Iurratio Awards 2026 küren beste Arbeitgeber für Berufseinstieg und Referendariat
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Die Karriereplattform Iurratio kürt erneut die besten Arbeitgeber für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie für das Rechtsreferendariat. Die Großkanzlei Freshfields sichert sich in beiden Kategorien den ersten Platz, GvW Graf von Westphalen führt erneut bei den mittelständischen Kanzleien.

Die Iurratio Media GmbH hat am 6. November 2025 die achte Ausgabe des Rankings "IUR50 – Die besten Arbeitgeber für das Referendariat und den Berufseinstieg" veröffentlicht. Ziel der Auszeichnung ist es, angehenden Juristinnen und Juristen Orientierung bei der Arbeitgeberwahl zu bieten.

Im Bereich Berufseinstieg führt Freshfields das bundesweite Ranking an. Die Kanzlei überzeugte in allen fünf Bewertungskategorien – insbesondere im Bereich Diversity & Social Responsibility durch soziales Engagement und Unterstützung berufstätiger Eltern. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Hengeler Mueller und A&O Shearman. Beide punkteten insbesondere in der Kategorie Gesundheit & Work-Life-Balance. Hengeler Mueller überzeugte darüber hinaus im Bereich Legal Tech & Digitale Ausstattung mit individuellen Softwarelösungen und digitalen Schulungen.

Auch in der Kategorie Referendariat belegt Freshfields den ersten Platz. Die Kanzlei bietet unter anderem Mental-Health-Programme und Unterstützung bei der Examensvorbereitung an. A&O Shearman folgt auf Rang zwei und überzeugt mit Aktenvortragstrainings und einem hohen Budget für Seminare. Gleiss Lutz sichert sich Platz drei mit umfangreichen Zusatzleistungen und Veröffentlichungsmöglichkeiten für Promovierende.

Spezialkategorien, Mittelstand und Boutiquen

In der Spezialkategorie Aus- & Weiterbildung führt Baker McKenzie das Ranking an. PwC Legal kann im Bereich Legal Tech & Digitale Ausstattung überzeugen. In der Kategorie Gesundheit und Work-Life-Balance punktet die Kanzlei Königsstraße – Köster & Kollegen. Hengeler Mueller ist im Bereich Arbeitsmodelle & Karriereperspektiven Spitzenreiter. Deloitte Legal überzeugt mit Diversity & Social Responsibility, was sich unter anderem am Deloitte-Truck beim CSD in Berlin zeigte.

Bei den mittelständischen Kanzleien führt GvW Graf von Westphalen erneut das Ranking an. Die Sozietät überzeugt durch flexible Karrieremodelle und gezielte Nachwuchsförderung. Auf Platz zwei folgt Ernst & Young Law, Platz drei geht an Kanzlei Königstraße – Köster & Kollegen. Letztere führt zudem das Ranking der besten mittelständischen Arbeitgeber im Referendariat an und punktet mit der Unterstützung beim Erwerb eines Fachanwalts, des Steuerberaterexamens sowie eines Doktortitels. Platz zwei und drei für das Rechtsreferendariat belegen WINHELLER und GvW Graf von Westphalen.

Bei den Anwaltsboutiquen liegen HT Defensio Strafverteidiger (Berufseinstieg) und honert (Referendariat) vorn. Letztere überzeugen vor allem durch die umfangreiche Einbindung der Referendarinnen und Referendare in die praktische Arbeit.

Regional gibt es Unterschiede

Die regionalen Rankings für das Rechtsreferendariat zeigen Unterschiede: In Berlin und Düsseldorf führt Freshfields, in Frankfurt und München A&O Shearman, in Hamburg und Stuttgart Gleiss Lutz. Die besten Arbeitgeber in den Regionen sind CMS Hasche Sigle (Osten), Luther (Westen und Norden) sowie PwC Legal (Süden).

Das Ranking basiert auf den Selbstauskünften von über 100 befragten Kanzleien. Die fünf Bewertungskategorien lauteten: Gesundheit & Work-Life-Balance, Aus- & Weiterbildung, Arbeitsmodelle & Karriereperspektive, Legal Tech & Digitale Ausstattung sowie Diversity & Social Responsibility. Für das Rechtsreferendariat waren folgende Kriterien relevant: die Einbindung in die praktische Arbeit, Unterstützungsangebote bei der Examensvorbereitung, Perspektiven für den Berufseinstieg sowie Zusatzvergütungen und -angebote.

Bei der Bewertung berücksichtigte Iurratio zudem die Nennung als Wunscharbeitgeber in der jährlichen Talentumfrage, an der zwischen März und Juli 2025 rund 2.000 Nachwuchsjuristinnen und Nachwuchsjuristen teilnahmen.

Redaktion beck-aktuell, Dr. Jannina Schäffer, 7. November 2025.

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