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  • Körperschaftsteuerliche Organschaft unter Beteiligung einer Kapitalgesellschaft mit atypisch stiller Beteiligung

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Anna Günther

     

    Mit zwei im April 2025 veröffentlichten Entscheidungen hatte der BFH klargestellt, dass eine Kapitalgesellschaft, an der eine atypisch stille Beteiligung besteht, grundsätzlich als Organgesellschaft im Rahmen einer körperschaftsteuerlichen Organschaft in Betracht kommt. Hierbei ist der BFH bei einem Urteil auch von der Auffassung der Finanzverwaltung abgewichen. Nun hat das Bundesfinanzministerium (BMF) mit Schreiben vom 13.11.2025 zu den Auswirkungen dieser beiden BFH-Entscheidungen Stellung bezogen.


     


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  • Steuerberatungsgesetz: Änderungen zur beschränkten geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen

    BC-Redaktion

    Beschluss des Bundeskabinetts vom 14.1.2026

     

    Die EU-Kommission hat die bisherigen Regelungen im Steuerberatungsgesetz (StBerG) zur Befugnis zur beschränkten geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen als unsystematisch und zusammenhanglos kritisiert. Daher musste der deutsche Gesetzgeber eine Neuregelung dieser Befugnisse vornehmen.


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  • IFRS 18: Währungsumrechnungsdifferenzen

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    IDW-Schreiben an IFRS IC

     

    Mit IFRS 18 „Darstellung und Angaben im Abschluss“ wird eine einheitliche Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) vorgegeben. Die GuV ist künftig in operative, investive, finanzielle Kategorien sowie Ertragsteuern und aufgegebene Geschäftsbereiche zu gliedern. Zudem führt IFRS 18 klar definierte Zwischensummen ein, wie das operative Ergebnis und das Ergebnis vor Finanzierung und Ertragsteuern. Vor diesem Hintergrund hat das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) das IFRS Interpretations Committee (Ausschuss für die Auslegung von Standards) um Klarstellung zur Klassifizierung von Währungsumrechnungsdifferenzen gebeten.


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  • Firmenwagenbesteuerung: Vorteilsmindernde Berücksichtigung der vom Arbeitnehmer getragenen Stellplatzkosten

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 9.9.2025 – VI R 7/23

     

    Der geldwerte Vorteil aus der Firmenwagenüberlassung wird in der Praxis oft mithilfe der 1%-Bruttolistenpreisregel ermittelt. Umstritten ist, ob der so ermittelte geldwerte Vorteil um die Stellplatzkosten zu kürzen ist, die vom Arbeitnehmer selbst getragen werden.


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  • Verspätete Offenlegungen des Jahresabschlusses: Aussetzung des Ordnungsgeldverfahrens bis Mitte März 2026

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

    Verlängerte Offenlegungsfrist für Rechnungslegungsunterlagen betreffend das kalenderjahrgleiche Geschäftsjahr 2024

     

    Das Bundesamt für Justiz wird bei verspäteter Offenlegung von Rechnungslegungsunterlagen für das Geschäftsjahr mit dem Bilanzstichtag 31.12.2024 erst ab Mitte März 2026 – und damit leicht verzögert – Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB wegen nicht rechtzeitiger Offenlegung von Jahresabschlüssen einleiten.


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  • Verträge zwischen Angehörigen

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Zur Bedeutung der Schriftform für die steuerliche Anerkennung

     

    Vertragsverhältnisse zwischen Angehörigen stehen oft im Fokus steuerlicher Außenprüfungen, da sie aufgrund des Näheverhältnisses ein erhöhtes Missbrauchspotenzial bergen. Die steuerliche Anerkennung solcher Verträge setzt nach ständiger Rechtsprechung voraus, dass sie sowohl zivilrechtlich wirksam vereinbart als auch tatsächlich durchgeführt werden und einem Fremdvergleich standhalten. In der Praxis scheitert die Anerkennung allerdings häufig bereits daran, dass eine schriftliche Fixierung der Vereinbarungen fehlt.


