US-Regierung verteidigt Einschränkung der Presse im Pentagon

Im "Kriegsministerium" sollen sich Pressevertreter künftig nicht mehr frei bewegen können. Auch Genehmigungen für Veröffentlichungen sollen künftig verpflichtend werden. Einige Sender wollen das nicht akzeptieren.

US-Präsident Donald Trump hat eine drohende Einschränkung der Pressefreiheit im Pentagon verteidigt. Es besorge
ihn zu sehen, dass hochrangige Generäle mit Journalisten frei herumlaufen und dabei "Fehler" begehen könnten, sagte er in Washington.

Der von der Regierung als "Kriegsminister" bezeichnete US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte auf X mit, dass
Journalisten sich im Pentagon nicht mehr frei bewegen dürfen und einen Ausweis mit sich führen müssen. "Der Zugang zum Pentagon ist ein Privileg, kein Recht", schrieb er.

Kurz zuvor hatten sich mehrere große US-Nachrichtensender öffentlich geweigert, die neuen Richtlinien des US-Verteidigungsministeriums zu akzeptieren. Aus einem von CBS News geteilten Post geht hervor, dass neben dem Sender auch ABC NewsCNN und NBC News zu den Unterzeichnern zählen.

Auch die den Republikanern nahestehenden Sender Fox News und Newsmax lehnen die neuen Regeln des Ministeriums ab, das die US-Regierung neuerdings "Kriegsministerium" nennt. Auch die New York Times weigerte sich, die Vorgaben zu akzeptieren.

US-Medien berichteten unter Berufung auf ein Memo, dass Journalisten künftig keine Informationen ohne Genehmigung des Pentagons veröffentlichen dürfen – sonst könnten sie ihren Zugang zum Gebäude verlieren. Reporter müssen sich bis Mittwoch um 17.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr in Deutschland) per Unterschrift zur Einhaltung verpflichten. Nach Verstreichen der Frist müssen die Berichterstatter demnach binnen 24 Stunden ihren Presseausweis abgeben und ihren Platz räumen.

Redaktion beck-aktuell, js, 15. Oktober 2025 (dpa).

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