BGH: Ole Böger zum Richter ernannt

Der Bundespräsident hat den Bremer Oberlandesrichter Dr. Ole Böger zum BGH-Richter ernannt. Der 51‑Jährige übernimmt ein neu gestaltetes Ermittlungsrichterdezernat und wird dem 1. Strafsenat zugewiesen.

Böger ist 51 Jahre alt und trat nach Abschluss seiner juristischen Ausbildung im November 2008 in den höheren Justizdienst Bremens ein. Während seiner Proberichterzeit war er unter anderem am LG Bremen sowie an den AG Bremen und Bremen‑Blumenthal eingesetzt.

Im Februar 2012 wurde er zum Richter am LG Bremen ernannt. Ab Mai 2012 war er für dreizehn Monate als Legal Officer beim Internationalen Institut für die Vereinheitlichung des Privatrechts (UNIDROIT) in Rom tätig.

Von Juni 2013 bis Mai 2016 folgte eine Abordnung an das Bundesministerium der Justiz. Im Oktober 2016 wurde Böger zum Richter am OLG Bremen ernannt. Dort gehörte er zuletzt als stellvertretender Vorsitzender sowohl einem Zivil‑ als auch einem Strafsenat an.

Einsatz im 1. Strafsenat

Das Präsidium des BGH hat Dr. Böger das zum 1. April 2026 neu gestaltete Ermittlungsrichterdezernat III übertragen. Zudem wurde er dem 1. Strafsenat zugewiesen.

Der 1. Strafsenat ist neben allgemeinen Revisionen in Strafsachen aus den Bezirken der Oberlandesgerichte Bamberg, München, Stuttgart und Karlsruhe bundesweit für Revisionen in Steuer‑ und Zollstrafsachen zuständig.

Redaktion beck-aktuell, js, 1. April 2026.

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