Gegenstand des Verfahrens ungewöhnlich
"Mit dem Erlass dieses Bußgeldbescheides schließen wir ein Verfahren ab, das auch für uns als Aufsichtsbehörde ungewöhnlich war", betonte Brink. Ungewöhnlich sei nicht nur der Gegenstand des Verfahrens gewesen, sondern vor allem das öffentliche und mediale Interesse. Als ungewöhnlich bezeichnete Brink zudem den Umfang des durch die Einschaltung der Firma Esecon belegten Aufklärungsinteresses und die Kooperationsbereitschaft des VfB mit der Behörde. Die Verantwortlichen des VfB Stuttgart 1893 e.V. und der VfB Stuttgart 1893 AG hätten die Aufklärungs- und Ermittlungsmaßnahmen des Landesbeauftragten unterstützt, durch eigene Initiative gefördert sowie mit der Behörde des Landesbeauftragten umfangreich kooperiert, heißt es in der Mitteilung des LfDI.
Brink sieht gute Perspektive für fairen Umgang mit Daten
Aus diesem Verfahren heraus ergebe sich die gute Chance, so Stefan Brink weiter, dass der VfB Stuttgart künftig beim fairen Umgang mit den Daten der Mitglieder besser aufgestellt ist. "Auch wenn wir mit Blick auf Verjährungsvorschriften nicht alle öffentlich diskutierten Vorgänge vollständig untersuchen konnten, ist doch das jetzt einvernehmlich gefundene Ergebnis überzeugend: Neben dem spürbaren Bußgeld sorgt der VfB für erhebliche organisatorische und technische Verbesserungen in Sachen Datenschutz." Zudem würden die Verantwortlichen künftig ein Engagement bei der Aufklärung über Datenschutzanliegen planen, mit dem vor allem junge Menschen angesprochen werden sollen, so Brink.