Gegen den Facebook‑Konzern Meta ist eine Geldstrafe von 375 Millionen Dollar verhängt worden, weil das Unternehmen nach Überzeugung einer US‑Jury nicht genug für den Schutz junger Nutzer getan hat. Meta habe gegen zwei Verbraucherschutzgesetze des Bundesstaates New Mexico verstoßen, entschieden die Geschworenen eines Gerichts in Santa Fe dem Finanzdienst Bloomberg zufolge. Das Unternehmen kündigte Berufung an. Man sei nicht einverstanden mit der Entscheidung und arbeite hart daran, Nutzer zu schützen, erklärte ein Unternehmenssprecher.
Serie von Klagen
Das Urteil in New Mexico ist das erste in einer Reihe von Klagen gegen Meta und andere Online‑Plattformen. In Los Angeles beraten Geschworene aktuell über einen Fall, in dem eine junge Frau Meta und der Google‑Tochter YouTube vorwirft, deren Angebote seien bewusst so gestaltet worden, dass sie Nutzer süchtig machten.
Die Klage in New Mexico war 2023 vom Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, Raúl Torrez, eingereicht worden. Ihm zufolge habe Meta Profite über die Sicherheit der Nutzer gestellt und Eltern wie Jugendlichen Risiken verschwiegen. Die Klage stützt sich teilweise auf Ermittlungen, bei denen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft sich auf Facebook und Instagram als Kinder ausgaben und dort Belästigungen ausgesetzt waren.


