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  • Bewirtungsaufwendungen aus geschäftlichem Anlass (in einem Bewirtungsbetrieb): Voraussetzungen für den Betriebsausgabenabzug

    BC-Redaktion

    BMF 19.11.2025, IV C 6 – S 2145/00026/005/033

     

    Für den Abzug von angemessenen Bewirtungsaufwendungen als Betriebsausgaben ist vom Steuerpflichtigen ein schriftlicher Nachweis über Ort, Tag, Teilnehmer und Anlass der Bewirtung sowie die Höhe der Aufwendungen zeitnah anzufertigen. Erfolgt die Bewirtung in einem Bewirtungsbetrieb, so ist außerdem die Bewirtungsrechnung beizufügen.

    In seinem aktuellen Schreiben konkretisiert das Bundesfinanzministerium (BMF) die Mindestinhalte der Bewirtungsrechnung. Dabei gelten Erleichterungen für Kleinstbetragsrechnungen, also Rechnungen bis zu einem Betrag von 250 €. Ergänzungen erfährt dieses BMF-Schreiben insbesondere aufgrund der Einführung der obligatorischen elektronischen Rechnung (E-Rechnung) ab 1.1.2025.


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  • Aktualisierte Vorgaben zur Handelsbestand-Bilanzierung

    Prof. Dr. Christian Zwirner

     

    Die überarbeitete IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung: „Bilanzierung von Finanzinstrumenten des Handelsbestands bei Instituten“ (IDW RS BFA 2 n.F.) wurde am 7.10.2025 vom Bankenfachausschuss veröffentlicht. Sie ersetzt die Fassung vom 3.3.2010 und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31.12.2024 beginnen. Die Neufassung beantwortet zentrale Zweifelsfragen zur Zuordnung, Bewertung und Umwidmung von Finanzinstrumenten des Handelsbestands gemäß § 340e HGB und konkretisiert die Anhangangabepflicht nach HGB und Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung (RechKredV).


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  • Steuerberater als Syndikus-Steuerberater: Interessenkonflikt

    Christian Thurow

    FG Münster Urt. v. 29.8.2025 – 4 K 258/25 (Revision zugelassen)

     

    Ein Steuerberater kann in der Regel bei einem nicht berufsständischen Arbeitgeber als Syndikus-Steuerberater angestellt sein. Doch entsteht ein Interessenkonflikt, wenn der Arbeitgeber eine kirchliche Einrichtung ist und der Steuerberater für die Verwaltung der Kirchensteuer zuständig ist?


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  • Gesetzentwurf des Mindeststeueranpassungsgesetzes vom Bundestag beschlossen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Julia Busch

    Überschaubare Änderungen durch den Finanzausschuss vorgenommen

     

    Am 11.11.2025 befasste sich der Finanzausschuss mit dem Gesetzentwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Mindeststeuer (Mindeststeueranpassungsgesetz – MinStAnpG) und nahm einige Anpassungen an den vorgeschlagenen Regelungen vor. Diese leicht modifizierte Fassung wurde am 13.11.2025 im Bundestag in zweiter und dritter Lesung beschlossen. Die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus.


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  • Übertragung eigener Anteile einer GmbH an den Alleingesellschafter als verdeckte Gewinnausschüttung

    Christian Thurow

    FG Münster Urt. v. 29.10.2025 – 9 K 1180/22 Kap (Revision zugelassen)

     

    „Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum

    Neun lange Nächte,

    Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht,

    Mir selber, ich selbst,

    Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann,

    Aus welcher Wurzel er spross.“

    Eindringlich beschreibt der nordische Gott Odin in der Hávamál-Sammlung, wie er sich selbst an sich selbst opfert, um Weisheit und Runenmagie zu erlangen. In diesem Fall scheint die Opferung an sich selbst einen Gewinn gebracht zu haben. Doch wie sieht es aus, wenn eine GmbH eigene Anteile an ihren Alleingesellschafter auskehrt? Führt diese Selbstbeschenkung des Alleingesellschafters zu einer verdeckten Gewinnausschüttung (vGA)? Falls ja, wie ist diese zu bewerten? Das Finanzgericht (FG) Münster hat sich der Frage ganz unpoetisch angenommen.


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  • KI treibt Digitalisierung im Rechnungswesen voran

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Transformation in vollem Gange

     

    Die Transformation des Rechnungswesens schreitet voran: Künstliche Intelligenz (KI) wird zum zentralen Treiber im Rechnungswesen und verändert Prozesse spürbar. Mehr als jedes zweite Unternehmen (53%) nutzt KI in diesem Bereich bereits oder befindet sich in der Implementierung.


