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  • Betriebsausgaben und Zwangsaufwendungen

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 28.1.2026 – X R 21/23

     

    Bei Verlusten, die durch Straftaten verursacht werden, muss objektiv zweifelsfrei feststehen, dass das auslösende Moment für die in Frage stehende Wertabgabe im betrieblichen und nicht im privaten Bereich liegt.

    Allein der Umstand, dass ein Vermögensverlust durch einen Angehörigen verursacht wurde, schließt die betriebliche Veranlassung nicht zwingend aus. In derartigen Fällen bedarf der objektive, tatsächliche oder wirtschaftliche Zusammenhang mit dem Betrieb zur Abgrenzung von den nicht abziehbaren Kosten der privaten Lebensführung jedoch einer besonders sorgfältigen Prüfung.


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  • Reinvestitionsrücklage: Übertragung stiller Reserven auf Wirtschaftsgüter einer KGaA

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 21.5.2026 – IV R 21/23

     

    Stille Reserven aus einer bei einer Mitunternehmerschaft gebildeten Rücklage nach § 6b Abs. 3 EStG können auch auf Anschaffungskosten von Wirtschaftsgütern einer KGaA übertragen werden, an der die Mitunternehmer als persönlich haftende Gesellschafter beteiligt sind.


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  • Umsetzungsplan bzgl. Umweltaussagen in Bezug auf künftige Umweltleistungen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    Fragen- und Antworten-Papier des IDW vom 10.9.2026 zur Prüfung von Umsetzungsplänen nach dem UWG

     

    Nach der EmpCo-Richtlinie der EU (EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel) und einhergehend mit der jüngsten UWG-Novelle greifen ab dem 27.9.2026 u.a. strenge Anforderungen an Umweltaussagen. Unternehmen müssen nach § 5 Abs. 3 Nr. 4 UWG n.F. künftig in einem Umsetzungsplan darlegen, wie sie getroffene Umweltaussagen (z.B. „Wir werden klimaneutral bis zum Jahr 2030.“) erreichen wollen. Dieser Umsetzungsplan ist durch einen Sachverständigen zu prüfen. Mit Blick auf in diesem Zusammenhang auftretende Unsicherheiten hat das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) mit Datum vom 10.9.2026 ein Frage- und Antworten-Papier veröffentlicht.


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  • Steuerliche Außenprüfungen künftig nach neuer Außenprüfungsordnung (ApO)

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Michael Vodermeier

     

    Die neue Außenprüfungsordnung (ApO) ist am 10.9.2026 in Kraft getreten und ersetzt die bisherige Betriebsprüfungsordnung (BpO 2000). Sie setzt die geänderten AO-Vorschriften um und soll steuerliche Außenprüfungen insbesondere durch einen risikoorientierten Ansatz, verbindliche Rahmenvereinbarungen und neue Verfahrensregelungen beschleunigen.


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  • Existenzgründer: Altersabhängige Motivationsfaktoren

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Beratungschancen zwecks Kompetenzaufbau

     

    Besonders junge Menschen sind gründungsaktiv und sehen gute unternehmerische Chancen. Zugleich bestehen altersabhängige Unterschiede bei den Gründungsmotiven. Dies sind zentrale Ergebnisse im Länderbericht Deutschland 2025/26 des Global Entrepreneurship Monitor (GEM; Länderbericht zu Gründungsaktivitäten und -einstellungen), der am 17.9.2026 vom RKW Kompetenzzentrum vorgestellt wurde. Mit praxisnahen Angeboten können selbstständige Bilanzbuchhalter mehr denn je dazu beitragen, jungen Menschen ökonomisches Wissen und unternehmerische Kompetenzen zu vermitteln, um die Angst vor dem Scheitern abzubauen.


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  • Vorsteuerabzug trotz verspäteter Mehrwertsteuerregistrierung

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Patrick Reinhardt

    Verspätete Registrierung und fehlende Warenbestände rechtfertigen keine pauschale Versagung

     

    Ein Unternehmen darf den Vorsteuerabzug nicht allein deshalb verlieren, weil es sich verspätet für die Mehrwertsteuer registriert hat und die zuvor erworbenen Waren im Zeitpunkt der Registrierung bereits weiterverkauft waren. Dies hat das Gericht der Europäischen Union (EuG) mit Urteil vom 10.7.2026 (Az. T-84/26 – Rotex Europe) entschieden.

