Prominente vereint für Meinungsfreiheit: "Committee for the First Amendment"

Hunderte US-amerikanische Prominente schließen sich zu einer Bewegung zusammen, die es in der McCarthy-Ära schon einmal gegeben hat. Ihr Ziel: die Meinungsfreiheit verteidigen.

Laut einem Artikel von npr.org haben am Mittwoch über 550 Prominente die Gruppe "Committee for the First Amendment" wiederaufleben lassen. Das First Amendment ist der 1. Zusatzartikel der Verfassung der USA, in dem die Meinungsfreiheit geschützt wird. Das Komitee will es sich zur Aufgabe machen, die Verfassungsrechte der Bürgerinnen und Bürger zu verteidigen. In einem Brief schreiben die Gründer, die Regierung sei Teil einer Bewegung, die Kritiker und Kritikerinnen in der Politik, den Medien, der Justiz, der Wissenschaft und der Unterhaltungsindustrie zum Schweigen bringen wolle.

Der Kopf der Neugründung ist die Schauspielerin und Aktivistin Jane Fonda, wie NPR weiter berichtet. In einem Statement betont sie die Bedeutung der Solidarität. Sie sei das Einzige, das jemals Wirkung gezeigt hätte. Teil der Gruppe sind unter anderem die Schauspieler Pedro Pascal, Anne Hathaway und Natalie Portman, sowie die Musikerinnen Barbra Streisand und Billie Eilish, ebenso die Regisseure Spike Lee und J.J. Abrams.

Die Gruppe wurde ursprünglich 1947 von Hollywood-Filmschaffenden gegründet. Damals dabei: Henry Fonda, der Vater von Jane Fonda. In dem Brief bezeichnet die neu gegründete Gruppe die McCarthy-Ära als dunkle Zeit, in der die Regierung Amerikanerinnen und Amerikaner für ihre politischen Meinungen unterdrückt und verfolgt habe.

Redaktion beck-aktuell, kw, 2. Oktober 2025.

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