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Selbstständige/Berufsrecht
   

  • Sozialversicherungsrechtliche Einordnung eines Geschäftsführers: Pflicht zur Klärung durch einen Lohnbuchhalter

    Christian Thurow

    BGH Urt. v. 15.1.2026 – IX ZR 36/25

     

    „Drum prüfe, wer sich ewig bindet”, mahnt Friedrich Schiller in seinem Lied von der Glocke. Dies gilt nicht nur für den Bund der Ehe, sondern auch für den sozialversicherungsrechtlichen Status eines Geschäftsführers bei Übernahme eines Lohnbuchhaltungsmandats, wie der BGH in einem aktuellen Urteil erneut bekräftigt.


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  • Existenzgründer: Altersabhängige Motivationsfaktoren

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Beratungschancen zwecks Kompetenzaufbau

     

    Besonders junge Menschen sind gründungsaktiv und sehen gute unternehmerische Chancen. Zugleich bestehen altersabhängige Unterschiede bei den Gründungsmotiven. Dies sind zentrale Ergebnisse im Länderbericht Deutschland 2025/26 des Global Entrepreneurship Monitor (GEM; Länderbericht zu Gründungsaktivitäten und -einstellungen), der am 17.9.2026 vom RKW Kompetenzzentrum vorgestellt wurde. Mit praxisnahen Angeboten können selbstständige Bilanzbuchhalter mehr denn je dazu beitragen, jungen Menschen ökonomisches Wissen und unternehmerische Kompetenzen zu vermitteln, um die Angst vor dem Scheitern abzubauen.


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  • Steuerberater als Syndikus-Steuerberater: Interessenkonflikt

    Christian Thurow

    FG Münster Urt. v. 29.8.2025 – 4 K 258/25 (Revision zugelassen)

     

    Ein Steuerberater kann in der Regel bei einem nicht berufsständischen Arbeitgeber als Syndikus-Steuerberater angestellt sein. Doch entsteht ein Interessenkonflikt, wenn der Arbeitgeber eine kirchliche Einrichtung ist und der Steuerberater für die Verwaltung der Kirchensteuer zuständig ist?


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  • KI-Anwendungen – deutliche Auswirkungen für Freiberufler

    Christian Thurow

     

    Eine jüngst veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt auf, welche signifikanten Verschiebungen sich für Freiberufler aus der Einführung von ChatGPT und ähnlichen generativen KI-Werkzeugen ergeben haben.


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  • Gründungsinteresse so niedrig wie nie

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    Bürokratieabbau als wichtigstes Handlungsfeld

     

    Ein Rekordtief beim Gründungsinteresse und die bisher schlechteste Bewertung des Gründungsstandorts Deutschland durch Jungunternehmerinnen und -unternehmer – neue Zahlen haben große Besorgnis beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ausgelöst. Gepaart mit in der Industrie zu sehenden Abwanderungstendenzen gehen wichtige Potenziale für Wachstum und Innovationen verloren.

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  • Freie Mitarbeit bei einem Steuerberater: Kriterien der Sozialversicherungspflicht

    BC-Redaktion

    LSG Niedersachsen-Bremen Urt. v. 6.3.2024 – L 2/1 BA 84/23, BeckRS 2024, 10807 (rkr.)

     

    Ein Bilanzbuchhalter, der im Auftrag einer Steuerberaterpartnerschaft unter deren Fachaufsicht und in Eingliederung in deren arbeitsteilig organisierten Betriebsablauf schwerpunktmäßig im Homeoffice tätig wird, übt bei Fehlen relevanter unternehmerischer Chancen und Risiken auch dann eine abhängige Beschäftigung aus, wenn ihm große Freiheiten bei der Ausgestaltung seiner Arbeitszeiten eingeräumt werden.  


