Patentstreit um mRNA-Technologie: Bayer klagt in den USA

Laut einem Bericht der Tagesschau hat Bayer mehrere Klagen gegen Hersteller von Corona-Impfstoffen eingereicht. Der Konzern wirft ihnen vor, Patente zur Stabilisierung von mRNA verletzt zu haben. Ein Verkaufsverbot ist nicht Teil der Forderungen.

Nach Informationen der Tagesschau hat der Pharmakonzern Bayer in den USA Klagen gegen die Impfstoffhersteller Pfizer, BioNTech, Moderna sowie Johnson & Johnson erhoben. Bayer wirft den Unternehmen vor, Patente verletzt zu haben, die die Bayer-Tochter Monsanto angemeldet hatte.

Dabei gehe es um eine Technologie zur Stabilisierung von mRNA, die Monsanto in den 1980er-Jahren für die Entwicklung widerstandsfähigerer Nutzpflanzen patentiert hatte, so die Tagesschau. Bayer fordere Schadensersatz in nicht genannter Höhe, strebe aber kein Verkaufsverbot für die Impfstoffe an.

Bayer-Monsanto selbst entwickelte keine Corona-Impfstoffe. Es ist jedoch nicht die erste Patentstreitigkeit um mRNA-Technologien. Schon 2022 klagte Moderna gegen Pfizer. Laut Tagesschau erzielten Pfizer und BioNTech 2024 mit ihrem Impfstoff Comirnaty einen Umsatz von über 3,3 Milliarden US-Dollar, Moderna mit Spikevax von rund 3,2 Milliarden Dollar. Johnson & Johnson verkauft seit 2023 keine Covid-Impfstoffe mehr in den USA.

Redaktion beck-aktuell, js, 7. Januar 2026.

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