergemeinschaftlichen Lieferungen. Der Unternehmer kann sich auf Vertrauensschutz berufen, auch wenn ihm keine Gelangensbestätigung vorliegt, sofern die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.

    [Leits. d. Red.]


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  • Controlling Excellence Award: Digitaler Assistant für Finance & Controlling

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    ICV prämiert BASF-Systemlösung zur effizienteren Gesamtsteuerung

     

    Mit dem Projekt „FOX – Digitaler Assistant für Finance & Controlling“ hat die BASF SE den Albrecht Deyhle Award for Controlling Excellence 2026 des Internationalen Controller Vereins (ICV) gewonnen. Der Preis wurde im Rahmen des 50. Congresses der Controller in München am 27.4.2026 von Prof. Dr. Utz Schäffer sowie dem ICV-Vorsitzenden Matthias von Daacke überreicht. Nominiert waren neben BASF auch die Unternehmen Börlind und Kärcher, die sich den zweiten Platz teilen.


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  • Anhebung des Mindest-Gewerbesteuerhebesatzes auf 280%

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    Beschluss des Deutschen Bundestags vom 24.4.2026; Neuregelung soll ab Erhebungszeitraum 2027 gelten

     

    Am 24.4.2026 hat der Deutsche Bundestag im Rahmen eines größeren Gesetzespakets beschlossen, den Mindest-Gewerbesteuerhebesatz von derzeit 200% auf 280% anzuheben. Diejenigen Kommunen, deren Hebesatz aktuell unter 280% liegt, müssen nun eine Erhöhung vornehmen. Für die davon betroffenen Unternehmen können die Auswirkungen durchaus spürbar sein.


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  • Steuerliche Betriebsprüfung: Neue Größenklassen

    Christian Thurow

    Festlegung der Abgrenzungsmerkmale zum 1.1.2027; BMF 27.4.2026, IV D 2 – S 1450/00014/005/012

     

    Gemäß § 3 BPO (Betriebsprüfungsordnung 2000) werden der Außensteuerprüfung unterliegende Steuerpflichtige in Groß- (G), Mittel- (M), Klein- (K) und Kleinstbetriebe (Kst) eingeordnet. Die Merkmale für die Einordnung sind dabei nicht in der BPO enthalten, sondern werden im Rahmen eines separaten BMF-Schreibens festgelegt. In einem aktuellen Schreiben wurden nun die Abgrenzungsmerkmale zum 1.1.2027 angepasst.


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  • Durchführung von Ergebnisabführungsverträgen

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    IDW nimmt Stellung gegenüber dem BMF zu einem diesbezüglichen BFH-Urteil

     

    Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat mit Schreiben vom 17.4.2026 gegenüber dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) zu den Folgen des BFH-Urteils vom November 2025 (BFH Urt. v. 5.11.2025 – I R 37/22) Stellung genommen. Das Urteil zur tatsächlichen Durchführung von Ergebnisabführungsverträgen (EAV) im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft wirft zahlreiche ungeklärte Fragen auf und hat erhebliche Praxisrelevanz.


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  • Das Homeoffice als steuerliche Betriebsstätte?

    Monika Wickert

    Was Unternehmen jetzt beachten müssen

     

    Die zunehmende Verbreitung hybrider Arbeitsmodelle führt dazu, dass sich Unternehmen immer häufiger die Frage stellen müssen, ob die Tätigkeit im Homeoffice eine steuerliche Betriebsstätte begründen kann. Nachfolgend wird die aktuelle Rechtslage nach Maßgabe eines BMF‑Schreibens aus dem Jahr 2024 sowie der Weiterentwicklungen im BMF‑Entwurf vom 13.2.2026 zu den Grundsätzen von Betriebsstätten zusammengefasst. Abschließend werden praktische Empfehlungen zur Risikosteuerung gegeben.


