Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) ist eine unabhängige Menschenrechtsinstitution, die die Politik bei der Umsetzung der Menschenrechte berät. In Deutschland sieht das Institut in seinem Jahresbericht nach einer Überprüfung der Menschenrechtslage einen besonderen Nachholbedarf in den Bereichen Rassismus, geschlechtsspezifische Gewalt, inklusive Bildung, Armut und Rechte von Geflüchteten.
Es fehlten nicht nur 15.000 Familienplätze in Frauenhäusern, es gebe auch Defizite bei der Umsetzung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen in der strafgerichtlichen Praxis. Auch seien eine Reform des Gleichbehandlungsgesetzes und eine umfassende Entschädigung für die Überlebenden des NS-Völkermordes an Sinti und Roma notwendig. In der Asyldebatte mahnt das DIMR zu Besonnenheit.
Darüber hinaus bewertet es in seinem Bericht auch die Verschärfungen im Migrationsrecht, Wohnungslosigkeit, Exklusion von Menschen mit Behinderungen im Arbeitsmarkt sowie ausbeuterische Arbeitsbedingungen von Wanderarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern.


