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Erfolgsmuster für die Handlungsfähigkeit unter schwierigsten Umständen

Dr. Hans-Jürgen Hillmer

Arbeitshilfen zum Aufbau von Resilienz

 

In Zeiten der Krise, des Wandels und von Fachkräfteengpässen wird organisatorisch verankerte Resilienz (Widerstandsfähigkeit unter erschwerten Bedingungen) wichtiger denn je: Unternehmen, die verlässliche, gesunde und entwicklungsorientierte Arbeitsbedingungen bieten, sind attraktiver für Beschäftigte und können diese langfristig binden. Vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aufbereitete Praxisbeispiele geben einen Einblick in die Erfahrungswelt mittelständischer Unternehmen.



Praxis-Info!

 

Problemstellung

Eine Fachkraft kündigt. Die Energiepreise steigen. Eine neue Software wird eingeführt – die Liste der Herausforderungen für Unternehmen wird länger. Doch manche Betriebe bleiben trotzdem erfolgreich. Woran liegt das?

 

 

Lösung

… Vor allem an organisationaler Resilienz, so die Kernbotschaft einer neuen Broschüre aus dem BMAS, die kürzlich unter dem Titel „Der starke Betrieb: Was Unternehmen widerstandsfähig macht“ veröffentlicht wurde. In zehn Experimentierräumen wurden gemeinsam mit Betrieben aus dem Handwerk, der Pflege, dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und anderen Branchen untersucht, was Unternehmen wirklich widerstandsfähig macht.

 

 

1. Werkzeugkasten: Tools und Checklisten

Die Ergebnisse werden in der Broschüre präsentiert und mit Beispielen untermauert. Dazu gibt es kostenlose Werkzeuge und Angebote direkt aus der Praxis für die Praxis:

  • Resilienz-Kurzchecks,
  • Kommunikationsleitfäden,
  • Checklisten,
  • Online-Tools und auch einen
  • KI-gestützten Chatbot.

 

 

2. Hintergrund

Organisationale Resilienz beschreibt genau die Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen das Heft des Handelns in der Hand zu behalten. Sie ist damit ein entscheidender Faktor für Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit – auch durch die Sicherung von Fachkräften. Denn Unternehmen, die verlässliche, gesunde und entwicklungsorientierte Arbeitsbedingungen bieten, sind attraktiver für Beschäftigte und können diese langfristig binden.

In der betrieblichen Praxis zeigt sich organisationale Resilienz insbesondere dort, wo Führung Orientierung gibt, Beschäftigte aktiv eingebunden werden und eine Kultur des Vertrauens, Lernens und der Zusammenarbeit gelebt wird. Gerade kleine und mittlere Unternehmen zeigen, dass pragmatische und passgenaue Lösungen eine große Wirkung entfalten können.

Die vorliegende Broschüre bündelt die Erfahrungen aus zehn Experimentierräumen, in denen Unternehmen, Beschäftigte und Projektpartner von 2023 bis 2025 gemeinsam neue Wege erprobt haben. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere

– beteiligungsorientierte Führung,

– gezielte Kompetenzentwicklung und

– neue Formen der Arbeitsorganisation

zentrale Hebel sind, um Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Die Experimentierräume zeigen, wie diese Ansätze in der Praxis umgesetzt werden können und stellen konkrete Werkzeuge bereit, die auch anderen Betrieben Unterstützung bieten.

 

 

3. Beispiele

Ein paar Beispiele aus dem Inhalt:

  • Führung als Brücke zwischen Beschäftigten und Organisation.
  • Zwischen Tagesgeschäft und Veränderungsdruck: Resilienz durch Agilität und New-Work-Ansätze.
  • Diversity-Management: Vielfalt stärkt Resilienz.
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement als Rahmen.
  • Kompetenz: Lernen als Motor der Resilienz:

    – Digitale Kompetenz – Technik verstehen, nutzen und mitgestalten

    – Soziale, sprachliche und interkulturelle Kompetenzen – Zusammenarbeit stärken

    – Arbeitsgestaltungskompetenz für Schlüsselpersonen.

 

 

Praxishinweis:

 

Zum Download der lesenswerten, außergewöhnlich praxisnahen und um konkrete Hilfestellungen bemühten Broschüre siehe hier.

 

 

Dr. Hans-Jürgen Hillmer, BuS-Netzwerk Betriebswirtschaft und Steuern, Coesfeld

 

 

BC 7/2026

BC20260707 

 

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