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  • Heft 6/2026

    BC-Redaktion
    Top-Thema: Vorsteuerabzug aus Rechnungen von sog. „Ist-Versteuerern“ ab 1.1.2028 (mit Testfragen zur BC-Zertifizierung)
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  • Erfolgsmuster für die Handlungsfähigkeit unter schwierigsten Umständen

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Arbeitshilfen zum Aufbau von Resilienz

     

    In Zeiten der Krise, des Wandels und von Fachkräfteengpässen wird organisatorisch verankerte Resilienz (Widerstandsfähigkeit unter erschwerten Bedingungen) wichtiger denn je: Unternehmen, die verlässliche, gesunde und entwicklungsorientierte Arbeitsbedingungen bieten, sind attraktiver für Beschäftigte und können diese langfristig binden. Vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aufbereitete Praxisbeispiele geben einen Einblick in die Erfahrungswelt mittelständischer Unternehmen.


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  • Freiwillige Berichterstattung im Widerstreit der Interessen

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Fortbestehender Handlungsbedarf trotz reduzierter KMU-Pflichten

     

    Auch in der mittlerweile 15. Sitzung des BVBC-Arbeitskreises Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSR) lag am 5.6.2025 in Köln der Fokus auf den Anforderungen, die sich für den Mittelstand ergeben. Trotz der massiven Einschränkungen der regulatorisch vorgegebenen Berichtspflichten wird das Thema „Nachhaltigkeitsberichterstattung“ weiter auf der Tagesordnung bleiben, weil insbesondere für Banken als Kapitalgeber nach wie vor Verpflichtungen bestehen, den Nachhaltigkeitsstatus des anfragenden Unternehmens bei der Mittelvergabe zu berücksichtigen. Ferner ist auf die Wechselbeziehungen mit anderen Gesetzesänderungen zu achten (EmpCo-Richtlinie).


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  • JStG 2026 – Umsatzsteuerliche Organschaft auf Antrag

    Tim Zumbach und Carola Springfeld

     

    Der am 19.5.2026 veröffentlichte Referentenentwurf des Jahressteuergesetzes 2026 sieht – wie aus Fachkreisen seit Längerem gefordert – eine umfangreiche Neuausrichtung der umsatzsteuerlichen Organschaft vor. Durch Einführung eines Antragsverfahrens sollen die Rechtsfolgen der umsatzsteuerlichen Organschaft zukünftig nur noch auf ausdrückliche Erklärung eintreten.


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  • KI-Sprachmodelle im Rechnungswesen – eine vergleichende Analyse der WU Wien

    Christian Thurow

     

    Die Wirtschaftsuniversität Wien hat zusammen mit dem Board Service Center die Rechnungswesenskompetenz von 13 führenden KI-Sprachmodellen getestet. Hierzu wurden den Modellen über 500 Fragen aus den Bereichen Rechnungswesen, Management Accounting und Steuerrecht gestellt. Die Ergebnisse bieten einige interessante Erkenntnisse.


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  • Jahressteuergesetz 2026: BMF veröffentlicht Referentenentwurf mit zahlreichen steuerlichen Anpassungen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

     

    Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat am 19.5.2026 den Referentenentwurf für ein Jahressteuergesetz 2026 veröffentlicht. Der Entwurf enthält zahlreiche Anpassungen im Steuerrecht und reagiert insbesondere auf die aktuelle höchstrichterliche Rechtsprechung des EuGH, des BFH sowie des Bundesverfassungsgerichts.


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  • Anforderungen an einen Vertragsschluss durch per Messenger-Dienst übermittelte Erklärungen

    Christian Thurow

    OLG Frankfurt Urt. v. 5.5.2026 – 9 U 27/25 (Revision nicht zugelassen)

     

    Messenger-Dienste, wie WhatsApp, Facebook Messenger, Microsoft Teams oder Slack, spielen auch im Wirtschaftsleben eine zunehmende Rolle. Doch wann genau findet bei der Verwendung solcher Programme ein Vertragsabschluss statt? Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt stellt hierzu einige wichtige Kriterien auf.


