Dubiose Millionenzahlung: Freispruch für Blatter und Platini rechtskräftig

Zwei Millionen Franken, ein Handschlag, viel Aufsehen und zwei Gerichtsprozesse: Für die ehemaligen Fußballfunktionäre Sepp Blatter und Michel Platini endet jetzt endgültig eine lange Zeit vor Gericht.

Die Affäre um eine dubiose Millionenzahlung bleibt für Blatter und Platini ohne juristische Konsequenzen. Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat den zweiten Freispruch im Berufungsverfahren akzeptiert und verzichtet auf weitere rechtliche Schritte, wie sie in Bern mitteilte.

"Mit der Akzeptanz des Urteils, das sowohl die erste als auch die zweite Instanz nach dem Prinzip 'in dubio pro reo' ausgesprochen hat, schließt die Bundesanwaltschaft ein weiteres Kapitel im Untersuchungskomplex zum Fußball", teilte sie mit.

Blatter (89) war von 1998 bis 2015 Chef des Weltfußballverbandes FIFA, Platini (70) von 2007 bis 2015 Präsident der europäischen Fußball-Union UEFA. Beide mussten sich wegen einer FIFA-Zahlung an Platini unter anderem wegen Betrugs, Veruntreuung, ungetreuer Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung verantworten.

Freisprüche in den Jahren 2022 und 2025

Laut Blatter und Platini handelte es sich bei der Zahlung in Höhe von rund zwei Millionen Franken (heute rund 2,1 Millionen Euro) 2010 um ein verspätetes Honorar für lange zurückliegende Beratertätigkeiten. Es sei per Handschlag vereinbart worden, was in der Schweiz als gültiger Vertrag gilt.

Die beiden waren 2022 in erster Instanz und im März 2025 in zweiter Instanz freigesprochen worden. Mit der Akzeptanz des Urteils durch die Bundesanwaltschaft ist der Freispruch nun rechtskräftig.

Redaktion beck-aktuell, kw, 28. August 2025 (dpa).

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