     


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  • Überwachung von IT-Dienstleistern

    Oliver Völkl und David Glasnow

    Praxisbewährte Vorgehensweisen

     

    Viele Unternehmen beziehen zentrale IT-Leistungen heute nicht mehr vollständig intern, sondern über externe Dienstleister. Dies kann u.a. den Betrieb der IT-Infrastruktur deutlich erleichtern, führt jedoch auch zu schwer kontrollierbaren Abhängigkeiten. Wenn Dienstleister Infrastruktur betreiben, Anwendungen warten oder personenbezogene und rechnungslegungsrelevante Daten verarbeiten, wirken sich deren Prozesse unmittelbar auf die Sicherheit, die Compliance und teilweise auch auf die Jahresabschlussprüfung aus.

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  • Zweite Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB im aktuellen Jahr 2026

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Sebastian Schöffel

     

    Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni 2026 erstmals seit Oktober 2023 die Leitzinsen anhob, erfolgt im September 2026 nun die zweite Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte.



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  • Besteuerung der Energiepreispauschale bei Arbeitnehmern

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 11.6.2026 – VI R 15/24

     

    Die Energiepreispauschale von 300 €, die Arbeitgeber im Jahr 2022 an ihre Arbeitnehmer ausgezahlt haben, unterliegt der Einkommensteuer. Die Besteuerung ist verfassungsgemäß.


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  • IFRS 18: Ausweis von Währungsdifferenzen aus konzerninternen Darlehen

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Patrick Reinhardt

     

    IFRS 18 bringt ab 2027 neue Vorgaben für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung mit sich. Erträge und Aufwendungen sind künftig betriebswirtschaftlichen Kategorien zuzuordnen. Bei konzerninternen Fremdwährungsdarlehen entsteht eine Besonderheit: Darlehen und Zinsen werden konsolidiert, während Währungsdifferenzen erfolgswirksam verbleiben können. Damit stellt sich die Frage nach ihrer sachgerechten Kategorisierung.


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  • Haftung der Vorstände und Geschäftsführer für Bußgelder ihres Unternehmens?

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Rechtsprechung verschärft sich: Unterlassener Bilanzeid

     

    Zu den aktuell umstrittensten Fragen der Organhaftung gehört die Frage, inwieweit Vorstände und Geschäftsführer (sog. Geschäftsleiter) für Bußgelder gemäß Ordnungswidrigkeitengesetz haften, die gegen das Unternehmen verhängt wurden (sog. Bußgeldregress). Dies wurde kürzlich vom Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt/M. für den Fall kapitalmarktrechtlicher Geldbußen (unterlassener Bilanz- und Lageberichtseid) bejaht. Zuvor war in einem kartellrechtlichen Fall dem EuGH die Frage vorgelegt worden, ob europarechtliche Regelungen einer Regresshaftung für Verbandsgeldbußen entgegenstehen.


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  • ESRS-Datenpunktliste 2026: EFRAG veröffentlicht Entwurf

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker

    Neue Liste zeigt die reduzierte Anzahl der Datenpunkte

     

    Die EU-Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (EFRAG) hat den Entwurf der aktualisierten ESRS-Datenpunktliste nach dem Stand 2026 veröffentlicht. Die Zahl der Datenpunkte sinkt gegenüber der Fassung von 2023 deutlich von 783 auf 292.


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  • Rückstellungen für Arbeitsfreistellungen und sonstige Zusatzleistungen im Zusammenhang mit Arbeitsverträgen

    Christian Thurow

    BMF 4.9.2026, IV C 6 – S 2137/00025/007/039

     

    Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat in einem Schreiben den Rahmen für die Rückstellungsbildung bei Arbeitsfreistellungen und sonstigen mit dem Arbeitsvertrag in Zusammenhang stehenden Leistungen gesetzt.

    Zunächst weist das BMF darauf hin, dass es sich bei Arbeitsverträgen und damit im Zusammenhang stehenden sonstigen Vereinbarungen um Dauerschuldverhältnisse handelt, die von den Beteiligten noch nicht vollständig erfüllt worden sind. Bei der Rückstellungsbildung ist zuerst zu prüfen, ob die jeweiligen Verpflichtungen vor oder nach dem vertraglich festgelegten Ende der Arbeitsleistungen zu erfüllen sind.


