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  • Übertragung eigener Anteile einer GmbH an den Alleingesellschafter als verdeckte Gewinnausschüttung

    Christian Thurow

    FG Münster Urt. v. 29.10.2025 – 9 K 1180/22 Kap (Revision zugelassen)

     

    „Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum

    Neun lange Nächte,

    Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht,

    Mir selber, ich selbst,

    Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann,

    Aus welcher Wurzel er spross.“

    Eindringlich beschreibt der nordische Gott Odin in der Hávamál-Sammlung, wie er sich selbst an sich selbst opfert, um Weisheit und Runenmagie zu erlangen. In diesem Fall scheint die Opferung an sich selbst einen Gewinn gebracht zu haben. Doch wie sieht es aus, wenn eine GmbH eigene Anteile an ihren Alleingesellschafter auskehrt? Führt diese Selbstbeschenkung des Alleingesellschafters zu einer verdeckten Gewinnausschüttung (vGA)? Falls ja, wie ist diese zu bewerten? Das Finanzgericht (FG) Münster hat sich der Frage ganz unpoetisch angenommen.


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  • (Firmen-)Elektrofahrzeuge: Zurverfügungstellung des Ladestroms durch den Arbeitgeber

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

    BMF 11.11.2025, IV C 5 – S 2334/00087/014/013

     

    Das BMF-Schreiben behandelt den steuer- und sozialversicherungsfreien Auslagenersatz des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer bei Firmenelektrofahrzeugen (§ 3 Nr. 50 EStG) sowie die steuer- und sozialversicherungsfreie Zurverfügungstellung des Ladestroms vom Arbeitgeber für private Elektrofahrzeuge des Arbeitnehmers (§ 3 Nr. 46 EStG).

     


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  • Gewinnerzielungsabsicht bei langjährigen steuerlichen Verlusten

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    BFH Urt. v. 21.5.2025 – III R 45/22

     

    Die Berücksichtigung eines möglichen zukünftigen Betriebsaufgabe- oder Betriebsveräußerungsgewinns im Rahmen einer Totalgewinnprognose setzt nicht voraus, dass die betreffenden stillen Reserven in einem schon bei Betriebsbeginn vorliegenden Betriebskonzept erfasst worden sind. Dies gilt bei Einkünften aus Gewerbebetrieb ebenso wie bei Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft.


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  • Zinsen unterliegen beim beherrschenden Gesellschafter auch bei Rangrücktritt der Steuerpflicht

    Prof. Dr. Christian Zwirner und Anna Günther

    FG Sachsen Urt. v. 13.2.2025 – 4 K 545/22

     

    Darlehenszinsen eines beherrschenden Gesellschafters gelten nach § 11 Abs. 1 EStG bereits zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit steuerlich als zugeflossen – selbst wenn diese Zinsen von der Gesellschaft aufgrund einer Rangrücktrittsvereinbarung nicht tatsächlich ausgezahlt wurden.


     


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  • Zur ersten Tätigkeitsstätte eines Leiharbeitnehmers im Rahmen eines unbefristeten Leiharbeitsverhältnisses

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 17.6.2025 – VI R 22/23

     

    Leiharbeitnehmer werden in der Regel am Sitz des Entleihers tätig. Doch befindet sich dort auch ihre erste Tätigkeitsstätte? Entscheidend für die Beantwortung der Frage ist unter anderem die Tatsache, ob es sich um ein befristetes oder unbefristetes Leiharbeitsverhältnis handelt, wie sich aus einem aktuellen BFH-Urteil entnehmen lässt.


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  • Voraussichtliche Sachbezugswerte und Beitragsbemessungsgrenzen 2026

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

     

    Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die Referentenentwürfe zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung 2026 (neue Sachbezugswerte für 2026) und zur Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026 (neue Beitragsbemessungsgrenzen und neue Bezugsgröße für 2026) bekannt gemacht. Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat müssen den Verordnungen noch zustimmen. Mit folgenden Beträgen ist zu rechnen:


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  • Betriebsveranstaltungen – Fest für alle, aber ohne Katerstimmung für den Arbeitgeber!

    Katharina Mönius und Annika Rüttgers

    BSG Urt. v. 23.4.2024 – B 12 BA 3/22 R

     

    Das Bundessozialgericht (BSG) setzt sich in den Entscheidungsgründen eines aktuellen Urteils mit den sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen einer nachträglichen Pauschalbesteuerung des steuerpflichtigen Anteils von Zuwendungen des Arbeitgebers im Rahmen einer Betriebsveranstaltung auseinander. Im Ergebnis ergibt sich: Bereits entrichtete Steuern sind nicht gleich Beitragsrecht! Oder anders: Die nachträgliche Pauschalversteuerung kann den Arbeitgeber (sozialversicherungsrechtlich) teuer zu stehen kommen.