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  • Verleihung des WIB-Ehrenpreises 2026

    Univ.-Prof. Dr. Stefan Müller

    Prof. Dr. Patrick Velte zum Thema „Regulierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung“ als Preisträger gewählt

     

    Die Jury für die Ehrenpreis-Verleihungen des Wissenschaftlichen Instituts des Bundesverbands der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (WIB) hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, Herrn Prof. Dr. Patrick Velte als Verfasser aktueller Veröffentlichungen zum Thema der Regulierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Ehrenpreisträger 2026 zu wählen. Die offizielle Verleihung soll im Rahmen des BVBC-Bundeskongresses 2026 vorgenommen werden, der in Wuppertal stattfinden wird.


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  • Vorsteuerabzug aus Anzahlungen

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 4.12.2025 – V R 38/23


    1. Eine – zum Vorsteuerabzug berechtigende – Vorauszahlungsrechnung liegt auch dann vor, wenn ohne einen ausdrücklichen Hinweis („Vorkasse“) aus anderen Gründen erkennbar ist, dass sie für eine erst noch zu erbringende Leistung erteilt wird.
    2. Das Recht auf Vorsteuerabzug aus einer Vorauszahlung auf eine später nicht ausgeführte Leistung setzt voraus, dass der Rechnungsempfänger im Zeitpunkt der Zahlung davon ausgeht, auf eine zukünftig noch auszuführende Leistung zu zahlen.

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  • Anforderungen an einen Antrag auf Buchwertfortführung nach § 21 Abs. 2 S. 3 und 4 UmwStG 2006

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 2.12.2025 – X R 32/23

     

    Bei einem Anteilstausch kann es auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Buchwertfortführung der Anteile kommen, sodass der Anteilstausch steuerneutral abläuft. Doch wie – und bis wann – muss ein solcher Antrag gestellt werden?


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  • Softwarebescheinigung nach IDW PS 880 n.F. als Prüfungsnachweis in der Abschlussprüfung

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Die Softwarebescheinigung nach IDW PS 880 n.F. (01.2022) kann in der Abschlussprüfung als unterstützender Prüfungsnachweis herangezogen werden. Sie liefert Erkenntnisse zur Funktionsfähigkeit von Software sowie zur Ausgestaltung von IT-Kontrollen und unterstützt insbesondere die Risikobeurteilung. Eine Verpflichtung zur Einholung besteht jedoch nicht, da sie die Prüfung nicht ersetzt und nur eingeschränkte Aussagen zur Anwendung im Unternehmen ermöglicht.


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  • Abschluss des Insolvenzplanverfahrens wegen Betriebsaufgabe als rückwirkendes Ereignis

    Christian Thurow

    FG Niedersachsen Urt. v. 3.3.2026 – 13 K 59/25 (Revision zugelassen)

     

    Die Planinsolvenz erlaubt ein schnelleres Verfahren als das klassische Insolvenzverfahren mit Restschuldbefreiung. Umstritten ist allerdings, in welchem Steuerzeitraum der Abschluss des Insolvenzplanverfahrens zu erfassen ist. Und auch die steuerliche Behandlung des Forderungsverzichts der Gläubiger wirft Fragen auf.


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  • KI-Einsatz im Finanzwesen: Oft fehlende Mindestregeln bewirken kostspielige Unstimmigkeiten

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Aktuelle Studienergebnisse mahnen zur Vorsicht

     

    Agieren KI-Vorreiter zu unvorsichtig? Dies legen Studienergebnisse nahe, die Zweifel aufkommen lassen, ob Unternehmen die KI-Aktivitäten in Finanzprozessen rechtfertigen, nachverfolgen und prüfen können. Regeldefizite und Datenschwächen sind weit verbreitet.


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  • Sozialversicherungsrechtliche Einordnung eines Geschäftsführers: Pflicht zur Klärung durch einen Lohnbuchhalter

    Christian Thurow

    BGH Urt. v. 15.1.2026 – IX ZR 36/25

     

    „Drum prüfe, wer sich ewig bindet”, mahnt Friedrich Schiller in seinem Lied von der Glocke. Dies gilt nicht nur für den Bund der Ehe, sondern auch für den sozialversicherungsrechtlichen Status eines Geschäftsführers bei Übernahme eines Lohnbuchhaltungsmandats, wie der BGH in einem aktuellen Urteil erneut bekräftigt.


