Die Karriere des Reinhard Höhn: Vom SS-Juristen zum Managementvordenker der Bundesrepublik

Reinhard Höhn war erst Nazi-Jurist, dann einer der wichtigsten Vordenker für hunderttausende Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung in der alten Bundesrepublik. Eine soziologische Studie widmet sich nun Höhns erstaunlichem Werdegang – und Sebastian Felz hat sie gelesen.

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Freispruch für türkische Anwälte: "Jeden einzelnen Punkt der Anklage zerlegt"

Sämtliche Vorstandsmitglieder der Anwaltskammer Istanbul waren angeklagt wegen angeblicher Terrorpropaganda. Der Prozess im Hochsicherheitsgefängnis Silivri war für viele internationale Beobachter eine Farce. Auch Vera Hofmann war vor Ort – und vom Freispruch völlig überrascht.

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Keine AGG-Entschädigung: Bewerber benannte Schwerbehinderung nur in Anlage

Anstatt in seinem 16-seitigen Lebenslauf lud ein Bewerber den Nachweis für seine Schwerbehinderung ausschließlich in einer Anlage "Cover Letter" hoch. Das musste der Arbeitgeber nicht erkennen und haftet deshalb laut ArbG Mannheim auch nicht auf Entschädigung nach dem AGG.

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Miete bei Papa: Auch ohne Zahlung kein Scheingeschäft

Seit der Trennung von ihrem Mann zahlte eine Frau über längere Zeit keine Miete für die Wohnung im Haus ihrer Eltern – ihr Vater ließ ihr das durchgehen. Das Mietverhältnis werde nicht "praktiziert", sagte das Jobcenter und übernahm die Wohnkosten nicht. Zu Unrecht, befand das LSG Baden-Württemberg.

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Autofahren mit Niqab? Vorerst bleibt es beim "Nein"

Auf Autofahren mit Niqab besteht, auch mit Blick auf die Religionsfreiheit, kein Rechtsanspruch, so der VGH Mannheim. Wohl aber ein Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung. Über den Antrag einer Muslimin muss das baden-württembergische Verkehrsministerium daher noch einmal entscheiden.

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Wozu soll München verpflichtet werden? Bürgerbegehren "HochhausSTOP" zu unbestimmt

In München ist das Bürgerbegehren "HochhausSTOP" vorerst gescheitert. Ein Bürgerentscheid wird nicht stattfinden. Der Grund: Die Frage, die den Münchnern und Münchnerinnen zur Abstimmung gestellt werden sollte, war zu unbestimmt.

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Groß geplant: Handelsregister muss Versalien-Schreibweise akzeptieren

Eine Gesellschaft kann verlangen, dass ihr Firmenname in Versalien ins Handelsregister eingetragen wird. Denn Handelsregisterdaten würden oft automatisiert übernommen und weiterverbreitet, so das OLG Frankfurt a.M. Für die Übernahme sprächen auch neue Vorgaben bei Banküberweisungen.

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Frauke Brosius-Gersdorf erhält Georg-August-Zinn-Preis

Ihre Kandidatur als BVerfG-Richterin sorgte für massive Konflikte in der schwarz-roten Koalition. Nun hat Frauke Brosius-Gersdorf einen Preis der hessischen SPD bekommen. Sie habe sich durch ihr Engagement, insbesondere für das Verfassungs- und Sozialrecht, große Verdienste erworben, hieß es in der Begründung.

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Aus der NJW
NJW-Editorial
Vom Taumelflug zum Linienverkehr

Am 1.1.​2016, also vor ziemlich genau zehn Jahren, ist § 31a BRAO in Kraft getreten und die Bundesrechtsanwaltskammer hätte jeder Rechtsanwältin und jedem Rechtsanwalt ein besonderes elektronisches Anwaltspostfach – kurz beA – zur Verfügung stellen müssen. Kurz vor dem Jahreswechsel hatte die BRAK jedoch verlautbaren lassen, dass das beA nicht wie vorgesehen starten wird. 

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Agenda
Die Termine der 4. Kalenderwoche

Dürfen Anbieter aus Malta Lotterien anbieten, bei denen Teilnehmer indirekt an Glücksspielen wie „6 aus 49“ teilnehmen? Das soll das BVerwG entscheiden. Ob man als früher privat krankenversicherter Rentner mit einem Umweg in die gesetzlichen Kassen wechseln kann, klärt das BSG. Und darüber, ob eine Datenschutzbehörde ihre eigenen Kenntnisse für sich behalten darf, berät der EuGH.

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Podcast
Gerechtigkeit & Loseblatt - Die Woche im Recht, Folge 80

Trump will Grönland kaufen, türkische Anwälte werden in umstrittenem Prozess freigesprochen, Nius verklagt Schleswig-Holstein und Bayern zahlt in Millionenhöhe an Genditzki.

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Interview
Der letzte Zeuge

Mord, Unfall oder Selbstmord? Und wann genau ist der Tod eingetreten? Antworten auf diese Fragen gibt vielfach die Rechtsmedizin. Doch dieses facettenreiche Fachgebiet bringt nicht nur Licht ins Dunkel ungeklärter Todesfälle, berichtet Anastasia Tsaklakidis im Gespräch mit der NJW. Sie ist Fachärztin der Radiologie im Bereich forensische Bildgebung am Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg und hat uns Einblick in ihre Arbeit gegeben.

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Interview
Codiertes Recht

Die Bundesregierung verfolgt eine ambitionierte Modernisierungsagenda, die auch maschinenlesbare Gesetze („Law as Code“) beinhaltet. Angestoßen wurde dies unter anderem durch die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), die vollmundig verspricht: „Deutschland kann noch in dieser Legislaturperiode das modernste Rechtssystem der Welt etablieren.“ Wir haben bei Dr. Hakke Hansen nachgefragt, der die SPRIND-Initiative leitet.

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Kolumne
Risikomanagement

Im August 2022 trat die „BRAO-Reform“ in Kraft. Ein Mammutwerk, der Regierungsentwurf erstreckte sich über Hunderte von Seiten. Die Reform war nach einigen Entscheidungen des BVerfG überfällig, das Gesetzeswerk gilt als gelungen, seitdem gibt es ein verfassungsfestes Gesellschaftsrecht für Anwälte, Patentanwälte und Steuerberater.

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