Kim Kardashian hat das California Bar Exam nicht bestanden. Die Prüfung ist Voraussetzung für die Zulassung als Anwältin in Kalifornien. Laut Mitteilung auf ihrem Instagram-Kanal hatte sie die Prüfung Ende Juli 2025 abgelegt.
Die 45-jährige Unternehmerin erklärte: "Ich war so nah dran, das Examen zu schaffen, aber das motiviert mich nur noch mehr." Sie wolle weiter lernen und sich erneut der Prüfung stellen. In den USA kann das Bar Exam in allen Bundesstaaten mehrmals wiederholt werden. Eine Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl an Versuchen – wie in Deutschland – gibt es nicht. Das Bar Exam entspricht dem Zweiten juristischen Staatsexamen in Deutschland.
Nach Angaben der kalifornischen Anwaltskammer stellen sich jährlich rund 16.000 Personen dem kalifornischen Bar Exam. Im Februar 2025 lag die Bestehensquote bei etwa 63%. Die Anwaltsprüfung gilt dabei als besonders anspruchsvoll.
Anwältin ohne Jurastudium?
Ein klassisches Jurastudium hat Kim Kardashian jedoch nie absolviert. Stattdessen lässt sie sich seit 2018 über ein Kanzleimodell ausbilden. Dafür absolvierte sie ein Praktikum bei einer Kanzlei in San Francisco sowie begleitende Studienkurse. Als Mentorin fungierte unter anderem die US-Menschenrechtsanwältin Jessica Jackson. Im Mai 2025 hatte Kim Kardashian auf ihren Social-Media-Kanälen stolz bekannt gegeben, dass sie das Ausbildungsprogramm erfolgreich absolviert habe.
In Kalifornien ist das Law Office Study Program (LOSP) eine Alternative zum klassischen Jurastudium. Das Kanzleimodell dauert in der Regel vier Jahre und setzt voraus, dass die angehenden Juristinnen und Juristen mindestens 18 Stunden pro Woche praxisnah arbeiten. Das LOSP soll auch Personen, die nicht an einer Universität studiert haben, die Zulassung zur Anwaltschaft ermöglichen. In einigen anderen US-Bundesstaaten gibt es ebenfalls Erleichterungen, um Anwältin oder Anwalt zu werden.
"Baby Bar" im vierten Anlauf bestanden
Bereits 2021 hatte Kardashian das sogenannte Baby-Bar-Examen im vierten Anlauf bestanden. Von den ersten Versuchen hatte sie unter anderem tränenreich in der Fernseh-Show "Keeping Up With The Kardashians" berichtet.
Beim Baby Bar handelt es sich um eine eintägige Prüfung, die Jurastudierende nach einem Jahr ablegen müssen. Die Prüflinge müssen Aufsätze verfassen und Multiple-Choice-Fragen beantworten, die ihre grundlegenden Rechtskenntnisse bestätigen. Dabei bedeutet "Baby" jedoch nicht, dass die Prüfung einfach wäre. Im Oktober 2024 bestanden weniger als 30% aller Teilnehmenden das Baby Bar.
Fällt der Apfel nicht weit vom Stamm?
Kim Kardashians ist die Tochter des prominenten US-Strafverteidigers Robert Kardashian. Er gehörte in den 1990ern zum Verteidigerteam von O.J. Simpson, mit dem er auch privat befreundet war. Über den Prozess erzählte Kim Kardashian im Rolling Stone-Magazin: "Wir dachten immer, mein Vater sei der klügste Mensch der Welt und er glaubte wirklich an seinen Freund".
Auch Kim Kardashian war bereits im Strafrecht aktiv und setzte sich für Strafgefangene sowie eine Reform des US-Gefängnissystems ein. Bereits 2020 traf sich der Reality-Star deswegen mit weiblichen Gefangenen im Weißen Haus.
Zwar darf Kim Kardashian noch nicht selbst im Gerichtssaal auftreten, immerhin im Fernsehen ist sie aber schon als Anwältin zu sehen. Sie spielt derzeit in der Disney+-Serie "All’s Fair" eine Scheidungsanwältin. Über ihre Serienrolle sagt sie: "Nun … ich bin noch keine Anwältin. Ich spiele nur eine sehr gut angezogene im Fernsehen."


