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  • BFH bestätigt Steuerfreiheit von Corona-Sonderzahlungen

    Michael Vodermeier und Anna Günther

    BFH Urt. v. 21.1.2026 – VI R 25/24

     

    Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Corona-Sonderzahlungen auch dann steuerfrei sind, wenn sie auf andere freiwillige Sonderleistungen des Arbeitgebers angerechnet werden. Voraussetzung ist, dass die Zahlungen erkennbar zur Abmilderung der Belastungen durch die Corona-Pandemie geleistet wurden.


     


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  • Dienstreisen: Kein Werbungskostenabzug, wenn anstelle des Firmenwagens der Privatwagen genutzt wird

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 21.1.2026 – VI R 30/24

     

    Aufwendungen für Dienstreisen mit dem Privatwagen sind in der Regel unangemessen und deshalb in voller Höhe nicht als Werbungskosten zu berücksichtigen, wenn der Steuerpflichtige über einen Firmenwagen verfügt und ihm bei dessen Nutzung keine Fahrtkosten entstanden wären.


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  • Überarbeitete ESRS und Standard für eine freiwillige Berichterstattung (VS): EU-Kommission startet vierwöchige Konsultation

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    Entwürfe sollen sowohl die verpflichtende als auch die freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich vereinfachen

     

    Die Europäische Kommission hat am 6.5.2026 die öffentliche Konsultation zu den überarbeiteten Europäischen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS – European Sustainability Reporting Standards) sowie zu einem Standard betreffend die freiwillige Berichterstattung für kleinere Unternehmen (VS – früher VSME) gestartet. Die Entwürfe versprechen Vereinfachungen.


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  • Hotelzimmer als (fiktives) Anlagevermögen des anmietenden Gewerbebetriebs?

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    BFH Urt. v. 15.1.2026 – III R 28/24

     

    Für die Zuordnung von Wirtschaftsgütern zum (fiktiven) Anlagevermögen genügt es, dass sie nach den tatsächlichen betrieblichen Verhältnissen (erkennbar) objektiv und subjektiv dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen (vgl. § 247 Abs. 2 HGB); sie müssen ihm nicht direkt oder unmittelbar dienen, nicht zwingend erforderlich sein und nicht das Kerngeschäft betreffen. Konkret ist eine gewerbesteuerliche Hinzurechnung bei der Anmietung von Hotelzimmern durch einen Veranstalter nur unter der Voraussetzung vorzunehmen, dass die Hotelzimmer dem (fiktiven) Anlagevermögen des anmietenden Gewerbebetriebs zuzuordnen sind. Ob eine solche Zuordnung zu erfolgen hat, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.


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  • Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte: Betriebsausgabenabzug – Anforderungen an eine Betriebsstätte

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 5.2.2026 – III R 18/25

     

    1. Eine Betriebsstätte im Sinne des § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6 EStG ist der Ort, an dem oder von dem aus ein selbständig Tätiger seine Leistung gegenüber den Kunden erbringt. Der Begriff setzt eine ortsfeste dauerhafte betriebliche Einrichtung voraus, die der Steuerpflichtige nicht nur gelegentlich, sondern mit einer gewissen Nachhaltigkeit, d.h. fortdauernd und immer wieder zur Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit aufsucht.

    2. Die bisherige normspezifische Auslegung des Begriffs „Betriebsstätte“ durch den BFH ist auch nach der Neuordnung des steuerlichen Reisekostenrechts ab dem Veranlagungszeitraum 2014 durch das Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20.2.2013 weiterhin maßgeblich.

     

     


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  • Green Controlling Preis 2026: Sartorius Group

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Nachhaltigkeit als fester Bestandteil der Erfolgssteuerung

     

    Am 28.4.2026 wurde der aus Mitteln der Péter Horváth Stiftung dotierte Green Controlling Preis 2026 verliehen. Ausgezeichnet wurde die Sartorius Group. Mit ihrem Ansatz eines integrierten ESG Performance Management konnte sie die Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhold Mayer überzeugen. Es bindet ökologische, soziale und ökonomische Aspekte systematisch in die Unternehmenssteuerung ein. Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht als parallelen Prozess, sondern als festen Bestandteil der Performance-Steuerung zu etablieren.


