In der Residenz George Washingtons in Philadelphia gab es seit 2010 eine Ausstellung über Sklaverei – bis sie vor einigen Wochen von der US-Nationalparkverwaltung abgebaut wurde. Laut einem Bericht von ntv vermutet die Stadtverwaltung von Philadelphia, dass der Abbau Folge eines Dekrets von US-Präsident Donald Trump ist. In dem Dekret, dass die Wahrheit und den Verstand in der amerikanischen Geschichte wiederherstellen und die Verbreitung von spaltender Ideologie rückgängig machen solle, sei die Ausstellung als Beispiel angeführt worden.
Nun habe ein Gericht die Wiederherstellung der abgebauten Ausstellung angeordnet. US-Richterin Cynthia M. Rufe habe in ihrem Urteil betont, dass die US-Regierung nicht die Befugnis habe, "historische Wahrheiten zu verschleiern und zu verfälschen". Rufe habe außerdem Parallelen zu George Orwells "1984" gezogen, so der Bericht. Die Demokraten aus Philadelphia zeigten sich laut ntv erfreut über das – nur vorläufig geltende – Urteil.
Wie ntv berichtet, ist es nicht das erste Mal, dass Trump gegen Kultureinrichtungen vorgeht, die er für zu links hält. Im vergangenen Jahr habe er etwa missliebige Inhalte aus den Nationalmuseen in Washington entfernen lassen.