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  • Niedriger gemeiner Wert: Hohe Anforderungen an das Sachverständigengutachten

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    FG Berlin-Brandenburg Urt. v. 8.10.2025 – 3 K 3093/24

     

    Das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg hat klargestellt, dass ein Gutachten zum Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts eines Grundstücks oder einer Immobilie nur dann überzeugt, wenn es methodisch korrekt und widerspruchsfrei ist. Im Streitfall genügte das vorgelegte Privatgutachten nicht, weil Bodenwert, Liegenschaftszins und Baumängel nicht nachvollziehbar bewertet wurden.


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  • Jahressteuergesetz 2026: Referentenentwurf

    BC-Redaktion

    BMF v. 19.5.2026; Veröffentlichung am 26.5.2026

     

    Das vorliegende Gesetz enthält eine Vielzahl thematisch nicht oder nur partiell miteinander verbundener Einzelmaßnahmen, die überwiegend technischen Charakter haben.

    Im Folgenden wird eine Auswahl der für das Rechnungswesen bedeutsamen (bilanz-)steuerlichen Neuregelungen aufgeführt.

     


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  • Passivierung von Verbindlichkeiten im Insolvenzverfahren

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    BFH Urt. v. 21.4.2026 – IX R 34/24

     

    Ein Verzicht des Gläubigers auf die Anmeldung seiner Forderung zur Insolvenztabelle löst weder handels- noch steuerbilanziell ein Passivierungsverbot für den Schuldner aus. Die von der Finanzverwaltung geforderte gewinnwirksame Ausbuchung ist damit nicht geboten.


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  • Fortführung des Geschäftsführeramts bei Anteilsveräußerung: Klassifizierung der Vergütung

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Anna Günther

    BFH Urt. v. 3.3.2026 – IX R 1/25

     

    Der Bundesfinanzhof hat zur steuerlichen Behandlung von Zahlungen, die im Zusammenhang mit dem Verkauf von GmbH-Anteilen und der anschließenden Fortführung einer Geschäftsführertätigkeit geleistet werden, Stellung genommen. Die Entscheidung ist insbesondere für Gesellschafter-Geschäftsführer bei Unternehmensverkäufen von praktischer Bedeutung.


     


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  • Bilanzierung von ertragsteuerlichen Nebenleistungen nach IFRS

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Julia Busch

    DRSC Interpretation 5 (IFRS) verabschiedet und veröffentlicht

     

    Der Fachausschuss Finanzberichterstattung des DRSC hat im April 2026 die DRSC Interpretation Nr. 5 (IFRS) zur Bilanzierung von ertragsteuerlichen Nebenleistungen nach IFRS verabschiedet und Ende Mai 2026 veröffentlicht. Die Erstanwendung ist parallel zur Erstanwendung von IFRS 18 vorgesehen.


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  • Beginn des Verzugs bei Mahnung mit Fristsetzung

    Christian Thurow

    LG Stralsund Urt. v. 15.5.2026 – 2 O 63/26

     

    Gemäß § 286 BGB kommt der Schuldner durch Mahnung in Verzug, was zu entsprechenden Verzugszinsen führen kann. Doch wann genau beginnt der Verzug, wenn das Mahnschreiben selbst eine Zahlungsfrist enthält?


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  • Bewertung bei Unternehmenszusammenschlüssen unter gemeinsamer Kontrolle

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Julia Busch

    Veröffentlichung des Modulentwurfs IFRS 3-M3 durch den FAB des IDW

     

    Der Fachausschuss Unternehmensberichterstattung (FAB) des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat im Mai 2026 den Entwurf eines neuen Moduls (IFRS 3-M3) der IFRS-Modulverlautbarung IDW RS FAB 50 verabschiedet. Dieser befasst sich mit der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden bei Unternehmenszusammenschlüssen unter gemeinsamer Kontrolle.


