OLG Frankfurt am Main verurteilt IS-Anhänger wegen geplanten Schwarzpulver-Anschlags

Wegen eines geplanten Schwarzpulver-Anschlags hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 09.09.2019 einen 20-jährigen Mann zu zwei Jahren Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Der Iraker, der ein Sympathisant der Terrorgruppe Islamischer Staat sein soll, habe das Schwarzpulver aus herkömmlichen China-Böllern gewonnen (Az.: 5-2 Ofs 23/18 - 4/18).

OLG sah Vorbereitung und Werbung für schwere staatsgefährdende Gewalttat

Der Angeklagte hatte im Jahr 2017 aus 50 China-Böllern rund 75 Gramm Schwarzpulver gewonnen, um einen Sprengstoffanschlag zu begehen. Darüber hinaus verschickte er demnach auf Facebook Anleitungen für Sprengsätze und warb für den IS. Das Gericht ging von der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie Werbung und Anleitung für eine solche Tat aus. Auf Anordnung des Gerichts darf er in den kommenden fünf Jahren Reisen ins Ausland nur mit Genehmigung des Oberlandesgerichts antreten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

zu OLG Frankfurt a. M., Urteil vom 09.09.2019 - 5-2 Ofs 23/18 - 4/18

Redaktion beck-aktuell, 10. Sep 2019 (dpa).