"Robin-Hood-Baum" in England gefällt – zwei Männer vor Gericht

Zwei Männer in England sollen illegal einen Baum gefällt haben - doch nicht etwa irgendeinen, sondern den wohl berühmtesten Baum Englands. Nun droht ihnen deshalb eine Strafe, die Schadenssumme geht in die Hunderttausende.

Weil sie illegal einen der berühmtesten Bäume Englands gefällt haben sollen, kommt es gegen die beiden mutmaßlichen Täter in Newcastle zum Prozess. Richter Paul Sloan legte den 3. Dezember als Starttermin fest, wie das Portal "Chronicle Live" am Mittwoch aus dem Gericht in Newcastle berichtete. Für den Prozess seien zehn Verhandlungstage festgesetzt worden. Die Angeklagten bleiben bis dahin gegen Auflagen auf freiem Fuß.

Der Baum wurde im September 2023 abgeholzt und stürzte auf die Reste des Hadrianswalls, einer alten römischen Wehrmauer in Nordengland. Den 31 und 38 Jahre alten Männern wird schwere Sachbeschädigung im Wert von mehr als 620.000 Pfund (735.000 Euro) vorgeworfen.

Der Jüngere plädierte bei der Verhandlung am Mittwoch auf nicht schuldig, der Anwalt des Älteren, der nicht im Gerichtssaal erschien, deutete für seinen Mandanten dasselbe an. Ein mögliches Motiv ist bisher nicht bekannt.

Der vermutlich rund 200 Jahre alte "Robin-Hood-Baum" war landesweit wegen seiner charakteristischen Platzierung in einer Senke bekannt und ein beliebtes Motiv von Fotografen. Grund für den Spitznamen ist eine Szene aus dem Film von 1991, in der Robin Hood, gespielt von Kevin Costner, einen Jugendlichen verteidigt, der sich vor Häschern in den Baum geflüchtet hat.

Redaktion beck-aktuell, ew, 12. Juni 2024 (dpa).