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  • Stellung von Erlassanträgen als unerlaubte Hilfeleistung in Steuersachen

    BC-Redaktion

    BFH Urt. v. 16.4.2024 – VII R 22/21

     

    Ein selbstständiges Lohnbuchhaltungsbüro, das Lohnsteuer-Anmeldungen für Kunden nach § 6 Nr. 4 StBerG erstellt und beim Finanzamt einreicht, ist generell nicht berechtigt, einen Antrag auf Erlass eines Verspätungszuschlags infolge einer verspätet eingereichten Lohnsteuer-Anmeldung zu stellen; das gilt unabhängig von der Höhe des Verspätungszuschlags und der rechtlichen Schwierigkeit des Erlassantrags.


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  • Selbstständige (Bilanz-)Buchhalter: Kriterien einer freien Mitarbeit bei einem Steuerberater

    BC-Redaktion

    LSG Hamburg Urt. v. 23.2.2023 – L 1 BA 7/22 (rkr.)

     

    Für die sozialversicherungsrechtliche Einordnung der Tätigkeit als Buchhalterin in einem Steuerbüro ist eine Gesamtschau sowohl der vertraglichen Regelungen als auch der tatsächlichen Umstände der Leistungserbringung maßgeblich.


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  • Zum Umfang und zu den Grenzen eines Lohnbuchhaltungsmandats

    Christian Thurow

    BGH Urt. v. 8.2.2024 – IX ZR 137/22

     

    Bei Gesellschafter-Geschäftsführern stellt sich häufig die Frage, ob eine Sozialversicherungspflicht vorliegt. Umstritten ist, ob die eigenständige Prüfung der Sozialversicherungspflicht ein fester Bestandteil eines Lohnbuchhaltungsmandats ist. Der BGH hat nun in einem Urteil Klarheit geschaffen.


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  • Kein Ausschluss von Sozialversicherungspflicht durch Vertragsbeziehung mit Ein-Personen-Kapitalgesellschaft

    Christian Thurow

    BSG Urt. v. 20.7.2023 – B 12 BA 1/23 R; B 12 R 15/21 R; B 12 BA 4/22 R

     

    Scheinselbstständigkeit ist nicht nur ein steuerrechtliches Problemfeld, sondern kann auch im Bereich der Sozialversicherungspflicht von Bedeutung sein. Dies kann sogar Kapitalgesellschaften betreffen, wenn es sich um sog. Ein-Personen-Gesellschaften handelt, wie eine aktuelle Urteilsreihe des Bundessozialgerichts (BSG) zeigt.


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  • Lohnbuchhaltungsbüro nicht zum Antrag auf Erlass eines Verspätungszuschlags berechtigt

    Christian Thurow

    FG Thüringen, Urteil vom 20.5.2021, 3 K 266/20 (Revision zugelassen, Az. BFH: VII R 22/21)

     

    Die Berufsstandsvertreter der Steuerberater wachen bekanntlich mit Argusaugen darauf, dass selbstständige Bilanzbuchhalter/innen nur in dem ihnen zugewiesenen Rahmen agieren. Doch nicht immer ist dieser so klar ausgestaltet.


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  • Berater setzen auf Fortsetzung des Geschäftsaufschwungs

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

     

    Die im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) vertretenen Consultants blicken nach dem ersten Pandemieschock 2020 und einem wieder deutlich besser verlaufenen Jahr 2021 auch für 2022 mit Zuversicht auf die zu erwartende Geschäftsentwicklung – trotz unberechenbarer Kriegseinflüsse. Anlass geben dazu insbesondere einige Top-Trends, die sich in 2022 auch unabhängig vom Kriegsgeschehen fortsetzen dürften.


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  • Sozialversicherungsrechtliche Statusbeurteilung eines Buchführungshelfers in einer Steuerkanzlei

    Christian Thurow,

    BSG-Urteil vom 27.4.2021, B 12 KR 27/19 R

     

    In Zeiten von Home-Office und flexibler Arbeitszeitgestaltung verwischt die Grenze von Berufs- und Privatleben zusehends. Ein wesentliches Kriterium für die Beurteilung des sozialversicherungsrechtlichen Status ist die Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers. Ist diese noch gegeben, wenn die betroffene Person Arbeitszeit und Ort frei wählen kann? Dies ist einer der Gesichtspunkte, mit denen sich das Bundessozialgericht (BSG) in einem Urteil auseinandergesetzt hat.