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  • 20-Jahres-Rekord bei Insolvenzen in Europa

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Grenzüberschreitende Alarmsignale aufgrund neuer Creditreform-Zahlen

     

    Die Insolvenzzahlen in Europa haben 2025 einen neuen Höhepunkt erreicht – und markieren in Westeuropa den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Ein schwacher Welthandel und geopolitische Risiken treffen auf strukturelle Standortprobleme. Die Kombination zehrt nach Creditreform-Einschätzungen vom 5.5.2026 an der Substanz vieler Betriebe und treibt neben den Insolvenzzahlen vor allem auch die Schließungszahlen (Betriebseinstellungen ohne Insolvenzverfahren) nach oben. Risiko- und Forderungsmanager sind zunehmend gefordert, zumal die Zahlen in Deutschland weit über dem europäischen Durchschnitt liegen.


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  • Steuer- und sozialversicherungsfreie Entlastungsprämie bis zu 1.000 €

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

     

    Am Freitag, 8.5.2026, wird der Bundesrat aller Voraussicht nach der Möglichkeit zustimmen, dass der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern eine steuer- und sozialversicherungsfreie Entlastungsprämie von insgesamt bis zu 1.000 € gewähren kann (§ 3 Nr. 11d EStG-neu). Der Steuerfreibetrag von bis zu 1.000 € gilt für Geld- und Sachleistungen ab dem Tag, der auf die Verkündigung des Gesetzes folgt (dies wird im Laufe des Monats Mai 2026 der Fall sein), bis zum 30.6.2027. Der steuerfreie Betrag unterliegt nicht dem sog. Progressionsvorbehalt.


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  • Heft 5/2026

    BC-Redaktion
    Top-Thema: Auswirkungen des Nahost-Kriegs auf die Rechnungslegung – Betroffene Abschlussposten sowie Berücksichtigung in Anhang und Lagebericht
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  • Innergemeinschaftliche Lieferung: Gelangensbestätigung keine Voraussetzung für Vertrauensschutz

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 18.12.2025 – V R 3/25


    Seit dem 1.10.2013 ist der Besitz einer Gelangensbestätigung keine zwingende Voraussetzung mehr für die Inanspruchnahme von Vertrauensschutz bei innergemeinschaftlichen Lieferungen. Der Unternehmer kann sich auf Vertrauensschutz berufen, auch wenn ihm keine Gelangensbestätigung vorliegt, sofern die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.

    [Leits. d. Red.]


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  • Controlling Excellence Award: Digitaler Assistant für Finance & Controlling

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    ICV prämiert BASF-Systemlösung zur effizienteren Gesamtsteuerung

     

    Mit dem Projekt „FOX – Digitaler Assistant für Finance & Controlling“ hat die BASF SE den Albrecht Deyhle Award for Controlling Excellence 2026 des Internationalen Controller Vereins (ICV) gewonnen. Der Preis wurde im Rahmen des 50. Congresses der Controller in München am 27.4.2026 von Prof. Dr. Utz Schäffer sowie dem ICV-Vorsitzenden Matthias von Daacke überreicht. Nominiert waren neben BASF auch die Unternehmen Börlind und Kärcher, die sich den zweiten Platz teilen.


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  • Anhebung des Mindest-Gewerbesteuerhebesatzes auf 280%

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    Beschluss des Deutschen Bundestags vom 24.4.2026; Neuregelung soll ab Erhebungszeitraum 2027 gelten

     

    Am 24.4.2026 hat der Deutsche Bundestag im Rahmen eines größeren Gesetzespakets beschlossen, den Mindest-Gewerbesteuerhebesatz von derzeit 200% auf 280% anzuheben. Diejenigen Kommunen, deren Hebesatz aktuell unter 280% liegt, müssen nun eine Erhöhung vornehmen. Für die davon betroffenen Unternehmen können die Auswirkungen durchaus spürbar sein.


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  • Steuerliche Betriebsprüfung: Neue Größenklassen

    Christian Thurow

    Festlegung der Abgrenzungsmerkmale zum 1.1.2027; BMF 27.4.2026, IV D 2 – S 1450/00014/005/012

     

    Gemäß § 3 BPO (Betriebsprüfungsordnung 2000) werden der Außensteuerprüfung unterliegende Steuerpflichtige in Groß- (G), Mittel- (M), Klein- (K) und Kleinstbetriebe (Kst) eingeordnet. Die Merkmale für die Einordnung sind dabei nicht in der BPO enthalten, sondern werden im Rahmen eines separaten BMF-Schreibens festgelegt. In einem aktuellen Schreiben wurden nun die Abgrenzungsmerkmale zum 1.1.2027 angepasst.


