Bundesjustizministerium: Ausstellung über NS-Vergangenheit in Zweibrücken

Eine Ausstellung beleuchtet den Umgang des Bundesjustizministeriums mit seiner NS-Vergangenheit und dem NS-Unrecht. Sie wird am 2. Februar im Pfälzischen OLG Zweibrücken eröffnet.

Die Ausstellung "Die Rosenburg – Das Bundesministerium im Schatten der NS-Vergangenheit" ist Teil der Aufarbeitung der Geschichte des Bundesjustizministeriums. Vorgestellt werden die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung, die im Auftrag des Ministeriums beleuchtet, wie dieses in den 1950er und 1960er Jahren mit der NS-Vergangenheit seiner Mitarbeiter, den personellen und sachlichen Kontinuitäten, der Verfolgung von Verbrechen im Zusammenhang mit dem Holocaust sowie mit Amnestie und Verjährung umging.

Die Untersuchung "Die Akte Rosenburg" fand seit 2012 unter der Leitung von Manfred Görtemaker und Christoph Safferling statt. Die Ergebnisse des Abschlussberichts wurden erstmals 2017 in einer Wanderausstellung vorgestellt. Wie das OLG Zweibrücken mitteilt, sollen sie jetzt einem breitem Publikum zugänglich gemacht werden. Es gehe darum, das Bewusstsein für das historische Unrecht schärfen.

Bei der Eröffnung am 2. Februar wird Bundesjustizministerin Stefanie Hubig sprechen, ebenso der rheinland-pfälzische Justizminister Phillipp Fernis sowie der Präsident des OLG Zweibrücken Bernhard Thurn. Der Eintritt zu der Ausstellung ist frei.

Redaktion beck-aktuell, kw, 12. Januar 2026.

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