Die Schüsse fielen nicht weit vom Gebäude des Bielefelder LG entfernt. Dort lief am Mittwoch die Fortsetzung eines Prozesses um die tödlichen Schüsse auf den Profiboxer Besar Nimani.
Es habe einen gezielten Angriff auf Personen gegeben, die Bezug zu dem Prozess haben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Polizeikreisen. Eine Person sei durch die Schüsse lebensgefährlich verletzt worden. Kurz nach den Schüssen wurde ein Tatverdächtiger festgenommen, wie die dpa aus Polizeikreisen erfuhr.
In dem vor dem Bielefelder LG laufenden Prozess wirft die Staatsanwaltschaft einem Mann vor, dem Boxer am 9. März 2024 aufgelauert und in der Bielefelder Fußgängerzone 16 Schüsse abgegeben zu haben. Das Motiv ist bis heute unklar. Ein weiterer Tatverdächtiger ist bis heute auf der Flucht.
Der Prozess hat von Anfang an unter großen Sicherheitsauflagen stattgefunden. Beamte einer Einsatzhundertschaft der Polizei sichern an jedem Prozesstag das Gebäude. Besucher, Nebenkläger und Medienvertreter werden vor Eintritt in den Gerichtssaal durchsucht.
Was wir nicht wissen
Wer die Personen sind, auf die geschossen wurde, ist nicht bestätigt. Neue Westfälische und Bild berichten, dass es
sich um Angehörige eines Angeklagten handeln soll. Wie genau die Tat auf der Bundesstraße 66 abgelaufen ist, war zunächst nicht im Detail bekannt.
Auch um wen es sich bei dem Täter handelt, ob es einen oder mehrere Täter gibt, ist nicht bekannt. Spekulationen, dass
sich ein weiterer Täter verschanzt haben oder auf der Flucht sein könnte, wurden zunächst nicht bestätigt. Auch welche Motive es für die Schüsse geben könnte und wie sie im Zusammenhang mit dem Prozess stehen könnten, ist reine Spekulation.