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  • NIS-2 schon in Kraft

    Jacqueline Koch

    Viele Unternehmen schätzen ihre Betroffenheit falsch ein

     

    Im Dezember 2025 wurde die NIS-2-Richtlinie der EU über das neue BSI-Gesetz (BSIG) in nationales Recht umgesetzt. Dieses Gesetz betrifft ca. 30.000 Unternehmen – und damit auch viele kleine und mittelständische Betriebe. Obwohl schon Anfang März die dreimonatige Registrierungsfrist endete, hatte sich zum April 2026 nur etwa ein Drittel der betroffenen Unternehmen tatsächlich registriert – offenbar schließen viele Unternehmen ihre Betroffenheit fälschlicherweise aus. Um drohende Bußgelder und andere Sanktionen vielleicht noch vermeiden zu können, ist schnelles Handeln zu empfehlen.


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  • Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen an Mitunternehmerschaften bei einer GmbH: Gewerbesteuerliche Behandlung

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    BFH Urt. v. 11.12.2025 – III R 38/22

     

    Der BFH hat klargestellt, dass der Gewinn einer GmbH aus der Veräußerung eines Mitunternehmeranteils auf Ebene der GmbH nicht der Gewerbesteuer unterliegt. Dies gilt auch bei Projektgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG, deren gewerbesteuerliche Tätigkeit noch nicht begonnen hat.


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  • Freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung durch den Mittelstand

    Daniel Scheffbuch und Dobrica Drvoshanova

    Grundlegender Perspektivwechsel mit VSME-Reporting

     

    Zwar ist mit den Änderungen der EU-Richtlinie für Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD – Corporate Sustainability Reporting Directive) der Kreis der direkt berichtspflichtigen Unternehmen deutlich reduziert worden. Die Wahrnehmung, der Mittelstand sei insgesamt nicht mehr von entsprechenden Berichtspflichten betroffen, trügt jedoch. Denn in der Praxis werden Kapitalgeber und große Unternehmen ESG-Anforderungen entlang der Wertschöpfungsketten weitergeben. Auch insoweit gesetzgeberisch vorgesehene Schranken werden nur begrenzt wirken.

    Nachfolgend werden deshalb die Grundzüge des VSME-Reporting vorgestellt, das jenseits bisher erwarteter komplexer Berichtspflichten für eine freiwillige Berichterstattung einen klar strukturierten Rahmen bietet, um die Anfragen von Kunden und Banken mit überschaubarem Aufwand zu erfüllen.


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  • Bilanzierung von Beteiligungen an Personenhandelsgesellschaften im handelsrechtlichen Jahresabschluss

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Julia Busch

    Veröffentlichung von IDW RS FAB 18

     

    Der Fachausschuss Unternehmensberichterstattung (FAB) des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat im April 2026 IDW RS FAB 18 veröffentlicht. In der aktuellen Fassung der Stellungnahme zur Bilanzierung von Beteiligungen an Personenhandelsgesellschaften nach HGB wurden unter anderem Änderungen aufgrund der gesetzlichen Neuerungen durch KöMoG und MoPeG vorgenommen.


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  • § 6b EStG-Rücklage (Reinvestitionsrücklage): Übertragung auf ein Reinvestitionsobjekt im Ausland

    Christian Thurow

    FG Münster Urt. v. 4.3.2026 – 14 K 417/22 E (Revision zugelassen)

     

    Mithilfe des § 6b EStG lassen sich stille Reserven bei der Veräußerung bestimmter Wirtschaftsgüter innerhalb einer Frist auf neu angeschaffte Wirtschaftsgüter übertragen. Doch was, wenn das Reinvestitionsobjekt im Ausland belegen ist?


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