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  • Gebühren bei verbindlicher Auskunft

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 25.2.2026 – II R 38/23

     

    Für jeden einzelnen Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft nach § 89 Abs. 2 S. 1 AO kann eine Gebühr nach § 89 Abs. 3 S. 1 AO erhoben werden, wobei sich die Anzahl der Anträge nach dem zugrunde liegenden Sachverhalt als einheitlichem Lebensvorgang richtet. Die Auskunftsgebühren unterliegen nicht der Festsetzungsverjährung; die Gebührenerhebung ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, auch wenn der Auskunftsantrag abgelehnt wird.


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  • Aktualisierter Fragen-Antworten-Katalog zur Grundsteuer vom BMF veröffentlicht

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

     

    Das Bundesministerium der Finanzen stellt einen aktualisierten Fragen-Antworten-Katalog zur neuen Grundsteuer zur Verfügung (Stand: 3.7.2026).


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  • Vorbereitung auf die Steuerprüfer: Datenbasierte Erkennung umsatzsteuerlicher Risiken

    Dr. Mario Wagner und Lukas Bien

    Prävention mit IDEA-Analysen

     

    Die Anforderungen an die steuerliche Datenvorhaltung und die digitale Außenprüfung nehmen weiter zu. Maßgebend sind insbesondere die „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ (kurz: GoBD). Diese verlangen neben der ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung auch die maschinelle Auswertbarkeit sämtlicher Unterlagen und konkretisieren die Datenzugriffserfordernisse seitens der Finanzverwaltung. In diesem Umfeld gewinnen strukturierte Umsatzsteuer-Checks (sog. VAT Health Checks) an Bedeutung, da sie Risiken nicht erst in der steuerlichen Betriebsprüfung sichtbar machen, sondern bereits im Vorfeld abfangen.


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  • Neue Maßnahmen zum Bürokratieabbau in Deutschland vorgestellt

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    Zweite Sitzung des „Entlastungskabinetts“

     

    Das Bundeskabinett hat sich in seiner Sitzung vom 15.7.2026 auf weitere Maßnahmen zum Bürokratieabbau verständigt und die Ergebnisse veröffentlicht. Hiermit soll eine jährliche Entlastung von 600 Mio. € erreicht werden.


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  • Vereinigung zu einheitlichem Gewerbebetrieb nach Hinzuerwerb eines Betriebs?

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    BFH Urt. v. 28.1.2026  X R 8/23

     

    Übt eine natürliche Person mehrere gewerbliche Tätigkeiten aus, kann es sich gewerbesteuerlich in Abhängigkeit von der Gleichartigkeit oder Ungleichartigkeit der Betätigungen sowie von ihrem wirtschaftlichen, organisatorischen und finanziellen Zusammenhang um einen Betrieb oder mehrere selbständige Betriebe handeln. Auch im Fall eines Hinzuerwerbs eines bislang selbständigen Betriebs bedarf es einer Prüfung des wirtschaftlichen, organisatorischen und finanziellen Zusammenhangs.

     


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  • Unvermeidbarer Irrtum oder unterlassene Sachverhaltsaufklärung – die Tücken des § 152 Abs. 5 S. 3 AO

    Christian Thurow

    FG Köln Urt. v. 22.4.2026 – 12 K 72/25 (Revision zugelassen)

     

    Die englische Autorin Margaret Heffernan widmet sich in ihrem Buch „Wilful Blindness“ dem Phänomen der vorsätzlichen Blindheit. Hierunter versteht man das bewusste Wegschauen bei offensichtlichen Anzeichen von Fehlverhalten oder Gefahren. Steuerrechtlich kann eine solche Vogel-Strauß-Taktik jedoch Nachteile für den Steuerpflichtigen mit sich bringen.


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  • Steuerliche Außenprüfung und Festsetzungsverjährung

    BC-Redaktion

    BFH Beschl. v. 24.6.2026 – IX B 127/25

     

    Eine Außenprüfung für Steuern, für die Festsetzungsverjährung eingetreten ist, kann angeordnet werden, wenn sich die Frage der Verjährung erst nach der Klärung des Sachverhalts durch die Außenprüfung zuverlässig beantworten lässt.


