Auch
bei erheblichem öffentlichen Interesse an einer Tat genießt das Persönlichkeitsrecht des Beschuldigten im frühen Ermittlungsstadium Vorrang: Das OVG Bautzen hat das
Auskunftsbegehren einer Zeitung zu Vorstrafen, Migrationsgeschichte
und aufenthaltsrechtlichem Status abgelehnt.
Staatsanwaltschaften sind im Ermittlungsverfahren nicht berechtigt, Medien ohne Zustimmung die Namen der Verteidiger mitzuteilen. Vor dem VGH München unterlag der Springer-Konzern mit seinem Auskunftsverlangen. Martin W. Huff kennt die Gründe.
Mehr lesenAuch in Ermittlungsverfahren müssen Strafverteidiger hinnehmen, dass die Presse sich nach ihrem Namen erkundigt. Wie das OVG Hamburg entschieden hat, kann die Pressefreiheit überwiegen – auch bei einer Boulevardzeitung.
Mehr lesenVerlangt ein Journalist von einer Behörde Auskunft über Anwaltskosten, können dem laut OVG Berlin-Brandenburg das anwaltliche Berufsgeheimnis sowie Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse entgegenstehen, wenn die Auskunft – wie im konkreten Fall – Rückschlüsse auf die Honorargestaltung ermöglicht.
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