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Der International Accounting Standards Board hat das Update zur Sitzung vom 8. bis 11.12.2025 veröffentlicht. Im Fokus stehen unter anderem der Start des Post Implementation Reviews zu IFRS 9 Hedge Accounting, Fortschritte bei IAS 32 und IAS 36, Weiterentwicklungen zur Kapitalflussrechnung sowie gezielte Anpassungen an IAS 28 und IAS 37. Das Update gibt einen kompakten Überblick über die aktuellen Schwerpunkte und die nächsten Schritte in der Weiterentwicklung der Rechnungslegungsvorschriften.
Krisenrobuster und profitabler als der Wettbewerb
Familienunternehmen mit professionellem Strategiemanagement sind krisenrobuster und profitabler. Wie das konkret umzusetzen und der Erfolg zu messen ist, zeigt ein Reifegradmodell mit vier Dimensionen. Insbesondere in instabilen Märkten erweist sich strategisches Management als entscheidender Resilienzfaktor.
Steuerneutrale Übertragung stiller Reserven
Bei Umwandlungen können stille Reserven steuerneutral übertragen werden, wenn ein Buchwertantrag nach § 3 Abs. 2 UmwStG gestellt wird. Lange war umstritten, ob hierfür ein förmlicher Antrag an das Finanzamt erforderlich ist oder ob sich der Wille auch aus den eingereichten Unterlagen ergeben kann. Nachdem das Finanzgericht (FG) Niedersachsen bereits 2022 eine formfreie Antragstellung bejaht hatte, hat der BFH diese Auffassung ausdrücklich bestätigt.
BMF 29.12.2025, IV C 5 – S 2334/00088/007/013
Durch die 16. Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsverordnung (SvEV) vom 19.12.2025 (BGBl. I 2025, 377) sind die Sachbezugswerte für das Kalenderjahr 2026 festgesetzt worden.
BFH Urt. v. 20.11.2025 – VI R 4/23
Die Höhe der im Rahmen der doppelten Haushaltsführung absetzbaren Unterkunftskosten ist nach § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 5 S. 4 EStG begrenzt. Umstritten ist, ob die Kosten für den zur Wohnung gehörenden Tiefgaragenstellplatz zu diesen Unterkunftskosten zählen.
Die Bundesregierung hat auf ihrer Internetseite einen Überblick über die im Jahr 2025 beschlossenen und überwiegend ab dem 1.1.2026 geltenden (steuerlichen) Entlastungsmaßnahmen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen veröffentlicht.
Ein Jahr mehr Zeit für Unternehmen – plus Erleichterungen bei Sorgfaltserklärungen und Ausnahmen für Druckerzeugnisse
Das EU-Parlament hat am 17.12.2025 die gezielten Änderungen an der Entwaldungsverordnung (EUDR) beschlossen. Unternehmen erhalten ein zusätzliches Jahr für die Umsetzung: Große Marktteilnehmer und Händler starten am 30.12.2026, kleine und kleinste Unternehmen am 30.6.2027. Zudem werden Pflichten vereinfacht, Händler entlastet und Druckerzeugnisse ausgenommen. Bis Ende 2025 sollen noch die formelle Zustimmung des EU-Rats sowie die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt erfolgen.
BFH Beschl. v. 28.11.2025 – X B 27/25
Stellen Corona-Finanzhilfen tarifbegünstigte außerordentliche Einkünfte dar? Der BFH hat hierzu eine klare Meinung.
Anfang des Jahres 2025 wurden die Meldepflichten nach der Außenwirtschaftsverordnung (AWV) umfassend angepasst. Die Änderungen nach § 67 AWV betreffen insbesondere die Erhöhung der Meldeschwellen, neue Regelungen für den Reiseverkehr und die Schifffahrt sowie die Harmonisierung der Meldefristen. Die AWV-Meldepflicht gilt für sämtliche grenzüberschreitenden Zahlungen. Werden die jeweils gültigen Schwellenwerte überschritten, müssen Zahlungen ins Ausland oder Zahlungen aus dem Ausland der Deutschen Bundesbank gemeldet werden. Ein Unterlassen kann zu erheblichen Bußgeldern führen.