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  • Befreiung von Konzernrechnungslegungspflicht gemäß § 11 Abs. 5 S. 2 PublG

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    In der aktuellen Ausgabe des IDW Hefts 11/25 nimmt das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) Stellung zu einem praxisrelevanten Sonderfall der Konzernrechnungslegung: Kann sich ein bislang nach § 290 HGB konzernrechnungslegungspflichtiges Mutterunternehmen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft seiner handelsrechtlichen Pflicht entziehen, indem es durch Formwechsel in eine Rechtsform – etwa eine KG – umgewandelt wird, die nicht unter § 264a HGB (keine Kapitalgesellschaften & Co.) fällt?


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  • Untergang der Verlustvorträge im Rahmen einer Verschmelzung

    Christian Thurow

    FG Münster Urt. v. 29.10.2025 – 9 K 1153/21 K,F (Revision zugelassen)

     

    Bei der Verschmelzung von Metallen fallen in der Regel Abfallprodukte – die sog. Schlacken – an. Auch bei der Verschmelzung von zwei Unternehmen kann es steuerlich zu einer solchen Entschlackung kommen – etwa wenn das zu verschmelzende Unternehmen über steuerliche Verlustvorträge verfügt.


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  • Verfall des Urlaubsabgeltungsanspruchs: Keine Hinweispflichten

    Birgit Grups

    LAG Köln, Urt. v. 12.12.2024 – 3 SLa 356/24

     

    Spätestens seit einem Urteil des EuGH aus dem Jahr 2018 ist klar: Der Urlaubsanspruch kann nur noch dann am Ende des Jahres verfallen, wenn der Arbeitgeber seiner Hinweispflicht nachkommt. Dass das nicht für den Urlaubsabgeltungsanspruch gilt, wird nachfolgend unter Bezug auf einschlägige Rechtsprechung erläutert.


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  • EU-Parlament einigt sich am 13.11.2025 auf seine Verhandlungsposition zur Vereinfachung von CSRD und CSDDD

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    Berichtspflichten sollen künftig auf große Unternehmen konzentriert werden

     

    Am 13.11.2025 hat das Europäische Parlament einer Vereinfachung der Anforderungen der EU-Richtlinie für Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive, kurz: CSRD), der EU-Taxonomie-Verordnung und der EU-Richtlinie über unternehmerische Sorgfaltspflichten (Corporate Sustainability Due Diligence Directive, kurz: CSDDD) zugestimmt. Mit der neuen Position sollen Berichtspflichten auf große Unternehmen beschränkt und die Komplexität der Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich reduziert werden. Am 18.11.2025 sollen die Trilogverhandlungen beginnen.


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  • Formeller Buchführungsmangel bei fehlendem Ausweis von Stornobuchungen

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 29.7.2025 – X R 23-24/21

     

    Ein formeller Buchführungsmangel, der eine Schätzungsbefugnis nach § 162 AO begründet, kann auch dann vorliegen, wenn ein Kassensystem Stornierungen zulässt und diese systembedingt in den Tagesabschlüssen oder in den Z-Bons nicht ausgewiesen werden.

    Auch wenn die Finanzämter bei der Wahl ihrer Schätzungsmethoden grundsätzlich frei sind, sind vorrangig genauere Schätzungsmethoden zu nutzen. In der Regel ist der innere Betriebsvergleich im Verhältnis zum äußeren Betriebsvergleich als die zuverlässigere Schätzungsmethode anzusehen [Leitsatzzusammenfassung d. Red.].

     


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  • CSRD-Umsetzungsgesetz: Bundesregierung reagiert auf Bundesratsvorschläge

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    Bundesregierung legt ihre Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrats vom 17.10.2025 vor

     

    Die Bundesregierung hat am 29.10.2025 ihre Gegenäußerung zur Bundesratsstellungnahme zum CSRD-Umsetzungsgesetz vom 17.10.2025 vorgelegt. Darin wird unter anderem Folgendes klargestellt: Die Aufstellungslösung bezüglich des ESEF-Formats der Nachhaltigkeitsberichte soll bestehen bleiben; zugleich soll die ESEF-Pflicht für Berichte betreffend das Geschäftsjahr 2025 aufgeschoben werden. Hinsichtlich einer Öffnung des Prüfermarkts für unabhängige Assurance-Anbieter bleibt die Bundesregierung zurückhaltend.