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  • Zunehmender Bedarf an Nachfolgeplanungen

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

     

    Als Ergebnis des aktuellen KfW-Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2021 kann festgehalten werden, dass nach einem Corona-Knick in 2020 nun wieder mehr Übergabe-Planungen durchgeführt wurden. In der Krise zeigt sich insbesondere die Familiennachfolge als beliebtes Gestaltungsinstrument.


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  • Gewerblichkeit der Tätigkeit eines externen Datenschutzbeauftragten

    Christian Thurow

    BFH-Urteil vom 14.1.2020, VIII R 27/17

     

    Durch die Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) im Mai 2018 hat das Thema „Datenschutz“ eine neue Bedeutung für viele Unternehmen gewonnen. Eine zentrale Aufgabe kommt dabei dem Datenschutzbeauftragten zu. Gerade kleine und mittlere Unternehmen nutzen hierfür häufig externe Dienstleister. Doch handelt es sich bei der Tätigkeit als externer Datenschutzbeauftragter um eine gewerbliche Tätigkeit?


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  • Sozialversicherungspflicht einer selbstständigen Bilanzbuchhalterin

    Christian Thurow

    LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 23.10.2018, L 11 R 1095/17 (rkr.)

     

    Personen, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind, unterliegen nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 SGB V der Sozialversicherungspflicht. Doch trifft dies auch auf eine selbstständige Bilanzbuchhalterin zu, welche gegen Stundenhonorar für einen Steuerberater tätig wird?


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  • Aktuelles BGH-Urteil: Rückschlag für die allgemeine Anerkennung selbstständiger Bilanzbuchhalter/innen

    Christian Thurow

    BGH-Urteil vom 2.5.2019, IX ZR 11/18

     

    Seit Jahren bemühen sich selbstständige Bilanzbuchhalter um eine Ausweitung ihrer Tätigkeitsbefugnisse. In einem aktuellen Urteil kommt der BGH nun zu dem Schluss, dass die Steuerberatung einen Dienst höherer Art im Sinne des § 627 Abs. 1 BGB darstellt. Dies gilt nicht für die Durchführung der Finanz- und Lohnbuchhaltung, „weil diese Tätigkeit keine besondere wissenschaftliche, künstlerische oder technische Vorbildung erfordert“.


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  • Wohnungseigentümergemeinschaft als gewerbliche Mitunternehmerschaft – Beratungsbedarf bei Stromeinspeisung mittels BHKW

    Dr. Hans-Jürgen Hillmer

    BFH-Urteil vom 20.9.2018, IV R 6/16

     

    Eine Wohnungseigentümergemeinschaft kann beim Betrieb eines Blockheizkraftwerks, mit dem Strom an einen außenstehenden Abnehmer geliefert wird, gewerblich tätig sein. Daher begründet sie selbst ertragsteuerrechtlich eine Mitunternehmerschaft, für die das erforderliche Feststellungsverfahren durchzuführen ist. Der Annahme einer von den Wohnungseigentümern zusätzlich konkludent (schlüssig) gegründeten Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) bedarf es nicht.


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  • Pflichten eines externen Lohnbuchhalters

    Christian Thurow

    OLG Schleswig-Holstein, Urteil vom 30.11.2018, 17 U 20/18 (rkr.)

     

    „Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können.“ Dieses etwas sperrige Zitat des französischen Philosophen Jean-Jacques Rousseau sollten sich selbstständige (Bilanz-)Buchhalter und Steuerberater zu Herzen nehmen.

    Wenn die vom Mandanten erhaltenen Informationen nicht zur Beurteilung eines Sachverhalts ausreichen, muss man nachfragen. Dies sieht auch das Oberlandesgericht (OLG) Schleswig-Holstein so.


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  • EU-Kommission stellt Vorbehaltsaufgaben des steuerberatenden Berufs infrage

    BC-Redaktion

    Aufforderungsschreiben – Vertragsverletzung Nr. 2018/2171, EU-Kommission vom 19.7.2018

     

     

     


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