Wegen zu lauten "Auspuffs": E-Dodge-Fahrer kassiert Strafzettel

Einen Strafzettel wegen eines zu lauten Auspuffs kassieren, obwohl es sich um ein E-Auto handelt, das gar keinen Auspuff hat? Das geschah nach einem Bericht des IT-Newsportals Golem einem Autofahrer in den USA, der einen elektrischen Dodge Charger EV fuhr.

Danach ereignete sich der Vorfall in Stillwater, einem Ort, der eine Null-Lärm-Politik verfolge. Dort habe die Polizei den Dodge-Fahrer angehalten, weil der "Auspuff" seines Autos zu laut sei, und ihm einen Strafzettel unter anderem wegen Ruhestörung aufgedrückt, berichtet Golem unter Berufung auf das Online-Automobilportal The Drive. Erklärungsversuche des Mannes, dass sein Dodge ein E-Auto ohne Auspuff sei, hätten keinen Erfolg gehabt.

Allerdings sei das Fahrzeug mit einem Soundsystem ausgerüstet, das Motorgeräusche simulieren könne – und dabei könne so viel Lärm erzeugt werden wie bei einem Dodge Charger Hellcat mit Verbrenner: 125 db. Werde im Parkmodus das Strompedal gedrückt, könne das Fahrzeug einen aufheulenden Motor simulieren. War der Dodge also vielleicht tatsächlich zu laut, aber wegen künstlicher Geräusche, und würde das für einen Strafzettel reichen?

Für den Motorsound müsse allerdings der Sport-Modus aktiviert werden, das hatte der Dodge-Fahrer nach eigenen Angaben nicht getan. Er hatte laut Golem geschildert, er sei in einer Gruppe gefahren, aus der ein anderes Fahrzeug an einer Ampel lärmend gestartet sei. Ein Gerichtstermin ist dem Bericht zufolge in der Sache bislang noch nicht anberaumt.

Redaktion beck-aktuell, hs, 9. September 2025.

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