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  • Befreiung von der Konzernrechnungslegungspflicht nach § 290 Abs. 5 HGB – Bedeutung assoziierter Unternehmen

    Prof. Dr. Christian Zwirner, Dr. Julia Busch und Patrick Reinhardt

    Wesentlichkeitsüberlegungen bei der Befreiung mangels konsolidierungspflichtiger Tochterunternehmen

     

    Die Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 290 Abs. 5 HGB stellt eine Ausnahme von der grundsätzlichen Konzernrechnungslegungspflicht des Mutterunternehmens dar. Voraussetzung hierfür ist, dass für sämtliche Tochterunternehmen Konsolidierungswahlrechte in Anspruch genommen werden können. In der Regel betrifft dies Fallkonstellationen, bei denen sämtliche Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung sind. Im Zusammenhang mit dieser Befreiungsmöglichkeit stellt sich jedoch die Frage, ob sich die Beurteilung der untergeordneten Bedeutung ausschließlich auf die Tochterunternehmen beschränkt oder ob auch assoziierte Unternehmen in die Beurteilung einzubeziehen sind. Die Beantwortung dieser Frage ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Einbeziehung eines assoziierten Unternehmens die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in einem Konzernabschluss wesentlich beeinflussen würde.


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  • Gegenleistung bei der Veräußerung von Grundstücken mit Solar- bzw. Photovoltaikanlagen

    Kai Peter Künkele

    FinMin Niedersachsen Erlass v. 30.4.2026 – S 4503-018

     

    Das Finanzministerium Niedersachsen hat zu der Frage Stellung genommen, ob der Kaufpreisanteil für Solar- oder Photovoltaikanlagen beim Erwerb eines Grundstücks in die grunderwerbsteuerliche Gegenleistung einfließen sollte.


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  • EU-Kommission verabschiedet überarbeitete Nachhaltigkeitsberichtsstandards (ESRS) und den freiwilligen Berichtsstandard (VS)

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    ESRS 2.0 und VS sollen Berichtspflichten deutlich vereinfachen

     

    Die Europäische Kommission hat am 3.7.2026 die überarbeiteten Europäischen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS – European Sustainability Reporting Standards) sowie den freiwilligen Berichtsstandard (VS) für nicht berichtspflichtige Unternehmen beschlossen. Mit den Standards soll der Verwaltungsaufwand gesenkt und die Berichterstattung effizienter gestaltet werden.


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  • Heft 7/2026

    BC-Redaktion
    Top-Thema: KI-gestützte Kontierung: Wenn Buchungsregeln an ihre Grenzen stoßen (mit Testfragen zur BC-Zertifizierung)
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  • Hinzurechnung im vereinfachten Ertragswertverfahren

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 25.3.2026 – II R 17/23

     

    Wenn ein Unternehmen wegen eines Kartellrechtsverstoßes zu einer Geldbuße verurteilt wurde und dafür eine Rückstellung gebildet hat, muss dieser Aufwand bei der Ermittlung des Unternehmenswerts besonders berücksichtigt werden.


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  • Bundesregierung stellt umfassendes Reformpaket vor

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

     

    Am 2.7.2026 gab die Bundesregierung nach längeren Sondierungsgesprächen ihr neues Reformpaket bekannt. Dieses soll die deutsche Wirtschaft stärken, private Haushalte und Unternehmen entlasten und Bürokratie abbauen. Konkrete Maßnahmen sollen bereits zum 1.1.2027 umgesetzt werden.

     


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  • Mitarbeiterbeteiligungen mit negativen Liquidationspräferenzen (sog. Hurdle-Shares): steuerliche Behandlung

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    Bayerisches Landesamt für Steuern, Verfügung vom 28.5.2026

     

    Das Bayerische Landesamt für Steuern (LfSt Bayern) hat in seiner Verfügung die jüngste Rechtsprechung des BFH berücksichtigt. Zeitpunkt der Ausgabe der Anteile sowie der Zufluss von Erlösen aus Mitarbeiterbeteiligungen sind demnach steuerlich getrennt voneinander und unabhängig zu betrachtende Sachverhalte.