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  • Durchführung von Ergebnisabführungsverträgen

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    IDW nimmt Stellung gegenüber dem BMF zu einem diesbezüglichen BFH-Urteil

     

    Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat mit Schreiben vom 17.4.2026 gegenüber dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) zu den Folgen des BFH-Urteils vom November 2025 (BFH Urt. v. 5.11.2025 – I R 37/22) Stellung genommen. Das Urteil zur tatsächlichen Durchführung von Ergebnisabführungsverträgen (EAV) im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft wirft zahlreiche ungeklärte Fragen auf und hat erhebliche Praxisrelevanz.


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  • Das Homeoffice als steuerliche Betriebsstätte?

    Monika Wickert

    Was Unternehmen jetzt beachten müssen

     

    Die zunehmende Verbreitung hybrider Arbeitsmodelle führt dazu, dass sich Unternehmen immer häufiger die Frage stellen müssen, ob die Tätigkeit im Homeoffice eine steuerliche Betriebsstätte begründen kann. Nachfolgend wird die aktuelle Rechtslage nach Maßgabe eines BMF‑Schreibens aus dem Jahr 2024 sowie der Weiterentwicklungen im BMF‑Entwurf vom 13.2.2026 zu den Grundsätzen von Betriebsstätten zusammengefasst. Abschließend werden praktische Empfehlungen zur Risikosteuerung gegeben.


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  • Verleihung des WIB-Ehrenpreises 2026

    Univ.-Prof. Dr. Stefan Müller

    Prof. Dr. Patrick Velte zum Thema „Regulierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung“ als Preisträger gewählt

     

    Die Jury für die Ehrenpreis-Verleihungen des Wissenschaftlichen Instituts des Bundesverbands der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (WIB) hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, Herrn Prof. Dr. Patrick Velte als Verfasser aktueller Veröffentlichungen zum Thema der Regulierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Ehrenpreisträger 2026 zu wählen. Die offizielle Verleihung soll im Rahmen des BVBC-Bundeskongresses 2026 vorgenommen werden, der in Wuppertal stattfinden wird.


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  • Vorsteuerabzug aus Anzahlungen

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 4.12.2025 – V R 38/23


    1. Eine – zum Vorsteuerabzug berechtigende – Vorauszahlungsrechnung liegt auch dann vor, wenn ohne einen ausdrücklichen Hinweis („Vorkasse“) aus anderen Gründen erkennbar ist, dass sie für eine erst noch zu erbringende Leistung erteilt wird.
    2. Das Recht auf Vorsteuerabzug aus einer Vorauszahlung auf eine später nicht ausgeführte Leistung setzt voraus, dass der Rechnungsempfänger im Zeitpunkt der Zahlung davon ausgeht, auf eine zukünftig noch auszuführende Leistung zu zahlen.

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  • Anforderungen an einen Antrag auf Buchwertfortführung nach § 21 Abs. 2 S. 3 und 4 UmwStG 2006

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 2.12.2025 – X R 32/23

     

    Bei einem Anteilstausch kann es auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Buchwertfortführung der Anteile kommen, sodass der Anteilstausch steuerneutral abläuft. Doch wie – und bis wann – muss ein solcher Antrag gestellt werden?


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  • Softwarebescheinigung nach IDW PS 880 n.F. als Prüfungsnachweis in der Abschlussprüfung

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

     

    Die Softwarebescheinigung nach IDW PS 880 n.F. (01.2022) kann in der Abschlussprüfung als unterstützender Prüfungsnachweis herangezogen werden. Sie liefert Erkenntnisse zur Funktionsfähigkeit von Software sowie zur Ausgestaltung von IT-Kontrollen und unterstützt insbesondere die Risikobeurteilung. Eine Verpflichtung zur Einholung besteht jedoch nicht, da sie die Prüfung nicht ersetzt und nur eingeschränkte Aussagen zur Anwendung im Unternehmen ermöglicht.


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  • Abschluss des Insolvenzplanverfahrens wegen Betriebsaufgabe als rückwirkendes Ereignis

    Christian Thurow

    FG Niedersachsen Urt. v. 3.3.2026 – 13 K 59/25 (Revision zugelassen)

     

    Die Planinsolvenz erlaubt ein schnelleres Verfahren als das klassische Insolvenzverfahren mit Restschuldbefreiung. Umstritten ist allerdings, in welchem Steuerzeitraum der Abschluss des Insolvenzplanverfahrens zu erfassen ist. Und auch die steuerliche Behandlung des Forderungsverzichts der Gläubiger wirft Fragen auf.


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