EU-Parlament will weniger Mehrwehrsteuer auf E-Books

EU-Bürger könnten bald günstiger elektronische Bücher erwerben. Wie das Europäische Parlament mitteilte, hat es einen Vorschlag der EU-Kommission angenommen, der es den Mitgliedstaaten ermöglicht, eine verringerte Mehrwertsteuerrate auf elektronische Bücher zu erheben. Sie sollen so den Raten für gedruckte Inhalte angeglichen werden können. Der Vorschlag wurde am 01.06.2017 mit 590 Stimmen, bei 8 Gegenstimmen und 10 Enthaltungen, angenommen.

Bislang galt Mindestsatz von 15%

"Unsere Lesegewohnheiten haben sich in den letzten Jahren rasch verändert. Jetzt macht es keinen Sinn mehr, unterschiedliche Vorschriften anzuwenden, durch die eine Online-Zeitung höher besteuert wird als eine gedruckte, die man am Kiosk kauft", sagte der Berichterstatter Tom Vandenkendelaere (EVP, BE). Aktuell müssen E-Books mit dem standardisierten Mindestsatz der EU von 15% besteuert werden, während es den Mitgliedstaaten freigestellt ist, auf Printpublikationen die reduzierte Rate von mindestens 5% - und in manchen Fällen sogar gar keine Mehrwertsteuer - zu erheben.

Redaktion beck-aktuell, 2. Juni 2017.

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