USA: Freispruch nach Sandwich-Attacke auf Bundespolizisten

Ein Mann wirft ein Sandwich auf einen US-Bundesbeamten und wird deswegen angeklagt. Erst sollte das eine schwere Körperverletzung sein, dann immerhin noch eine Behinderung eines Bundesbeamten. Doch die Jury sprach den Mann frei.

Der Angeklagte Sean Charles Dunn zeigte sich erleichtert. Wie das US-Rundfunk-Syndikat National Public Radio meldet, gingen dem Urteil sieben Stunden Beratung voraus. Dunn hatte im August ein Subway-Sandwich auf Gregory Lairmore, einen Agenten des US-Zoll- und Grenzschutzes geworfen, weil er dachte, dieser sei an einer Einwanderungsrazzia in einem schwulen Nachtclub beteiligt. Lairmore sagte aus, das Sandwich sei auf ihm "explodiert". Einzige Folge für den Bundesbeamten allerdings: Er gab an, er habe danach nach Zwiebeln und Senf gerochen.

Die Staatsanwaltschaft in Washington ging dennoch von einer schweren Körperverletzung aus, drang damit vor einer Grand Jury jedoch nicht durch. Angeklagt wurde Dunn schließlich wegen Angriffs oder Behinderung eines Bundesbeamten. Einer Verurteilung ist er jetzt entgangen. Allerdings verlor er infolge des Sandwich-Wurfs seinen Job im Justizministerium.

Redaktion beck-aktuell, bw, 7. November 2025.

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