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  • Vorsorgepauschale im Lohnsteuerabzugsverfahren ab 2026

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

    BMF 14.8.2025 – IV C 5 – S 2367/00012/004/033

     

    Die beim Lohnsteuerabzugsverfahren durch den Arbeitgeber zu berücksichtigende Vorsorgepauschale setzt sich nach geltender Rechtslage aus den Teilbeträgen Rentenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung zusammen. Für die Teilbeträge Kranken- und Pflegeversicherung wird dabei bislang (!) eine Mindestvorsorgepauschale von 12% des Arbeitslohns, höchstens 1.900 € in den Steuerklassen I, II, IV, V und VI sowie höchstens 3.000 € in der Steuerklasse III angesetzt. Ein Abzug auch von weiteren Vorsorgeaufwendungen anstelle der Vorsorgepauschale ist ausgeschlossen (vgl. im Einzelnen § 39b Abs. 2 S. 5 Nr. 3 EStG).

    Die Finanzverwaltung hat ihr Anwendungsschreiben zur Berücksichtigung der Vorsorgepauschale im Lohnsteuerabzugsverfahren ab 2026 überarbeitet und neu bekannt gegeben.


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  • Steuerfreie Eingliederungsleistungen

    Assunta Caligiuri

    Vorteile für Arbeitgeber: Beispiel Eingliederungszuschuss

     

    Der Eingliederungszuschuss ist ein zentrales Instrument der Arbeitsmarktpolitik zur Integration von Arbeitskräften mit Vermittlungshemmnissen in den deutschen Arbeitsmarkt. Ab 2025 geltende Neuerungen haben direkte Auswirkungen auf Unternehmen und deren Fördermöglichkeiten.


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  • Betriebsausgabenabzug von Ausgleichszahlungen im Rahmen eines Zinsswaps

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 10.4.2025 – VI R 11/22

     

    Ausgleichszahlungen im Rahmen eines Zinsswaps können unter bestimmten Voraussetzungen Betriebsausgaben darstellen. Eine zentrale Rolle kommt dabei der zeitnahen buchhalterischen Erfassung der Swap-Zahlungen zu, wie der BFH nun in einem Urteil hervorgehoben hat.


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  • Wohnraum als steuerliches Gestaltungsobjekt

    Assunta Caligiuri

    Instrumente für Arbeitgeber und Familien

     

    Der angespannte Wohnungsmarkt und der zunehmende Fachkräftemangel stellen Arbeitgeber und Familien vor neue Herausforderungen. Zugleich ergeben sich aber durch die gezielte Überlassung oder Übertragung von Wohnraum auch interessante steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten – sei es zur Mitarbeiterbindung oder zur generationenübergreifenden Vermögensübertragung. Nachfolgend werden wichtige Gestaltungsinstrumente dargestellt.


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  • Datenaustausch zur Berechnung der Vorsorgepauschale und des steuerfreien Arbeitgeberzuschusses ab Januar 2026 bei Privatversicherten

    Mitarbeiter der BC-Redaktion

    BMF 3.6.2025, IV C 5 – S 2363/00047/004/136

     

    Für bestimmte Versicherungsbeiträge wird beim Lohnsteuerabzugsverfahren durch den Arbeitgeber eine Vorsorgepauschale berücksichtigt. Diese Vorsorgepauschale setzt sich zusammen aus

    –  einem Teilbetrag für die Rentenversicherung,

    –  einem Teilbetrag für die Krankenversicherung und

    –  einem Teilbetrag für die Pflegeversicherung.

    Ab 1.1.2026 wird auch ein Teilbetrag für die Arbeitslosenversicherung angesetzt, soweit er zusammen mit den vorstehenden Teilbeträgen einen Betrag in Höhe von 1.900 € nicht übersteigt. Die bisherige Mindestvorsorgepauschale von 12% des Arbeitslohns, höchstens 3.000 € in der Steuerklasse III und 1.900 € in den übrigen Steuerklassen, entfällt ab dem 1.1.2026.

     

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  • Firmenwagen: Vorteilsminderung bei der 1%-Bruttolistenpreisregelung

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 23.1.2025 – III R 33/24

     

    Leistet ein Arbeitnehmer (Einmal-)Zahlungen für die private Nutzung eines Dienstwagens, so können diese unter Umständen den mittels der 1%-Bruttolistenpreisregelung ermittelten Nutzungsvorteil mindern. Doch gilt dies auch für die Übernahme von ausschließlich zu privaten Zwecken dienenden Kosten?