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  • EU-Kommission schlägt Änderungen an der Entwaldungsverordnung (EUDR) vor

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    Geänderte Pflichten und Verschiebung der Erstanwendung für Klein- und Kleinst-Unternehmen

     

    Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag zur Änderung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) vorgelegt. Ziel ist es, die Anforderungen praxisgerechter zu gestalten und insbesondere kleinere Unternehmen zu entlasten. Der Entwurf sieht neue Kategorien von Marktteilnehmern, vereinfachte Sorgfaltspflichten und angepasste Übergangsfristen vor.


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  • Nachhaltigkeit: Vom Kostenfaktor zum Wettbewerbsvorteil

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Europäische Unternehmen bewerten Nachhaltigkeit neu laut KPMG-Studie vom 11.11.2025

     

    Nachhaltigkeit rechnet sich: Drei von vier Unternehmen (75%) erkennen laut der Studie „Sustainability Value Creation“ von KPMG in Deutschland, dass Nachhaltigkeit finanziell wirkt – etwa durch Effizienzsteigerungen oder Wachstum in neuen Märkten. Ein Lufthansa-Whitepaper unterstützt Mittelständler, die daran teilhaben wollen.


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  • Daten & Berichtssysteme gemäß EU-Entwaldungsverordnung

    Gunnar Teigelake

    Checkliste zur Datenaufbereitung und Systemgestaltung

     

    Trotz Omnibus-Reduzierungen stellen wachsende Berichtsanforderungen in einer zunehmend datengetriebenen Geschäftswelt viele Unternehmen vor Herausforderungen. Ein Beispiel ist die neue EU-Verordnung gegen Entwaldung. Eine Checkliste hilft, den Status quo zu erfassen und notwendige Gestaltungen vorzubereiten sowie in Gang zu setzen.

     


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  • (Firmen-)Elektrofahrzeuge: Zurverfügungstellung des Ladestroms durch den Arbeitgeber

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

    BMF 11.11.2025, IV C 5 – S 2334/00087/014/013

     

    Das BMF-Schreiben behandelt den steuer- und sozialversicherungsfreien Auslagenersatz des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer bei Firmenelektrofahrzeugen (§ 3 Nr. 50 EStG) sowie die steuer- und sozialversicherungsfreie Zurverfügungstellung des Ladestroms vom Arbeitgeber für private Elektrofahrzeuge des Arbeitnehmers (§ 3 Nr. 46 EStG).

     


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  • Finanzierung der Transformationsaufgaben in KMU

    Matthias Hauf

    Alternative Finanzierungsformen in hybride Finanzierungsstrategien einbinden

     

    In der aktuell besonders schwierigen Wirtschaftslage müssen viele Unternehmen ihre Geschäftsmodelle anpassen, Produktionsstrukturen modernisieren und umweltfreundliche Prozesse implementieren. Alternative Finanzierungsformen wie Sale-and-lease-back oder Asset-Based-Lending gewinnen an Bedeutung. Zusätzlich befasst sich dieser Artikel mit der Einbindung von Fördermitteln in die Finanzierung von KMU.


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  • Kernprobleme des StaRUG

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Bestandsaufnahme anlässlich des VID-Kongresses vom 6.11.2025

     

    In einem Programmteil des VID-Kongresses 2025 wurde am 6.11.2025 in Berlin das mit dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) zur Verfügung gestellte Instrumentarium diskutiert, das im Vorfeld von Insolvenzen Lösungen in Krisenkonstellationen eröffnen soll. Die Verfahrensherrschaft liegt bei den Schuldnern. Aus Gläubigersicht bestehen Chancen und Risiken.


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  • Gefestigte Rolle der Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Bestandsaufnahme zur Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß PwC-Studie vom 27.10.2025

     

    Nachhaltigkeit ade? Keineswegs: Laut PwC-Studie haben 98% der Unternehmen in Deutschland das Nachhaltigkeitsstreben fest in der Geschäftsstrategie verankert. Trotz „Stop the Clock“ (vorübergehende Aussetzung bestimmter regulatorischer Anforderungen) erhöhen sogar zwei Drittel der Unternehmen ihren Ressourcenaufwand für die Berichterstattung.

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  • DRSC-Thesenpapier zur Anwendung internationaler Rechnungslegung im Jahresabschluss

    Christian Thurow

     

    In der Kalenderwoche 45 hat das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) ein Thesenpapier zur Anwendung internationaler Rechnungslegung im Jahresabschluss veröffentlicht. Die enthaltenen 10 Thesen beruhen auf den Erkenntnissen der früher im Jahr 2025 veröffentlichten Fallstudie zur befreienden Anwendung der IFRS im Einzelabschluss von Tochterunternehmen.


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