Cohen erlangte insbesondere durch ihre Kündigung bei Skadden im März 2025 internationale Bekanntheit. Hintergrund war eine Reihe von Dekreten, welche die Trump-Regierung zuvor gegen amerikanische Wirtschaftskanzleien erlassen hatte, um diese auf Regierungskurs zu bringen. Beispielsweise wurden Kanzleien für ihre Diversitäts- und Inklusionsprogramme unter Druck gesetzt, weil diese diskriminierend seien. Um laufende Untersuchungen abzuwenden, beugten sich einige Großkanzleien, darunter Paul Weiss, Kirkland & Ellis sowie A&O Shearman dem Druck, verständigten sich mit der Regierung und versprachen ihr kostenlose Rechtsberatung in Millionenhöhe.
Cohen, zu diesem Zeitpunkt Associate bei Skadden im dritten Jahr, setzte sich öffentlich gegen diese Angriffe auf die US-Anwaltschaft ein, indem sie unter anderem einen von über 600 Anwältinnen und Anwälten unterschriebenen öffentlichen Brief an die Wirtschaftskanzleien richtete und diese aufforderte, für die Rechtsstaatlichkeit und die freie Anwaltschaft einzustehen und sich dem politischen Druck nicht zu beugen. Im März 2025 kündigte Rachel Cohen ihren Job bei Skadden als Reaktion auf die Deals, welche die Großkanzleien reihenweise mit der Trump-Regierung eingingen, um Sanktionen zu entgehen.
Die Anwältin wurde mit über 80% der Stimmen gewählt: "Wir möchten unserer Anwältin des Jahres 2025, Rachel Cohen, ganz besonders gratulieren. Sie hat den Angehörigen der Rechtsberufe neue Hoffnung gegeben, sich für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen, und verdient großen Dank von allen Anwältinnen und Anwälten in Amerika", schreibt Above the Law.


