Der führende Demokrat im US-Senat, Chuck Schumer, hat Präsident Donald Trump aufgefordert, Ingrassias Nominierung wegen rassistischer und antisemitischer Äußerungen zurückzuziehen. Schumer reagierte damit auf Enthüllungen des Portals Politico. Danach soll Ingrassia in einem Chat unter anderem erklärt haben, der Martin-Luther-King-Feiertag gehöre in die "Hölle", und sich selbst als jemanden mit "Nazi-Tendenzen" bezeichnet haben.
Schumer nannte die Äußerungen "gefährlich" und forderte, Ingrassia dürfe "niemals wieder eine Führungsposition innerhalb der Republikanischen Partei oder der Regierung bekleiden". Schumers republikanischer Gegenpart im Senat, John Thune, hofft laut US-Medien, dass das Weiße Haus die Nominierung des 30-Jährigen zurückzieht. Diese müsste im Senat bestätigt werden. Neben Thune kündigte auch der republikanische Senator aus Wisconsin, Ron Johnson, an, Ingrassia nicht zu unterstützen. Trump riet er laut Courthouse News, die Nominierung Ingrassias zurückzuziehen.
Dem Newsdienst zufolge fordert das auch der demokratische Abgeordnete Jamie Raskin aus Maryland. Courthouse News verweist auf ein ihm vorliegendes, an Trump gerichtetes Schreiben Raskins. Darin heiße es, das Weiße Haus hätte Ingrassia "niemals" für das Amt des Sonderermittlers vorschlagen dürfen.


