#83: VwGO-Reform, Haftstrafe für Maja T., Ärger mit dem DSA, Teilerfolg für Abtreibungsarzt, Menschenrechtler alarmiert

Die Bundesregierung will mit einer VwGO-Reform "querulatorischen Klägern" an den Kragen. Maja T. wurde in Ungarn zu acht Jahren Haft verurteilt. Mehrere Vorgänge rund um den Digital Services Act vertiefen die Gräben zwischen Europa und den USA. Und Human Rights Watch warnt vor zurückgehenden Menschenrechtsstandards.

 

 

VwGO-Reform: Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Ste­fa­nie Hubig will Ver­fah­ren vor den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten be­schleu­ni­gen und dafür die VwGO grund­le­gend mo­der­ni­sie­ren. Die Bundesregierung will auch "querulatorischen Klägern" an den Kragen. Ob das eine gute Idee ist, besprechen wir mit dem Verwaltungsrechtler Prof. Dr. Matthias Dombert.

Haftstrafe für Maja T.: Ob­wohl Deutsch­land Maja T. nicht hätte aus­lie­fern dür­fen, saß sie über an­dert­halb Jahre in Bu­da­pest in Haft. Nun wurde Maja T. zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren verurteilt. Ihr deutscher Anwalt Sven Richwin erzählt von dem Prozess - und davon, wie es jetzt weitergeht.

Immer Ärger mit dem DSA:  Diese Woche hat es zwischen den USA und Europa in Sachen Internet und Meinungsfreiheit gleich an mehreren Stellen geknallt. Es ging um den Digital Services Act, das Digitale Dienste Gesetz also. Und es könnte die kommenden Wochen noch richtig für Alarm sorgen. 

Teilerfolg für Chefarzt: Das LAG Hamm entschied, dass eine Anordnung eines katholischen Klinikträgers rechtswidrig war, die ein absolutes Abtreibungsverbot in Bezug auf die Nebentätigkeit eines Gynäkologen vorsieht. 

Human Rights Watch: Die NGO hat im Ja­nu­ar den jähr­li­chen Re­port über die Men­schen­rechts­la­ge in über 100 Län­dern ver­öf­fent­licht. Neben be­sorg­nis­er­re­gen­den Ent­wick­lun­gen welt­weit kri­ti­siert die Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on, auch in Deutsch­land seien de­mo­kra­ti­sche Stan­dards ab­ge­baut wor­den.

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Redaktion beck-aktuell, Pia Lorenz, Chefredakteurin beck-aktuell und Mitglied der Schriftleitung der NJW; Dr. Hendrik Wieduwilt, Rechtsanwalt & Strategieberater; Dr. Maximilian Amos, Volljurist und Redakteur bei beck-aktuell, 6. Februar 2026.

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