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  • Heft 9/2026

    BC-Redaktion
    Top-Thema: KI wird nicht im Strategie-Workshop wirksam, sondern im Monatsabschluss
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  • Verspätungszuschlag bei Änderung einer Umsatzsteuerfestsetzung im Klageverfahren

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 7.5.2026 – V R 35/24

     

    Ein Verspätungszuschlag kann auch dann festgesetzt werden, wenn die Steuererklärung zu einer Erstattung führt und der Steuerpflichtige aus der verspäteten Abgabe keinen wirtschaftlichen Vorteil gezogen hat. Die wirtschaftliche Lage des Steuerpflichtigen ist bei der Entscheidung über die Festsetzung des Verspätungszuschlags nicht zu berücksichtigen.

    Wird während eines Klageverfahrens die Steuerfestsetzung so geändert, dass statt einer Zahllast ein Erstattungsbetrag entsteht, kann das Finanzamt den zunächst als gebundene Entscheidung festgesetzten Verspätungszuschlag durch einen neuen Bescheid ersetzen, der auf einer Ermessensentscheidung beruht.

    [Leitsatz d. Red.]


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  • Gewährung steuerfreier Überlassungen von Vermögensbeteiligungen an Arbeitnehmer: Voraussetzungen

    Christian Thurow

    FG Düsseldorf Urt. v. 23.7.2026 – 8 K 12/22 H(L)) (Revision zugelassen)

     

    Gemäß § 3 Nr. 39 EStG sind Vorteile der Arbeitnehmer im Rahmen eines gegenwärtigen Dienstverhältnisses aus der unentgeltlichen oder verbilligten Überlassung von Vermögensbeteiligungen bis zu einer Grenze steuerfrei. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass das Beteiligungsprogramm allen gegenwärtigen Arbeitnehmern mit mehr als einem Jahr Betriebszugehörigkeit offensteht. Doch gilt dies wirklich für alle Arbeitnehmergruppen?


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  • Ableitung von Lizenzraten in der Markenbewertung: Kaufpreisallokationen als zusätzlicher Anhaltspunkt

    Sanja Mitrovic und Laura Zwirner

     

    Marken zählen zu den wichtigsten immateriellen Werttreibern eines Unternehmens. In der Bewertungspraxis kommt häufig die Lizenzpreisanalogie zum Einsatz. Besonders anspruchsvoll ist dabei die Bestimmung einer angemessenen Lizenzrate. Ergänzend zu Vertragsdatenbanken und Profit-Split-Überlegungen können veröffentlichte Markenwerte aus Kaufpreisallokationen (Allokation = Zuteilung, Zuordnung, Zuweisung) herangezogen werden, um implizite Lizenzraten retrograd (zurückschreitend) abzuleiten.


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  • Reporting-Kompass für freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Neuer Branchen-Leitfaden bietet wertvolle Hilfen

     

    Aufgrund der Erwartungshaltung unterschiedlicher Stakeholdergruppen werden mittelständische Unternehmen (KMU) auch ohne gesetzliche CSRD-Berichtspflicht künftig häufiger Nachhaltigkeitsdaten liefern müssen. Das betrifft viele Branchen, aber insbesondere auch die Messe- und Veranstaltungswirtschaft. Einem neuen Branchenleitfaden ist zu entnehmen, wie sich der freiwillige EU-Reportingstandard (VS) praxisnah umsetzen lässt und warum das Thema auch für andere KMU relevant ist.


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  • Strafverteidigungskosten: Abzugsfähigkeit

    Christian Thurow

    FG Niedersachsen, Urt. v. 14.7.2026 – 13 K 108/25 (Revision eingelegt, Az. BFH: VI R 10/26)

     

    Nicht immer erschließen sich juristische Sachverhalte einem allgemeinen Rechtsempfinden. Die steuerliche Abzugsfähigkeit von Strafverteidigungskostennach § 12 Nr. 4 EStG ist hier ein gutes Beispiel.


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  • KI als Jobkiller: Kahlschlag oder übertriebener Alarmismus?

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Bereitschaft zur Erneuerung: Unverzichtbar aus unterschiedlichen Perspektiven

     

    Nach Handelsblatt-Analysen vom 7.8.2026 droht ein Kahlschlag im mittleren Management. Andererseits wird selbst angesichts weiter hoher Insolvenzzahlen vor Alarmismus gewarnt und von einem normalen wirtschaftlichen Wandel gesprochen. Es fragt sich z.B. aus Sicht des Forderungs- oder Personalmanagements, wie solch unterschiedliche Perspektiven des Mittelstands zusammengeführt werden können.

     


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