Diözese New Orleans zahlt 230 Millionen Dollar an Missbrauchsopfer

Die Erzdiözese New Orleans zahlt Hunderten Missbrauchsopfern insgesamt 230 Millionen Dollar. Das sei Teil einer Einigung mit den Opfern sexuellen Missbrauchs durch Geistliche, berichteten mehrere US-Medien. Die Einigung sei von einer Bundesrichterin nach jahrelangen Verhandlungen genehmigt worden.

Das Oberhaupt der Erzdiözese, Erzbischof Gregory Aymond, sagte Reportern vor dem Gerichtsgebäude: "Dies war ein langer Prozess, nicht nur für uns, sondern vor allem für die Überlebenden, denen unsere Gebete gelten. Wir bedauern zutiefst, was sie in der Vergangenheit erlebt haben."

Anwälte der Erzdiözese erklärten nach Angaben des Senders, das Geld werde vor Ende des Jahres für die Opfer bereitstehen. Die Einigung sieht demnach auch vor, dass die Erzdiözese ihr System verbessert, damit im Fall sexuellen Missbrauchs die Strafverfolgungsbehörden besser benachrichtigt werden.

Im vergangenen Oktober hatte sich bereits die Erzdiözese Los Angeles auf einen Vergleich von insgesamt 880 Millionen US-Dollar eingelassen. Auch damals ging es um Hunderte Opfer durch jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch durch Geistliche.

Redaktion beck-aktuell, sst, 9. Dezember 2025 (dpa).

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