BGH Urt. v. 14.10.2025 – 1 StR 445/24
Wann beginnt eine Steuerverkürzung bei einer Personengesellschaft, und ab welcher Höhe liegt ein besonders schwerer Fall vor? Mit diesen Fragen hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) befasst und dabei auch seine bisherige Rechtsprechung aus dem Jahr 2024 abgeändert.
BFH Urt. v. 9.7.2025 – XI R 25/23
FG Münster Urt. v. 13.11.2025 – 12 K 1853/23 E (Revision zugelassen)
Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten sind nach § 34 Abs. 1 EStG unter bestimmten Voraussetzungen einkommensteuerbegünstigt. Umstritten ist, ob diese Begünstigung auch die Abgeltung von Urlaubsansprüchen umfasst, die über mehrere Jahre aufgelaufen sind.
Rechtsausschuss des EU-Parlaments und des EU-Rats einigen sich im Rahmen der Trilogverhandlungen auf einen Reformrahmen für Berichtspflichten und Sorgfaltspflichten
Die EU-Institutionen haben am 9.12.2025 einen vorläufigen Kompromiss zur Überarbeitung der Vorschriften zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) und der unternehmerischen Sorgfaltspflichten (europäisches „Lieferkettengesetz“– CSDDD) präsentiert. Die Einigung im Trilogverfahren markiert einen zentralen Zwischenschritt, bleibt aber ohne rechtliche Wirkung, bis sowohl das Europäische Parlament als auch der EU-Rat die Neuregelungen bestätigen.
Im Dezember 2025 veröffentlichte die Wirtschaftsprüferkammer die Schwerpunkte der Abschlussdurchsicht für das Jahr 2026. Mit der Schwerpunktsetzung werden bisherige Feststellungen aus durchgeführten Abschlussdurchsichten aufgegriffen sowie erwartete Fragen zum Bestätigungsvermerk und zur Rechnungslegung adressiert.
BFH Beschl. v. 17.9.2025 – VIII R 17/23
Verzichtet der beherrschende Gesellschafter einer GmbH vor Eintritt des Versorgungsfalls auf seine Ansprüche aus einer Pensionszusage und erhält er hierfür eine Abfindung von der Gesellschaft, liegt hierin keine verdeckte Gewinnausschüttung, wenn die Pensionszusage aus betrieblichen Gründen abgefunden wird.
Ohne Gegensteuerung drohen Liquiditätsengpässe
Aktuell besonders vielfältige Krisenursachen und Risikofaktoren erfordern natürlich entsprechende Finanzmittel. In einem W&P-Trendradar konnten für 2026 einige Finance-Schwerpunkte ermittelt werden, deren Kenntnis und Beachtung die Handlungsfähigkeit insbesondere in Restrukturierungskonstellationen erhöhen.
BFH-Urteile vom 12.11.2025 – Pressemitteilung vom 10.12.2025
Das im Rahmen der Grundsteuerreform eingeführte Bundesmodell ist verfassungskonform, wie aus einer Pressemitteilung des BFH hervorgeht. Der BFH hat sich hierzu im November 2025 mit drei Urteilen befasst. Mit der schriftlichen Urteilsbegründung wird im Januar 2026 gerechnet.
Erweiterte Anzeige- und Berichtigungspflichten gemäß § 153 Abs. 4 AO
Schon mit Wirkung zum 1.1.2025 wurde § 153 AO um einen Absatz 4 ergänzt. Die Neuregelung weitet die steuerlichen Anzeige- und Berichtigungspflichten auf Sachverhalte aus, die über einzelne Steuererklärungen hinaus Wirkung entfalten. Hintergrund sind die zunehmende Komplexität steuerlicher Dauersachverhalte und die enge Verzahnung unterschiedlicher Steuerarten.
BMF 5.12.2025, IV C 5 – S 2353/00094/007/012; DOK: COO.7005.100.3.13672232
Mit diesem BMF-Schreiben hat die Finanzverwaltung die ab 1.1.2026 geltenden Verpflegungspauschalen und den Pauschbetrag bei Übernachtungskosten länderweise bekannt gemacht.
BMF 1.12.2025, IV C 3 – S 2196/00040/006/008
Das BMF-Schreiben vom Februar 2022 (BMF 22.2.2023, BStBl. I 2023, 332; BC 2023, 106 ff., Heft 3) wird aufgehoben. Hintergründe und Folgen.