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  • Geringfügige Beschäftigung: Neue Geringfügigkeits-Richtlinien ab 1.1.2026

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

    Richtlinien für die versicherungsrechtliche Beurteilung von geringfügigen Beschäftigungen – Geringfügigkeits-Richtlinien vom 5.1.2026

     

    Der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See und die Bundesagentur für Arbeit haben die neuen Geringfügigkeits-Richtlinien zum 1.1.2026 veröffentlicht. Sie enthalten Regelungen und Antworten auf Zweifelsfragen bei geringfügigen und kurzfristigen Beschäftigungen.


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  • Heft 1/2026

    BC-Redaktion
    Top-Thema: Checkliste: Erstellung des Konzernabschlusses nach HGB und den DRS (Teil 2)
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  • IASB-Updates Dezember 2025

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Der International Accounting Standards Board (IASB) hat das Update zur Sitzung vom 8. bis 11.12.2025 veröffentlicht. Im Fokus stehen unter anderem der Start des Post Implementation Reviews (Überprüfungen nach der Implementierung) zu IFRS 9 Hedge Accounting, Fortschritte bei IAS 32 und IAS 36, Weiterentwicklungen zur Kapitalflussrechnung sowie gezielte Anpassungen an IAS 28 und IAS 37. Das Update gibt einen kompakten Überblick über die aktuellen Schwerpunkte und die nächsten Schritte in der Weiterentwicklung der Rechnungslegungsvorschriften.

     


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  • Steuerung in Familienunternehmen: Aufgaben in 2026

    Dirk Artelt und Jürgen Gottinger

    Krisenrobuster und profitabler als der Wettbewerb

     

    Familienunternehmen mit professionellem Strategiemanagement sind krisenrobuster und profitabler. Wie das konkret umzusetzen und der Erfolg zu messen ist, zeigt ein Reifegradmodell mit vier Dimensionen. Insbesondere in instabilen Märkten erweist sich strategisches Management als entscheidender Resilienzfaktor.


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  • Buchwertantrag bei Umwandlungen formfrei möglich

    Daniel Scheffbuch und Triantafillos Tatigiannis

    Steuerneutrale Übertragung stiller Reserven

     

    Bei Umwandlungen können stille Reserven steuerneutral übertragen werden, wenn ein Buchwertantrag nach § 3 Abs. 2 UmwStG gestellt wird. Lange war umstritten, ob hierfür ein förmlicher Antrag an das Finanzamt erforderlich ist oder ob sich der Wille auch aus den eingereichten Unterlagen ergeben kann. Nachdem das Finanzgericht (FG) Niedersachsen bereits 2022 eine formfreie Antragstellung bejaht hatte, hat der BFH diese Auffassung ausdrücklich bestätigt.


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  • Sachbezugswerte für Mahlzeiten an Arbeitnehmer ab 2026

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

    BMF 29.12.2025, IV C 5 – S 2334/00088/007/013

     

    Durch die 16. Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsverordnung (SvEV) vom 19.12.2025 (BGBl. I 2025, 377) sind die Sachbezugswerte für das Kalenderjahr 2026 festgesetzt worden.


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  • Doppelte Haushaltsführung: Aufwendungen für die Anmietung eines Pkw-Stellplatzes als Werbungskosten

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 20.11.2025 – VI R 4/23

     

    Die Höhe der im Rahmen der doppelten Haushaltsführung absetzbaren Unterkunftskosten ist nach § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 5 S. 4 EStG begrenzt. Umstritten ist, ob die Kosten für den zur Wohnung gehörenden Tiefgaragenstellplatz zu diesen Unterkunftskosten zählen.


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  • Steuerliche Entlastungen ab 2026

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

     

    Die Bundesregierung hat auf ihrer Internetseite einen Überblick über die im Jahr 2025 beschlossenen und überwiegend ab dem 1.1.2026 geltenden (steuerlichen) Entlastungsmaßnahmen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen veröffentlicht.