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  • Anwendung der Sanierungsklausel nach § 8c Abs. 1a KStG

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    BMF 29.4.2026, IV C 2 – S 2745-a/00040/001/239

     

    Das neue Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 29.4.2026 regelt ausführlich, wann es bei einem Anteilseignerwechsel nicht zum Untergang des Verlustvortrags kommt.

    Das BMF-Schreiben legt im Detail fest, unter welchen Bedingungen Verluste einer Kapitalgesellschaft trotz eines Wechsels des Anteilseigners erhalten bleiben, wenn der Erwerb der Sanierung dient.


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  • Abgrenzung von sofort abzugsfähigen Erhaltungsaufwendungen und nachträglichen Herstellungskosten

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FG Münster, Urt. v. 3.6.2025 – 13 K 356/23 E (Revision eingelegt, Az. BFH: IX R 13/25)

     

    Das Finanzgericht Münster hat sich in seinem Urteil mit Fragen der Abgrenzung von sofort abzugsfähigen Erhaltungsaufwendungen und nachträglichen Herstellungskosten bei Grund und Boden beschäftigt.


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  • Nachhaltigkeitsberichte erleichtern kostengünstigere Risikoabsicherung

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Neue Studie sieht Versicherbarkeit des Mittelstands unter Druck

     

    Wer über Nachhaltigkeit nur als Regulierungs- oder Reputationsthema spricht, unterschätzt ihre Wirkung auf den Versicherungsschutz. Neben Finanzierungszugängen erschweren Nachhaltigkeitsrisiken in mittelständischen Unternehmen zunehmend auch den Abschluss von Versicherungen, so z.B. hinsichtlich Betriebsunterbrechungen. Solche Risiken beeinflussen zunehmend Deckung, Kapazität, Preis und Ausschlüsse. Mit CSRD-Berichten kann gegengesteuert werden, denn sie liefern mehr belastbare Daten.


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  • Freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung durch den Mittelstand

    Daniel Scheffbuch und Dobrica Drvoshanova

    Teil 3: Praxisbeispiele für VSME-Berichtsinhalte

     

    Erste Unternehmen nutzen bereits das VSME-Reporting, um Anfragen unterschiedlicher Interessensgruppen (Stakeholder) strukturiert zu bearbeiten und zu bündeln. Hier wird gezeigt, welche Inhalte die Berichterstattenden wie priorisieren. Die bereits verfügbaren Praxisbeispiele zeigen, dass der VSME bzw. ihm ggf. nachfolgend der VS nicht zu einer einheitlichen „Standardlösung“ führen, sondern individuell ausfüllbare Spielräume lassen.


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  • Fehlerhafter Steuerschlüssel in einem ERP-System als Schreib- oder Rechenfehler i.S.d. § 173a AO?

    Christian Thurow

    FG Niedersachsen Urt. v. 19.3.2026 – 5 K 137/25 (Revision zugelassen)

     

    „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint“, heißt es im Volksmund. So ist es gut gemeint, wenn man eine falsche Steuerermittlung im ERP-System erkennt. Korrigiert man diese dann aber nicht richtig, kann anstelle eines Eingabefehlers eine grob fahrlässige Handlung vorliegen, welche die Situation „verschlimmbessert”.


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  • Vollverzinsung der Umsatzsteuer: kein Billigkeitserlass bei fehlerhafter Anwendung von Vereinfachungsregelungen

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 11.12.2025 – V R 28/25

     

    • Die Vollverzinsung der Umsatzsteuer gemäß § 233a AO verstößt nicht gegen das Unionsrecht.
    • Beruht ein Rechtsirrtum auf der fehlerhaften Anwendung einer von der Finanzverwaltung vorgesehenen Vereinfachungsregelung, deren Voraussetzungen nicht vorlagen, was der Steuerpflichtige auch hätte erkennen können, kommt ein Erlass von daraus entstehenden Nachzahlungszinsen aus Billigkeitsgründen nicht in Betracht.

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