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  • Abzugsfähige Betriebsausgaben: Aufwendungen für die Ablösung eines Zinsswaps

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    FG Niedersachsen Urt. v. 11.2.2025 – 8 K 169/23 (Revision zugelassen)

     

    Das Finanzgericht (FG) Niedersachsen hat entschieden, dass die Kosten für die Auflösung eines Zinsswaps als Betriebsausgabe abgezogen werden dürfen – obwohl es sich dabei eigentlich um ein Termingeschäft handelt. Voraussetzung ist, dass das Geschäft zur Absicherung der normalen Geschäftstätigkeit abgeschlossen wurde oder der Absicherung von Geschäften des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs dient (gemäß § 15 Abs. 4 S. 4 EStG).

     


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  • Ertragsteuerliche Hinweise zum Betrieb einer Photovoltaikanlage

    Kai Peter Künkele und Sanja Mitrovic

    FinMin Schleswig-Holstein, Erlass vom 13.2.2025 – VI 3010 – S 2240 – 186

     

    Das Finanzministerium Schleswig-Holstein hat sich mit ertragsteuerlichen Hinweisen zum Betrieb einer Photovoltaikanlage nach § 3 Nr. 72 EStG geäußert. Dabei werden verschiedene ertragsteuerliche Fragestellungen behandelt.


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  • Kryptografische Währungseinträge: (bilanz-)steuerrechtliche Handhabung

    Christian Thurow

    FG Nürnberg Urt. v. 22.1.2025 – 3 K 760/22 (Revision zugelassen)

     

    Der Handel mit Kryptowährungen ist in vielen Fällen noch steuerrechtliches Neuland. Liegt z.B. eine Gewinnrealisation vor, wenn eine Kryptowährung gegen eine andere Kryptowährung getauscht wird? Mit diesen und einigen anderen Fragen hat sich das Finanzgericht (FG) Nürnberg in einem Urteil auseinandergesetzt.


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  • Berufliche Nutzung eines privaten Fahrzeugs neben einem Dienstwagen

    Prof. Dr. Christian Zwirner

    Niedersächsisches FG Urt. v. 18.9.2024 – 9 K 183/23 (Revision anhängig, Az. BFH: VI R 30/24)

     

    Ein aktueller Fall des Niedersächsischen Finanzgerichts (FG) beleuchtet die steuerliche Anerkennung der beruflichen Nutzung eines privaten Fahrzeugs neben einem Dienstwagen. Ein Arbeitnehmer, der einen Multivan von seinem Arbeitgeber erhielt, wollte zusätzlich die Aufwendungen für seinen privat angeschafften Pkw als Werbungskosten absetzen. Das Finanzgericht entschied zugunsten des Klägers.


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  • Steuerrechtliche Behandlung eines einer vermögensverwaltenden Personengesellschaft gewährten Gesellschafterdarlehens

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 27.11.2024 – I R 19/21

     

    Die Dualität und ihre Überwindung beschäftigen die Menschheit seit Jahrtausenden. Selbst Mephistopheles beschreibt sich selbst im ersten Teil der Faust-Tragödie als „ein Teil des Teils, der anfangs alles war“. Während Philosophie und religiöse Systeme noch immer mit dem Problem ringen, hebt der BFH die Dualität schlicht und einfach mit Verweis auf § 39 Abs. 2 Nr. 2 AO auf.


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  • Werbungskostenabzug bei Umzug des Steuerpflichtigen wegen Einrichtung eines Arbeitszimmers?

    Christian Thurow

    BFH Urt. v. 5.2.2025 – VI R 3/23

     

    Liegt eine berufliche Veranlassung für einen Umzug vor, wenn ein steuerpflichtiger Arbeitnehmer in eine größere Wohnung zieht, welche die erstmalige Einrichtung eines häuslichen Arbeitszimmers erlaubt? Das erstinstanzliche Finanzgericht und der BFH beantworten diese Frage unterschiedlich.


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  • Anforderungen an das Fahrtenbuch eines Berufsgeheimnisträgers

    Christian Thurow

    FG Hamburg Urt. v. 13.11.2024 – 3 K 111/21 (Revision zugelassen)

     

    Ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch muss grundsätzlich auch Angaben zu den jeweils aufgesuchten Geschäftspartnern bzw. dem konkreten Gegenstand der beruflichen Verrichtung enthalten. Doch gilt dies auch für Berufsgeheimnisträger wie Rechtsanwälte und Steuerberater?


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