Auslöser des Verfahrens war eine Beschwerde beim Judicial Conduct Investigations Office, berichtet das juristische Online-Magazin Legal Cheek. Darin sei Richter Paul Kirtley vorgeworfen worden, während einer Beziehung mit seiner damaligen Partnerin, der Beschwerdeführerin, im Richterzimmer Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.
Den Vorfall, den Kirtley eingeräumt habe, wertete ein benannter Richter laut Legal Cheek als Verhalten, das gegen die Leitlinien für Richterinnen und Richter verstößt. Es habe das Potential gehabt, den Respekt gegenüber der Justiz und das Vertrauen in ihre Unparteilichkeit zu gefährden.
Zugunsten des Richters wurde berücksichtigt, dass es sich um eine einmalige, einvernehmliche Begegnung handelte, die zudem mehr als 15 Jahre zurücklag. Gleichwohl könne Sex im Richterzimmer das Ansehen des Amtes schädigen. Kirtley wurde daher verwarnt.