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  • Mehr Zeit, weniger Aufwand – EU-Parlament verschiebt und vereinfacht die Entwaldungsverordnung (EUDR)

    Prof. Dr. Christian Zwirner, Dr. Corinna Boecker und Andreas Kuhn

    Ein Jahr mehr Zeit für Unternehmen – plus Erleichterungen bei Sorgfaltserklärungen und Ausnahmen für Druckerzeugnisse

     

    Das EU-Parlament hat am 17.12.2025 die gezielten Änderungen an der Entwaldungsverordnung (EUDR) beschlossen. Unternehmen erhalten ein zusätzliches Jahr für die Umsetzung: Große Marktteilnehmer und Händler starten am 30.12.2026, kleine und kleinste Unternehmen am 30.6.2027. Zudem werden Pflichten vereinfacht, Händler entlastet und Druckerzeugnisse ausgenommen. Bis Ende 2025 sollen noch die formelle Zustimmung des EU-Rats sowie die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt erfolgen.


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  • Zusammenballung von Einkünften durch Corona-Finanzhilfen

    Christian Thurow

    BFH Beschl. v. 28.11.2025 – X B 27/25

     

    Stellen Corona-Finanzhilfen tarifbegünstigte außerordentliche Einkünfte dar? Der BFH hat hierzu eine klare Meinung.


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  • AWV-Meldepflichten bei grenzüberschreitenden Zahlungen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Anna Günther

     

    Anfang des Jahres 2025 wurden die Meldepflichten nach der Außenwirtschaftsverordnung (AWV) umfassend angepasst. Die Änderungen nach § 67 AWV betreffen insbesondere die Erhöhung der Meldeschwellen, neue Regelungen für den Reiseverkehr und die Schifffahrt sowie die Harmonisierung der Meldefristen. Die AWV-Meldepflicht gilt für sämtliche grenzüberschreitenden Zahlungen. Werden die jeweils gültigen Schwellenwerte überschritten, müssen Zahlungen ins Ausland oder Zahlungen aus dem Ausland der Deutschen Bundesbank gemeldet werden. Ein Unterlassen kann zu erheblichen Bußgeldern führen.


     


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  • Unrichtige Angaben in einer Erklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen: Steuerhinterziehung

    Christian Thurow

    BGH Urt. v. 14.10.2025 – 1 StR 445/24

     

    Wann beginnt eine Steuerverkürzung bei einer Personengesellschaft, und ab welcher Höhe liegt ein besonders schwerer Fall vor? Mit diesen Fragen hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) befasst und dabei auch seine bisherige Rechtsprechung aus dem Jahr 2024 abgeändert.


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  • Unrichtiger Steuerausweis: Rechnungsberichtigung durch beauftragte Dritte – Berichtigungszeitpunkt

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 9.7.2025 – XI R 25/23

     

    1. Die Berichtigung eines in einer Rechnung unrichtig ausgewiesenen Steuerbetrags wirkt zu dem Zeitpunkt, zu dem eine zuvor bestehende Gefährdung des Steueraufkommens beseitigt ist.
    2. Die Berichtigung des Steuerbetrags wegen einer Änderung der Bemessungsgrundlage (§ 17 Abs. 1 S. 1 UStG) ist nicht zwingend von der Berichtigung der Rechnung abhängig.
    3. Die Berichtigung einer Rechnung kann auch durch dritte Personen erfolgen, die mit der Prüfung der Rechnung beauftragt sind, wenn der Aussteller und der Empfänger der Rechnung akzeptieren, dass als Ergebnis der Prüfung eine Rechnungsberichtigung zu erfolgen hat.

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  • Abgegoltene Urlaubsansprüche bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses als tarifbegünstigte Einkünfte?

    Christian Thurow

    FG Münster Urt. v. 13.11.2025 – 12 K 1853/23 E (Revision zugelassen)

     

    Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten sind nach § 34 Abs. 1 EStG unter bestimmten Voraussetzungen einkommensteuerbegünstigt. Umstritten ist, ob diese Begünstigung auch die Abgeltung von Urlaubsansprüchen umfasst, die über mehrere Jahre aufgelaufen sind.


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