Alexander Kornezov ist neuer Richter am EuGH

Der EuGH hat mit Alexander Kornezov einen neuen Richter. Der Bulgare folgt auf Alexander Arabadjiev und bringt langjährige Erfahrung aus Wissenschaft und Praxis mit. Parallel wurden Amtszeiten am EuG verlängert und drei neue Richterinnen und Richter ernannt.

Kornezov war seit September 2016 als Richter am EuG tätig, seit September 2019 als Präsident der Achten Kammer. Zuvor war er ab April 2016 wenige Monate Richter am Gericht für den öffentlichen Dienst der Europäischen Union. Von 2007 bis 2016 arbeitete er beim EuGH als Rechtsreferent bei Richter Arabadjiev. Vorausgegangen war von 2004 bis 2006 eine anwaltliche Tätigkeit in einer Brüsseler Kanzlei.

Studiert hat der 1978 im bulgarischen Yambol Geborene in Sofia, mit Abschluss im Jahr 2002. Nach dem Jurastudium erwarb er 2004 einen Master of Laws im Europarecht am Europakolleg in Brügge. Vier Jahre später promovierte er an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften.

Seit 2008 ist Kornezov auch wissenschaftlich tätig. Er übernahm Lehraufträge an Universitäten in Bulgarien, später auch in Luxemburg. Seine Schwerpunkte lagen im Unionsrecht, Prozessrecht, im internationalen Privatrecht sowie im Vergaberecht. Er hat viele Aufsätze zum Unionsrecht verfasst und tritt als Vortragsredner an Universitäten in verschiedenen Mitgliedstaaten auf.

Am EuG rücken drei neue Mitglieder nach, 19 bleiben im Amt

Am EuGH ist mit Alexander Kornezov lediglich ein neues Mitglied hinzugekommen. Darüber hinaus haben die Vertreter der Mitgliedstaaten die Amtszeiten von 19 Richterinnen und Richtern am EuG bis zum 31. August 2031 verlängert. Darunter sind Suzanne Kingston, Colm Mac Eochaidh, José Martín y Pérez de Nanclares, Miguel Sampol Pucurull, Hervé Cassagnabère, Saulius Lukas Kalėda, Ulf Öberg, Tamara Perišin, David Petrlík, Inga Reine, Petra Škvařilová-Pelzl, Laurent Truchot, Pēteris Zilgalvis, Maja Brkan, Jörgen Hettne, Danutė Jočienė, Damjan Kukovec, Johannes Laitenberger und Gabriele Steinfatt.

Für eine Amtszeit bis zum 31. August 2031 neu am Gericht ernannt wurden Tanja Pavelin, die Vesna Tomljenović nachfolgt, sowie Francesco Bestagno und Raffaella Pezzuto, die Roberto Mastroianni und Ornella Porchia ablösen.

Redaktion beck-aktuell, cil, 15. September 2025.

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