Reichelt hatte in seinem Post auf eine Meldung der Bild-Zeitung reagiert und geschrieben: "Wir werden in den nächsten Jahren erst die Unterwanderung und dann die Übernahme unserer Polizei erleben. Das passiert, wenn man dafür sorgen will, dass die Polizei "bunter" wird. In zehn Jahren ist die Polizei in unseren Städten arabisch dominiert. Viel Spaß!" Zuvor hatte die Welt berichtet.
Reichelt und sein Anwalt Joachim Steinhöfel bestätigten das Verfahren. "Weil ich hier auf X prophezeit habe, dass die Polizei von kriminellen Clans unterwandert wird, ermittelt nun die Berliner Staatsanwaltschaft wegen "Volksverhetzung" gegen mich", schrieb Reichelt bei X. "Das Verfahren ist kompletter Irrsinn", sagte der Ex-Bild-Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur.
Auch sein Anwalt kritisierte die Ermittlungen. "Die fortgesetzte Tendenz des Staates, kritischen Journalismus kriminalisieren zu wollen, entwickelt sich zu einem Dauerphänomen in der Bundesrepublik", teilte er der dpa mit.
Auslöser der Ermittlungen war nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Anzeige einer Privatperson. Diese sei von der Staatsanwaltschaft in Krefeld zuständigkeitshalber an die Behörde in Berlin weitergeleitet worden. Die Behörde muss in so einem Fall aufgrund des Legalitätsprinzips prüfen, ob eine mögliche Straftat vorliegt. Es gilt die Unschuldsvermutung.


