Mohamedou Ould Slahi war 14 Jahre lang im US-Gefangenenlager Guantánamo inhaftiert. Die Stadt Duisburg hatte gegen den heutigen Niederländer eine 20 Jahre geltende Einreisesperre verfügt. Begründung: Terrorgefahr. Dafür sah das OVG keinen Grund mehr, denn der Kläger hatte in der Zwischenzeit die niederländische Staatsangehörigkeit angenommen und war damit EU-Bürger geworden.
Es ließ wegen der grundsätzlichen Bedeutung aber die Revision zu. Die Stadt Duisburg hat das Rechtsmittel jetzt eingelegt, wie eine OVG-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mitteilte. Die Akten seien in Leipzig.
Der Fall Slahi hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Hollywood verfilmte sein autobiografisches Buch "Das Guantánamo-Tagebuch" unter dem Titel "Der Mauretanier". Der Film lief 2021 mit Jodie Foster als Menschenrechtsanwältin und Benedict Cumberbatch als Ermittler in den Kinos und war auch im deutschen Fernsehen zu sehen.