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  • Integrated Reporting als Fundament der Unternehmenssteuerung

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Ablösung von Datensilos mittels integrierter Berichterstattung

     

    Nur wenige Unternehmen leiden heute unter einem Mangel an Daten – viele haben aber Defizite hinsichtlich steuerungsrelevanter Informationen. Offenbar haben sich Reporting-Volumen und Entscheidungsqualität entkoppelt. Als Ausweg ist eine integrierte Berichterstattung, das sog. Integrated Reporting, ein vielversprechendes Konzept – aber nur, wenn sie bzw. es konsequent am Informationsbedarf der Entscheidungsträger ausgerichtet wird.


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  • FAQ-Katalog zur sozialversicherungspflichtigen, aber steuerfreien Aktivrente

    Aktualisierung durch das Bundesministerium der Finanzen vom 25.6.2026

     

    Seit dem 1. 1. 2026 ist der Arbeitslohn von Arbeitnehmern, die die Regelaltersgrenze erreicht haben und weiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei. Dabei sind andere Steuerbefreiungen (etwa der Übungsleiterfreibetrag) vorrangig anzuwenden und mindern nicht den Aktivrentenfreibetrag. Auch Midijobber (Entgelt 603,01 € bis 2.000 €) profitieren in voller Höhe ihres tatsächlichen Arbeitsentgelts von der Steuerfreiheit, ohne auf die sozialversicherungsrechtlich fiktiv reduzierte beitragspflichtige Einnahme beschränkt zu sein.


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  • Deutsche Bundesbank erhöht den Basiszins nach § 247 BGB auf 1,52% zum 1.7.2026

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    Auswirkungen auf Verzugszinsen nach § 288 BGB sowie mögliche steuerliche Folgen und handelsrechtliche Berichtspflichten

     

    Nachdem der Basiszinssatz gemäß § 247 Abs. 1 BGB zum 1.1.2024 noch bei 3,62% lag, hat die Deutsche Bundesbank den Zinssatz zwischenzeitlich dreimal gesenkt, zuletzt zum 1.7.2025 auf 1,27%. Zum 1.7.2026 erhöht die Bundesbank den Zinssatz um 0,25 Prozentpunkte. Der Basiszinssatz wirkt sich u.a. auf die Höhe der Verzugszinsen nach § 288 BGB aus und kann sich ggf. auch auf die Beurteilung der Angemessenheit der Verzinsung von Gesellschafterdarlehen in steuerlicher Hinsicht sowie vor dem Hintergrund handelsrechtlicher Berichtspflichten auswirken.


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  • Prüfung der Fremdüblichkeit eines Arbeitsvertrags zwischen nahen Angehörigen

    BC-Redaktion

    BFH Beschl. v. 18.11.2025 – VIII B 97/24

     

    Die steuerliche Anerkennung eines Arbeitsvertrags zwischen nahen Angehörigen scheitert nicht allein daran, dass die vertraglich vereinbarten Arbeitszeitnachweise (Stundenzettel) fehlen. Das Fehlen solcher Dokumentationen stellt kein eigenständiges Tatbestandsmerkmal für die Versagung des Betriebsausgabenabzugs dar, sondern ist lediglich ein Indiz (Kennzeichen) im Rahmen der gebotenen Gesamtwürdigung der fremdüblichen Vertragsgestaltung und -durchführung.


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  • Konfusionsgewinne fallen nicht unter § 8b KStG

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    BFH Urt. v. 11.3.2026 – I R 10/23

     

    Ein Konfusionsgewinn entsteht, wenn die Forderung mit einem niedrigeren Wert bilanziert war als die korrespondierende Verbindlichkeit (z.B. Forderung teilwertabgeschrieben auf 0 €, Verbindlichkeit zum Nennwert passiviert). Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass sogenannte Konfusionsgewinne, auch bei vorheriger Teilwertabschreibung, nicht unter § 8b KStG fallen und damit nicht steuerfrei sind.


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  • IDW-Stellungnahme zum Referentenentwurf des Jahressteuergesetzes 2026

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

     

    In seiner Stellungnahme vom 12.6.2026 zum Referentenentwurf des Jahressteuergesetzes 2026 (RefE JStG 2026) nimmt das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) zu zentralen Reformvorhaben des deutschen Steuerrechts Stellung.

    Im Mittelpunkt der Stellungnahme des IDW stehen insbesondere die beabsichtigte Kodifizierung der Kaufpreisaufteilung bei bebauten Grundstücken in § 6f EStG-E sowie die Neuregelung der umsatzsteuerlichen Organschaft in § 2c UStG-E.


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