Die Menschenrechtsaktivistin habe aus dem Gefängnis über das Urteil berichtet, schrieb ihr Anwalt Mostafa Nili auf der Plattform X. Von der iranischen Justiz gab es zunächst keine Bestätigung. Als Zusatzstrafe wurde laut Anwalt ein zweijähriges Ausreiseverbot verhängt sowie eine Verbannung in die iranische Kleinstadt Chosf. Gegen Mohammadi sind bereits einige mehrjährige Hafturteile ergangen.
Nili schrieb, dass er angesichts ihres Gesundheitszustands die Erwartung habe, dass Mohammadi auf Kaution freigelassen wird. Vor drei Tagen sei sie aufgrund ihres schlechten körperlichen Zustands in eine Klinik gebracht und anschließend erneut in den Gewahrsam zurückgeführt worden.
Mohammadi wurde Anfang Dezember, rund zwei Wochen vor Ausbruch der jüngsten Protestwelle, bei einer Trauerversammlung in der nordöstlichen Millionenstadt Maschhad festgenommen. Zuvor war sie etwa ein Jahr auf Hafturlaub. 2023 wurde sie vom norwegischen Nobelkomitee mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.


