CBS News meldet, dass eine US-Amerikanerin vor Gericht gestanden hat, ihre frühere Ehefrau – die Astronautin Anne McClain – zu Unrecht beschuldigt zu haben, während eines Aufenthalts auf der Internationalen Raumstation (ISS) ein Verbrechen begangen zu haben.
Die Frau, Summer Heather Worden, hatte im Juli 2019 gegenüber Ermittlungsbehörden behauptet, McClain habe ohne Erlaubnis auf ihr Bankkonto zugegriffen. McClain befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der ISS, wo sie von Dezember 2018 bis Juni 2019 eingesetzt war. Es war die erste öffentlich bekannte Anzeige eines mutmaßlichen "Weltraum-Verbrechens".
Laut CBS ergaben Ermittlungen des NASA-Inspektorats und des US-Justizministeriums, dass Worden McClain seit Jahren Zugang zu den Kontodaten gewährt hatte und beide bis Januar 2019 Zugriff auf das Konto hatten. McClain hatte die Vorwürfe stets bestritten und erklärt, sie habe mit Zustimmung gehandelt.
Worden bekannte sich am 13. November 2025 schuldig, falsche Angaben gegenüber den Strafverfolgungsbehörden gemacht zu haben. Das Strafmaß soll im Februar 2026 verkündet werden. Nach Angaben von CBS drohen ihr bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von maximal 250.000 US-Dollar.
McClain ist inzwischen erneut zur ISS gereist und nahm 2025 an einem Weltraumspaziergang teil.


