Streit um 100.000 Quadratkilometer im Indischen Ozean
Im März hatte das ostafrikanische Land die öffentlichen Anhörungen im Den Haager Friedenspalast boykottiert. Kenia hatte auch vor schwerwiegenden Folgen für die Sicherheit in der Region gewarnt. Somalia hatte den Fall 2014 vor das Gericht gebracht und eine höchstrichterliche Entscheidung über die Meeresgrenze verlangt. Es ging dabei vor allem um ein Gebiet von etwa 100.000 Quadratkilometern im Indischen Ozean mit möglicherweise großen Öl- und Gasvorkommen. Kenia hatte den Ansprüchen des Nachbarlandes auf eine Grenzkorrektur vehement widersprochen. Nairobi erklärte, dass die Meeresgrenze parallel zum Breitengrad verlaufe. Darauf hätten sich beide Länder auch geeinigt. Doch Somalia bestritt das und wollte, dass die Grenze südöstlich in verlängerter Linie zur Landesgrenze gezogen wird. Dem entsprachen die Richter. Somalia hatte auch Schadenersatz gefordert, da Kenia bereits Förderlizenzen an ausländische Unternehmen vergeben hatte. Doch diese Forderungen wies das UN-Gericht zurück.


